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Bienvenida en Lanzarote

- Ein Reisebericht -

Mitte Februar hatte mich ein Freund angerufen und mir spontan seine Wohnung auf Lanzarote

für eine Woche zur Verfügung gestellt. Was für eine wunderbare Gelegenheit, diese mir so vertraute Insel nach zwei Jahren wieder zu sehen und ganz individuell meinen Aufenthalt gestalten zu können. Keine drei Wochen später saß ich im Flieger und betrachtete das graue, vernieselte Hamburg, das, mit zunehmendem Steigflug der Maschine, allmählich auf Miniaturgröße schrumpfte. Sieben Tage Erholung, Unterhaltung und Kultur erwarteten mich und wurden greifbar nah, als wir endlich die Wolkendecke durchbrachen und Sonnelicht Teile der Kabine in warmes Gold tauchten.

Nach 4, 5 Stunden Flugzeit erreichten wir unser Ziel. Ich presste mein Gesicht gegen das kleine Flugzeugfenster und entdeckte die drei Inseln, die Lanzarotes´Nordküste vorgelagert sind, nämlich: "La Graciosa", "Isla de Montana Clara" und "Isla de Alegranza". Bevor es in einer großzügigen Kurve zum Anflug auf den Flughafen Arrecife ging, erhaschte ich noch einen Blick auf den 5000 ha großen Timanfaya Nationalpark und das Weinanbaugebiet La Gería, in der Inselmitte. Nur wenige meiner Mitreisenden schienen sich für die Beschaffenheit dieser einzigartigen Vulkaninsel zu interessieren. Der bewölkte Himmel erregte mehr ihre Aufmerksamkeit, denn schließlich hatte man ja pauschal auch Sonne gebucht. Als ehemalige Reiseleiterin weiß ich, dass es immer wieder diese originellen, ja fast knuffigen Touristen gibt, die einen Teil der Reisekosten rück erstattet bekommen möchten, "weil die Sonne ja nicht so schön geschienen hat, wie es im Katalog abgebildet war". Ich äußerte einmal einem Gast gegenüber die Bemerkung, dass er doch auch nicht davon ausgehen könne, die Dame, die sich auf dem Versandhaussessel, den er erwerben möchte, wohlig streckt, zum Möbelstück dazu erwirbt. Mein Chef war darüber "not amused"...

Drängelei aus dem Flugzeug heraus, eine beengte, kurze Busfahrt hinüber zum Terminal.Nach mir endlos erscheinenden 25 Minuten entdeckte ich meine Reisetasche und bahnte mir meinen Weg durch die urlaubshungrigen Deutschen, Engländer, Skandinavier und Festlandspanier. Mit meinem Mietwagen ging es dann in 5 Minuten rüber nach Playa Honda, einem Wohnviertel mit den typisch einstöckigen, weißen Häusern. Unter dem großen Topf mit der Algarve fand ich, wie abgesprochen, den Wohnungsschlüssel. Ich machte die Tür auf und eine wohltuende Kühle empfing mich. Trotz abweichender Meinungen bereits erwähnter uriger Touristen, scheint die Sonne auf Lanzarote so intensiv, dass sich die Lanzarotenos sozusagen unisono dazu entschlossen haben, stets die Gardinen zugezogen zu lassen, um ihre Wohnungen und Häuser im Bereich erträglicher und vor allem schlaffreundlicher Temperaturen zu halten.

Ich öffnete den Kühlschrank und öffnete eine Flasche "El Grifo", ein kanarischer, etwas harzig schmeckender Wein. Der Vorteil an einer individuell geplanten Reise ist mitunter auch die Unabhängigkeit von den Öffnungszeiten der Speisesäle in den Hotels. Mit einem Tellerchen aceitunas (Oliven) machte ich es mir auf dem Balkon gemütlich. Die Wohnung liegt in der Calle San Borondón, einer zweispurigen, mit Palmen bepflanzten Straße. Linker Hand beginnt das Flughafengelände. Das dürfte manch einen erholungsbedürftigen Menschen entsetzen, da auf Lanzarote eine extrem hohe Anflug - und Abflugquote an der Tagesordnung steht. Doch in Playa Honda machen die wenigsten Urlaub. Hier wohnen diejenigen, die in den Hotels, in den Bars und Diskotheken, in den zahlreichen Restaurants und Cafés, in den Supermärkten und Boutiquen für das verdiente und bezahlte Wohlergehen der Inselbesucher sorgen.

Mit Einsetzen der Dämmerung erleuchteten die einzelnen Dörfer, die ich vom Balkon aus sehen konnte: als Erstes sah ich die Lichter Puerto del Carmens´, mit der 8 km langen Avenida de las Playas. Hier reiht sich ein Vergnügungstempel an den anderen, ohne jedoch das Maßlose von El Arenal auf Mallorca zu erreichen. Im "Pueblo", der alte Hafen Puerto del Carmens´, ist ein guter Teil kanarischer Ursprünglichkeit erhalten geblieben und es lässt sich dort wunderbar zu Abend essen. Fisch ist nur zu empfehlen!

Nun gingen auch die Lichter in Güime an, ein kleines Bergdorf, welches man auf seinem Weg nach Mozaga passieren kann. Mozaga ist bekannt für seine Bodega. Hier wird der Wein, einzigartig für die Insel, noch in Eichenfässern gelagert. Wem der "El Grifo" zu speziell schmeckt, kann auf einen dortigen trockenen und leichten Malvasía zurück greifen.

Ich schaute die Calle San Borondón hinunter. Einige Kilometer entfernt erkannte ich die Lichter Arrecifes, der Inselhauptstadt, die sich nun für die Nacht schmückte, um vergnügungsfreudige Menschen erst wieder zum Sonnenaufgang aus ihrer medusenhaften Umarmung zu entlassen.

Ich atmete die herzhafte atlantische Luft ein und freute mich auf die kommenden Woche, in der ich unabhängig und spontan meiner Entdeckerlust nachgehen wollte. Mein kleiner Mietwagen war dafür perfekt!

Der Timanfaya Nationalpark stand ganz oben auf der Liste. 25 Krater und über 100 Vulkankegel sind dort zu bestaunen. War man nicht dort, hat man Lanzarote nicht gesehen. Die Realisierung des Nationalparks ist César Manrique zu verdanken, auf dessen künstlerisches Erbe man in fast allen Orten der Insel trifft und der sich stark für den ursprünglichen Erhalt Lanzararotes eingesetzt hat.

El Golfo ist einer meiner weiteren Favoriten: schwarzer Strand, gekrönt durch eine grüne Lagune. Außerdem gibt es dort die mitunter die leckersten papas arrugadas (Pellkartoffeln in Salzkruste) der Insel.

Hinter Guatiza, Richtung Norden, findet man den Jardín de Cactus. Eines der letzten Werke Manriques übrigens. In diesem Kaktusgarten, der äußerst liebevoll gestaltet ist, gibt es um die 10 000 Kakteenarten in mannigfachen Formen zu bewundern. Auch dieses Mal würde ich wieder dorthin fahren und mich bei einem cortado (Kaffee mit wenig Milch) von der Schönheit der Anlage beeindrucken lassen.

Es wurde dunkel und die ersten einheimischen Nachtschwärmer machten sich auf den Weg nach Puerto del Carmen. Nach einer Dusche mit dem warmen Wasser aus der Zisterne würde ich sicher auch noch einmal hinaus gehen, hinunter an den Strand von Guacimeta. Lanzarote hatte soviel zu bieten. Der Mirador del Rio, das Tal der tausend Palmen in Haría, der alte Markt in Teguise, die Bucht von Famara. Eine Woche reichte nicht annähernd dafür aus. Und was war mit Tahiche und Tao, Orzola im Norden und den Stränden in Mala? Ich lächelte und ging über den gefliessten Boden ins Bad. Mein Entschluss stand fest: jedes Jahr wieder kommen!

Andie Seul

Arrecife

Isla de Lanzarote

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Puerto del Carmen

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