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Der alternative Sommerurlaub: Die Masuren in Polen

- Ein Reisebericht -

Beim Sommerurlaub denken den meisten Urlauber an Sommer, Sonne Sonnenschein in Spanien, Italien oder Griechenland. Das man als Deutscher jedoch nicht all zu weit Reisen muss, um einen tollen Urlaub zu erleben, zeigen die Masuren in Polen. Wie quartierten uns bei Bekannten in dem kleienn Dorf Warpuny in der Nähe von Mrągowo ein.

Die Reise mit dem eigenen Kraftfahrzeug von Dortmund aus dauert ca. 16 Stunden. Sofern man sich für den Grenzübergang Frankfurt/Oder entschieden hat, empfehle ich, die Autobahn hinter Torun zu nehmen. Für die Benutzung muss man zwar eine kleine Gebühr von ca. 10,00,- entrichten, kann dafür aber etwa 3 Stunden Fahrzeit über die Dörfer einsparen.

Zwar bietet die Gegend viele kleine Hotels, die polnische Touristenvermittlung listet jedoch auch viele kleine Privatleute, die ein Ferienhaus auf Ihrem Grundstück stehen haben. Von dort haben wir auch viele Interessante Ausflugstipps erhalten. Viele Leute in den Masuren könenn zumindest gebrochen Deutsch, um den Ernstfall zu vermeiden, sollten Sie aber vorher nachfragen, ob dies auch in Ihrer Unterkunft der Fall ist. Oder noch besser: Sie reisen mit einer Person mit polnischen Sprachkenntnissen.

Der Eindruck, den man bei der Hinfahrt von der Umgebung erhält, trügt. Auch wenn die Landschaft immer gleich auszusehen scheint, bieten die masurischen Wälder viel zu entdecken. Kaum irgendwo in Deutschland kann man so Grillen wie in Polen - mit einem meterhohen Feuer auf dem freien Feld und Würstchen auf dem Stock. Die vielen Seen bieten viele Anlaufstellen zum Schwimmen und Tauchen. Häufig werden auch Tretboote vermietet, deren Preis sich wirklich lohnt. Wir konnten für umgerechnet 1,00€ den ganzen Tag auf dem See bleiben und auf der riesigen Liegefläche des kleinen Bootes mit drei Personen liegen und bei Bedarf ins Wasser springen.

Historisch bilden die Masuren mit der Wolfsschanze und anliegenden Bunkeranlagen eines der Hauptquartier von Adolf Hitler. Diese kann man besichtigen und sich sachlich über die Geschichte informieren oder direkt in einen Bunker hineinklettern. Zwei Sachen sind für den Besuch der Wolfsschanze allerdings unabdingbar: Mückenspray und Taschenlampen. Die wäldlich gelegene Anlage ist voll von Mücken und die alten Bunker nur mit Taschenlampe zu erkunden. Selbstverständlich auf eigene Gefahr. Wer nicht nur "blöd zusehen" will, sollte zudem festes Schuhwerk und alte Klamotten mitbringen. Viele lustige Situationen, wie die unterirdischen Fluchtwege aus den Bunkern nähe der Wolfsschanze machten uns Stadtmenschen großen Spaß - nicht nur ich mit einer Körpergröße von 2,00m hatte Probleme, den niedrigen Gang zu durchqueren. Dass diese unterirdische Tour nicht einfach ist, können Sie am besten selbst erleben.

Fast jedes Dorf hat einen eigenen "Sklep", der mit einem Tante-Emma-Laden vergleichbar ist. Dort kann man Brötchen, Wurst, Käse, Süßwaren und gängige Haushaltswaren erwerben. Nahe der größeren Städte findet man aber auch größere Supermärkte wie Lidl oder Max Duett. Beschweren Sie sich jedoch nicht über die für uns Deutschen untypischen Brötchen, denn die Polen mögen diese sehr fluffig und weich. Wer gerne knusprig frühstückt ist gut beraten, wenn er einen Toaster einpackt.

Weitere gemütliche Unternehmungen wie das Radfahren auf dem Land oder die Dorferkundung runden einen entspannten, aber interessanten Urlaub ab. Wer erholsam in den Tag hinein Leben möchte, kann sehr "gechillt" die Umwelt genießen. Aber auch aufregende Ausflüge lassen sich in den Masuren unternehmen. Für mich - ohne polnische Sprachkenntnisse - kehrte jedoch schnell Langeweile ein, da die Kommunikation mit den Einheimischen schwer war, während meine Mitreisenden prächtig mit ihnen kommunizierten. Interessanterweise kam ich am besten mit einem leider Taubstummen Einwohner zurecht - die non-verbale Kommunikation funktioniert in einem ruhigen Umfeld eben immer noch besser als in einer anonymen und hektischen Großstadt.

Ganz ohne politische Überlegungen befürchte ich jedoch, dass die Einführung des Euro in den nächsten Jahren und der damit verbundenen Industrialisierung viel von der polnischen Kultur nehmen wird. Das Lohnniveau und die Einkaufspreise werden dafür sorgen, dass vieles für den Otto-Normal-Reisenden nicht mehr so locker bezahlbar wird. Auch kleine Handwerksgeschäfte werden durch die Globalisierung zerstört. Doch ein echter Pole wird sich hoffentlich nicht von seinem Lebensstil abbringen lassen - es bleibt zu hoffen, dass der Polenurlaub auch in 3 Jshren noch genau so viel Spaß macht, wie heute.

Karsten 'tatze' Kulach

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