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Ein Tag in Vancouver

- Ein Reisebericht -

Im Rahmen einer längeren Rundreise durch Alaska und Kanada haben wir auch ein paar sehr aufregende Tage in Vancouver an der Westküste verbracht.

Der Capilano Park ist eine der großen Sehenswürdigkeiten Vancouvers. Die Hauptattraktion ist die Suspension Bridge. Die längste Hängebrücke der Welt führt 140 Meter über einem 70 Meter tiefen Canyon. Die Brücke hängt frei an Stahlseilen und es hat mich ungeheure Überwindung gekostet, auf die andere Seite zu gehen. Die Brücke schwankt teilweise sehr stark.

Auf der anderen Seite erwartete uns bei unserer selbstorganisierten Reise die Ausstellung „Lebendiger Wald = Living Forest“. Hier kann man den Regenwald der kanadischen Westküste sehen und sich an Anschauungstafeln über die Tiere informieren, die hier leben. Mit Vergrößerungsgläsern kann man selbst die kleinsten Insekten anschauen. Nach ungefähr einer halben Stunde hieß es dann wieder zurück über die Brücke. Wir haben uns den Totempark angeschaut mit farbenprächtigen Totempfählen, die überlebensgroß aus rotem Zedernholz geschnitzt sind.

Überall im Park konnten wir Hinweistafeln finden, auf denen sich die Entstehungsgeschichte der Capilano Bridge und des gesamten Parks nachlesen ließ. So wussten wir anschließend zum Beispiel, dass der Erbauer George Grant Mackay hieß und Ende des 19. Jahrhunderts eine erste Hängebrücke baute, die sich in einer Höhe von 230 Fuß und einer Länge von 450 Fuß über den Capilano River spannte. In ihrer heutigen Form entstand die Capilano Bridge im Jahr 1956.

Wir haben uns dann noch die Trading Post angesehen und im Canyon Café einen Kaffee getrunken. Es gab noch eine Aufführung, bei der zwei Indianer etwas über ihre Stammesrituale erzählten und einige Lieder und Tänze vortrugen. Es handelte sich um einen Indianer vom Stamm der Haida und einen vom Stamm der Tlingit. Stammeszeichen der Haida ist der Adler, Stammeszeichen der Tlingit ist der Rabe. Diese Symbole haben wir auch auf den Totempfählen im Totempark entdeckt. Der Tlingit berichtete darüber, dass Gesänge und Tänze eigentlich nicht in der Öffentlichkeit vorgetragen werden und dass sie sich vor jedem Auftritt von ihren Stammesältesten die Genehmigung einholen müssen, diese Rituale vor den Touristen aufzuführen.

Nicht weit vom Capilano Park befindet sich das Vancouver Aquarium. Schon draußen bietet sich uns zunächst ein beeindruckender Ausblick auf die Skyline von Vancouver. Drinnen erwarteten uns dann alle denkbaren Fische und andere Lebewesen der umliegenden Meere. Um 11 Uhr konnten wir eine Vorführung mit einem Killerwal anschauen. Killerwale sind sehr intelligente Tiere. Der Betreuer hat während der Vorführung eine Pfeife im Mund. Wenn er pfeift, weiß der Wal genau, dass er alles richtig gemacht hat und zur Belohnung einen Fisch bekommt. Bleibt der Pfiff aus, versucht der Wal noch einmal, das zu tun, was der Trainer von ihm erwartet.

Anonym

Vancouver

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