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Anna Amalia und ihre Stadt Weimar

- Ein Reisebericht -

Vor ein paar Tagen sind wir zusammen mit einer Reisegruppe zu einem kurzen Urlaub nach Weimar gestartet, um diese geschichtsträchtige Stadt einmal hautnah im Sommer zu erleben, wir kannten sie bereits schon aus kalten Adventstagen. Leider spielte uns das Wetter mitten im Hochsommer einen gewaltigen Streich, so dass die geplanten Besichtigungen von Stadt und Land buchstäblich ins Wasser fielen. Die Temperatur sank schlagartig auf fast winterliche Kälte und der starke Wind tat ein Übriges, die Stadtbesichtigung schnell ungemütlich werden zu lassen. Dabei ist Weimar eine der schönsten Städte, die wir je gesehen haben.

Das Goethe-Schiller-Denkmal stand vor dem Theater verlassen im Regen und beinahe hätten wir die beiden vor der nassen Flut beschirmt, so authentisch ist die Darstellung der beiden großen Literaten, Dichter und Denker. Sowohl das Goethe- wie auch das Schillerhaus, beide Wohnhäuser sind zusammen mit der Originaleinrichtung erhalten, luden leider nicht gerade zur Besichtigung in ungeheizten und zugigen Räumen ein, auch wenn man sich am Marktplatz bei dieser schönen Stadtkulisse um ein paar Jahre zurückversetzt fühlte und so glaubte, dass Goethe oder Schiller gleich um die Ecke kommen würden. Nichtsdestotrotz buchten wir zusammen mit einem Teil der Reisegruppe eine Stadtbesichtigung.

Und wer kam um die Ecke? Die Herzogin Anna Amalia, wie sie leibt und lebt. Sie führte uns charmant durch bekannte und uns noch nicht bekannte Teile der Stadt und erzählte uns gute zwei Stunden lang Anschauliches aus ihrem Leben. Wir lauschten ihrer Lebensgeschichte und den Anekdoten der Stadt andächtig und nahmen Anteil an ihren Sorgen und Nöten. Dass wir dabei die Stadt eineinhalb Mal durchquerten und unzählige interessante Baudenkmäler und Bauten gesehen hatten, fiel uns gar nicht auf. Auch bemerkten wir während der kurzweiligen Tour gar nicht, dass wir eigentlich inzwischen völlig vom Regen durchnässt und durchgefroren waren. Wir küssten Anna Amalia den Saum ihres Rockes, verabschiedeten gebührlich, wie es sich gegenüber einer Herzogin gehört.

Dann machten wir uns auf, die kulinarischen Spezialitäten des Landes zu probieren. Thüringer Klöße mit Schwarzbiersoße kamen uns da mitten in Weimar da gerade recht. Wir wärmten uns zusätzlich mit dem sehr leckeren Schwarzbier und machten uns danach gestärkt und durchgewärmt auf, die berühmte Anna Amalia Bibliothek zu besichtigen. Gott sei Dank hatten wir vor gut neun Monaten bereits von zu Hause aus Karten bestellt, denn der Andrang ist groß und nach gerade nach der Restauration vieler Bücher und der Bibliothek selbst nach dem großen Brand 2004 und der Wiedereröffnung 2007 stehen die interessierten Besucher Schlange. Der Einlass ist zum Schutze der zum Teil wirklich historischen Bücher reglementiert. Die Anna Amalia Bibliothek offenbarte sich uns als einmaliges Kleinod vergangener Zeiten. Nur ein paar kleine dunkle Brandflecke auf dem Holzparkett erinnern noch an den verheerenden Brand. Dem Besucher wird anschaulich erklärt, wie schwierig und aufwändig gerade die Restauration von Bildern und Bücher war und noch immer ist. Gern besuchen wir Weimar wieder, aber hoffentlich dann, wenn das Wetter es einmal gut mit uns meint.

Carola Schilling

Weimar

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