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6 Tage in Berlin

- Ein Reisebericht -

Ein Stadt-Urlaub der besonderen Art

Am 14.Juli begann unser selbstorganisierter Urlaub damit, dass wir mit dem ICE von Hamburg nach Berlin fuhren. Dort angekommen kauften wir zwei 7 Tage VBB-Umweltkarten für die uneingeschränkte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wie U-, S-Bahn und Busse, fuhren anschließend zum Hotel "Holiday Inn", Rohrdamm 80, und checkten dort ein. Unser erstes Ziel war die Altstadt Spandau, die mit ihren Fachwerkhäusern und kleinen Gassen wirklich sehenswert ist! Während eines plötzlich einsetzenden Regenschauers flüchteten wir in das nächstgelegene Gebäude, ein „Plüschcafe“ am Marktplatz, 'Konditorei Fester', Markt 4, wo uns lecker Kaffee und Kuchen sowie etwas Rustikales für meinen Mann serviert wurden. Abends sind wir dann gegenüber der

„U Rohrdamm“ im Restaurant 'Stammhaus', Rohrdamm 24b gelandet, direkt an einer großen Straßenkreuzung und haben draußen lecker gegessen, drinnen war zu dem Zeitpunkt der Maler zugange, es gibt dort viele Räume mit alten Holztüren und hohen Decken, deutsch-rustikal eben.

Am nächsten Tag, dem 15. Juli ging es dann richtig in die Vollen: Wir besuchten, gemeinsam mit unserem Freund, der ein sehr guter Berlin-Kenner, ist die Hackesche Höfe, die sehr besondere und gelungene Architektur

darstellen, dann die Sophienstraße, nahmen dort einen Snack im „Barcomis Deli“, Sophienstr. 21, weiter ging es vorbei am Alten Jüdischen Friedhof, Große Hamburger Straße und plötzlich befanden wir uns im mittelalterliche Berlin. Dazu zählt die Heilig-Geist-Kapelle, (2. Hälfte des 13. Jahrhunderts), später umbaut von einer Handelshochschule sowie ein mittelalterlicher Stadtmauerresten, (2. Hälfte des 13. Jh.) Waisenstr., der in unmittelbarer Nähe zu einem der berühmtesten historischen Lokale Berlins „Zur letzten Instanz“, Waisenstr. 14-16, (seit 1621) zu finden ist. Im genannten Lokal haben wir sehr lecker und sättigend gespeist und ich meine erste Berliner Weiße getrunken, an d e n Geschmack kann man sich gewöhnen. Von dort aus liefen wir weiter zum „Alex“ ausgeschrieben: Alexanderplatz mit der Weltzeituhr. Ein nicht so wirklich harmonischer Platz, aber doch beeindruckend. Unser nächste Ziel war dann ein weiterer mittelalterlicher Ort und zwar die Ruine der Franziskaner-Klosterkirche, (erbat zwischen 1250 und 1265), ein sehr imposantes Bauwerk und auch wieder recht gut renoviert. Wenn sie komplett erhalten geblieben wäre, welch ein unglaublich schönes Bauwerk könnte man dann heute noch besuchen! Das nächste Ziel unseres heutigen Spaziergangs war dann die Parochialkirche, (ab 1695, galt als schönste Barockkirche Berlins, im zweiten Weltkrieg innen völlig verwüstet, harrt sie heute ihres Wiederaufbaus). Sie sieht heute von innen völlig kahl aus, außer einer sehr kleinen Altarecke befindet sich kaum etwas in ihr. Nun gingen wir zurück Richtung Alex, überquerten die S-Bahnschienen zwischen dem Einkaufszentrum „Alexa“ und fanden uns vor einem äußerlich unscheinbaren Gerichtsgebäude, Stadtgericht Mitte, Littenstr. 13-17 wieder, dessen Innenleben uns beinah verschlossen geblieben wäre, hätte nicht gerade eine Mitarbeiterin das Gericht verlassen und uns doch noch einen Blick hineinwerfen lassen in das 'unglaublichste Treppenhaus', (ein architektonisches Meisterwerk der Wiener Schule)! So etwas haben wir vorher noch nie gesehen, rundherum in mehreren Etagen mit Bögen, Nischen, bemalten Säulen, einem Schloss gleich, wow! Es folgte eine der vielen S- und U-Bahnfahrten, die uns zum Berliner Ostbahnhof brachte, (der vor dem Mauerfall wichtigste Bahnhof Ost-Berlins). Hier bekommt man auch heute noch so ziemlich alles, was man so braucht. Der Bahnhof Friedrichstrasse, war danach unser nächstes Ziel, inzwischen komplett renoviert. Als uns der Magen schon fast in den Kniekehlen hing, fanden wir uns schlussendlich im “Restaurant Nolle“, Bahnhof Friedrichstr. S-Bahnbogen 203 wieder, wo man ganz wunderbar essen und trinken kann, in einem gemütlichen Ambiente mit Plüsch und alten Plakaten.

Der 16. Juli scheuchte uns müde Krieger weiter zu neuen Ufern und zwar waren dies heute:

einen kleinen Abschnitt 'Unter den Linden; das Brandenburger Tor, mit Blick auf die „Goldelse“ (Friedenssäule);

der Reichstag, von außen; der Raum der Stille am Brandenburger Tor, sehr zu empfehlen!!! und das 'Cafe Theodor Tucher', Pariser Platz 6a, ein ruhiger und sehr interessanter Ort, abseits der Touristenströme.

Nach einer Caféstärkung gingen wir an der hoch bewachten Amerikanischen Botschaft vorbei zur DZ-Bank,

in der eine wirklich sehenswerte riesige Skulptur zu sehen ist, mit dem Titel: „Wal“. Danach schlenderten wir an der Russischen Botschaft vorbei, die im „Zuckerbäckerstil“ sich doch sehr von den anderen unterscheidet und -schwupp- saßen wir wieder in S- oder U-Bahn und landeten nach kurzer Fahrt am Potsdamer Platz inmitten des Sony-Centers. Als wir genug hinauf und hinunter geschaut hatten, in diesem architektonischen Wunderwerk, zog uns der Hunger ins 'Wirtshaus zum Löwen', Hardenbergstr. 29, (welches es -leider!- nicht mehr gibt). Dort gab es für meinen Mann das ersehntes Eisbein, welches ihm wunderbar geschmeckt hat, ebenso lecker die anderen rustikalen Speisen, auch das Innere dieser Lokalität ist sehr schön gestaltet. Nach dieser Stärkung besuchten wir die nahegelegene Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und –Gedenkhalle, und anschließend bestaunten wir nicht minder die Wasseruhr im nahegelegenen Europa-Center. Da ich von 2 vorherigen selbstorganisierten Berlinurlauben auch mal etwas zum Anschauen zeigen wollte, empfahl ich uns allen den Besuch des Bahnhofsgebäudes der U-Bahnstation Wittenbergplatz (Tauentzienstr.), der original so wieder renoviert wurde, wie früher die Bahnhöfe aussahen, wirklich schön anzusehen. Ein kleines Stück davor steht man vor dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens), sobald man diesen Kauftempel betritt, muss man 1. um sein Geld und 2. um seinen Orientierungssinn fürchten, es ist einfach unglaublich groß. Wenn man sich durch unzählige Kosmetik- und Parfüminsel geschoben hat, die richtigen Rolltreppen hinauf kennt, findet man sich im 5. Stock in der exorbitantesten Feinkostabteilung wieder, die ich sonst noch nirgendwo gesehen habe, einfach nur mal so durchschlendern und sich wundern, was es alles so für Geld zu kaufen gibt... Total lecker sind hier übrigens die „Schusterjungen“ (ein Roggenbrötchen mit Harzer!) in der Käseabteilung, welches für ca. 2€ als 'das Schnäppchen' in der Feinkostetage bezeichnet werden kann. Wir tranken anschließend im Eiscafe zwischen Bahnhof Wittenbergplatz und KaDeWe einen Kaffee im Freien und besuchten hiernach Hugendubel, eine uns auch schon aus München bekannte Buchladenkette. Nach Geplauder und Kauf neuen Lesestoffs fuhren wir mit dem Bus in die Richtung der Wohnung einer guten Freundin am Gierkeplatz, keuchten genau 99 Stufen zu deren schöner Altbau-Wohnung hoch und sprachen bei kleinen italienischen Snacks mit ihrem Mitbewohner und ihr so über dies und das, bis wir schließlich ab 21 Uhr die Rückfahrt zum Hotel antraten. Noch etwas Besonderes von diesem Tag war, dass eine S-Bahn unterirdisch und eine U-Bahn oberirdisch fuhr.

Am 17. Juli lernten wir einen U-Bahnhof kennen, der seinesgleichen sucht und zwar den U-Bahnhof „Heidelberger Platz“. Es ist nicht sehr häufig und auch kaum zu vermuten, dass es so etwas geben kann.

Man fühlt sich fast wie in einer Kirche und auch die schönen Stadtansichten von Heidelberg und die anderen Verzierungen lassen fast das Gefühl aufkommen, man wäre ganz woanders. Von hier aus ging es nun in

die Friedrichstraße und zwar zum Kulturkaufhaus Dussmann, Bücher und Medien über 4 Etagen, ganz klasse, nicht so wie die üblichen Ketten, die man allenthalben so sieht. Es folgte eine weitere Fahrt nach 'Unter den Linden', diesmal in die Galerie Lafayette. Ein Einkaufsparadies der besonderen Art in besonders aufwändiger Bauweise, sollte man unbedingt gesehen haben! Als nächstes Ziel hatten wir den Gendarmenmarkt, in dessen Mitte das Konzerthaus Berlin steht, welches auch ein sehr schönes Innenleben hat. Nun besuchten wir auch noch Berlins größte Chocolaterie und zwar Fassbender & Rausch, ebenfalls am Gendarmenmarkt zu finden, immer wieder ein Ereignis. Als kulinarisches Souvenir nahmen wir uns Walnüsse in Honig mit. Lecker!!!!

Nun führte uns der Weg vorbei am Checkpoint Charlie und dem weltgrößten Fesselballon in Richtung

Anhalter Bahnhof, ein sehr geschichtsträchtiger Ort und gegenüber von demselben saßen wir dann im

Café Stresemann, Stresemannstr. 90. Hier haben wir zum ersten Mal eine weitere Spezialität Berlins genossen, unsere erste Fassbrause, mhhhhh richtig lecker. Nun fuhren wir noch Richtung Invalidenstraße, gingen vorher aber schon die Oranienburger Strasse herunter und unser Ziel war der Dorotheenstädtische Friedhof.

Hier sind unter anderem Dietrich Bonhoeffer, Johannes Rau, Heinrich Mann und der Baumeister Karl Friedrich Schinkel begraben. Einige sehr schöne Grabstellen sind dort zu besichtigen, wirklich sehenswert. Den heutigen Abend beschlossen wir dann in der „Kleenen Kneipe“ im Holiday Inn, Rohrdamm 80. Das Essen war sehr lecker.

Unser heutiges erstes Ziel am 18. Juli war die Karl-Marx-Allee, auch als Stalins Prachtstraße bekannt, deren symmetrisch angeordnete Bauten rechts und links einen schon fast erschlagen. Selten haben wir so etwas Trostloses und andererseits doch Interessantes zu sehen bekommen, diese Gleichheit ist schon echt beängstigend, würde ich sagen. Weiter ging es zum Neptunbrunnen, der in unmittelbarer Nähe zur Marienkirche liegt, die jetzt wohl so nach und nach wieder in ihren ursprünglichen Zustand gebracht werden soll. Dort nahmen wir zufällig an der jeden Freitag um 12 Uhr stattfindenden Friedensandacht teil, (auch weltweit in vielen Kirchen an diesem Tag und zu dieser Uhrzeit), die im Gedenken an den Angriff auf die gothische Kathedrale zu Coventry im Jahre 1940 stattfindet. Aus den Nägeln der zerstörten Kathedrale wurden Altarkreuze hergestellt, die schon in vielen Kirchen weltweit ihren Platz haben. Hiernach sahen wir uns etwas vom Nikolaiviertel an, die Nikolaikirche war leider wegen Renovierung geschlossen! Anschließend haben wir dann im Viertel gegenüber vom Ephraimpalais (welches vor dem Krieg abgebaut und eingelagert, und nach dem Krieg dann wieder original aufgebaut wurde) gegessen, danach machten wir Halt an der Mühlendammschleuse und beobachteten die ein- und ausfahrenden Schiffe und das Auf und Ab des Wassers. Hierauf war unser nächstes Ziel das Bärengehege am Märkischen Museum. Dort schauten wir den beiden Braunbären, Mutter und Tochter, eine Weile zu, von denen eine die amtierende Stadtbärin Berlins ist. Zu Fuß ging es weiter an der Getraudenklappbrücke vorbei Richtung Spittelmarkt, hier stiegen wir in die U-Bahn zum- Savignyplatz, wo wir unseren letzten Abend bei einem ganz wunderbar zubereitetem Essen im San Marino, Savignyplatz 12, einem guten italienischen Restaurant, nahe der S-Bahn verbrachten, in Gesellschaft unseres guten Freundes, der uns seine Lieblingsstadt in einer Art und Weise vorstellte, die bei uns sehr große Lust und Neugier auf noch so manchen weiteren selbst zu organisierenden Entdeckungs-Urlaub gemacht hat. Doch es ging ja noch weiter: Nach dem leckersten Essen der vergangenen Tage bummelten wir ganz entspannt die Bleibtreustraße herunter und landeten zu guter Letzt auf dem Ku’damm (Kurfürstendamm), der Shoppingmeile schlechthin. Dieser Bummel hatte eine ganz besondere Atmosphäre, da alle Geschäfte bereits geschlossen hatten und man so in völliger Ruhe sich die Schaufenster aller wichtigen Designer der High Society anschauen konnte. Wir kauften (in der Fantasie!) nur die edelsten Dinge und so ein Abendtraum bei schöner Beleuchtung und guter Stimmung hat auch seinen Reiz.

Zum letzten Mal trafen wir uns dann am 19. Juli um 8:30 Uhr zum Frühstück, das wirklich ein richtig großes Frühstücksbuffet war, mit allem, was sie oder er so mag. Mein Mann und ich fuhren dann mit U- und S-Bahn zum Bahnhof Friedrichstraße, um unser Gepäck noch etwas einzuschließen, waren dann an der Spree und um den Friedrichstadtpalast noch zu Fuß unterwegs, standen ein wenig am Spreeufer, um den Touristen auf den vielen Ausflugsdampfern zuzuschauen, gingen dann zurück über die Weidendammbrücke und “kaffesierten“ abschließend noch im „Sarah Wiener“, Chausseestr. 8. Auf der Zugrückfahrt denkt man dann, dass man schon recht viel von Berlin gesehen hat und doch kennt man erst einen Bruchteil einer Stadt, die einen wirklich in ihren Bann ziehen kann.

Und im ältesten Lokal Berlins, „Zur letzten Instanz“ fand ich dann auch noch einen Spruch, den ich oft von meiner Mutter gehört habe, die eine gebürtige Ostberlinerin war:

Gibt dir det Leben een Puff

denn weine keene Träne!

Lach dir’n Ast und setz dir druff

und baumle mit die Beene.

Diese Stadt ist an kultureller und architektonischer Vielfalt kaum zu überbieten, zumindest innerhalb Deutschlands. Wer sich bisher gescheut hat, diese Stadt einmal zu besuchen, dem sei gesagt: Wer einmal dort war, der tut es immer wieder, denn beim ersten Besuch wird man unsichtbar infiziert: mit dem Berlin-Virus!

Maria Buskies

Berlin

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