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Eine Hommage an Rio de Janeiro

- Ein Reisebericht -

Allein der Name Rio de Janeiro klingt verheißungsvoll.

Wer „Rio“ hört, denkt augenblicklich an die Copacabana, den Zuckerhut, an dunkelhäutige Schönheiten, an Karneval und Fußball oder an heiße südamerikanische Rhythmen.

Kaum eine Metropole ist so klischeebehaftet wie diese widersprüchliche Diva an der Atlantikküste Brasiliens.

Das Wahrzeichen der pulsierenden Weltstadt und ein touristisches Highlight ist die gewaltige Christusstatue auf dem Berg Corcovado. Eine, in die Jahre gekommene, Zahnradbahn bringt den Besucher dort hinauf.

Die beste Zeit für einen Besuch sind die späten Nachmittagsstunden. Es ist ein unvergessliches Erlebnis, wenn die untergehende Äquatorsonne die "Schönste Stadt der Welt“ in ein magisches Licht taucht. Das Häusermeer der Metropole ist eingebettet in eine bizarre Landschaft aus kuppelförmigen und dschungelbewaldeten Erhebungen, an deren Hängen sich die Favelas, Lebensraum der Unterprivilegierten, ausbreiten. Weit unten glitzert der Atlantik und wirft seine Brandung gegen die zahlreichen vorgelagerten Inseln, die wie eine durchlässige Barriere, die Buchten, Strände und die weißen Yachthäfen der Reichen vor der Gewalt des Ozeans schützen, dazwischen kreuzen Luxusliner und Handelsschiffe aus aller Welt.

Gott soll ja bekanntlich Brasilianer sein, jedenfalls ist die Bevölkerung des südamerikanischen Landes davon überzeugt. Da ist es nur folgerichtig, dass die mächtige, 38 Meter hohe Christusfigur ihre Arme schützend ausbreitet über dieser einzigartigen Stadt und jeden Besucher mit liebenswerter Geste willkommen heißt.

Ein erhabenes Bild, in dem Spannung und Harmonie sich vereinen und das sich unauslöschlich in das Bewusstsein des Betrachters einbrennt. An diesem Ort spürt der Reisende den heißen Atem Südamerikas und er ahnt etwas von der Dimension, der Würde und von den Geheimnissen Brasiliens.

Das subtropische Klima lockt die Einwohner Rios zu tausenden an die feinsandigen Stadtstrände, die sich unmittelbar an die prächtigen, palmengesäumten Uferpromenaden anschließen.

Nirgends kann man besser in die liebenswerte, brasilianische Lebenswelt eintauchen, als an der Copacabana. In den exotischen Strandbars werden zum eiskalten Bier köstliche Meeresfrüchte serviert, frische Säfte gepresst oder Trinkhalme in gekühlte Kokosnüsse gesteckt.

Aus unzähligen Lautsprechern ertönen heiße Rhythmen. Musik gehört zum Alltag der Brasilianer, wie das tägliche Brot. Schöne, braune Menschen flanieren vorbei, Muskelprotze posieren vor Fotoapparaten, überhaupt huldigt man ungeniert dem Körperkult, während leichtfüßige Ballakrobaten mit ihren Kunststücken die Umherstehenden beeindrucken. Die Leichtigkeit des Seins und eine fast naive Unbeschwertheit scheint auf diesem Flecken Erde ihren Ausgangspunkt zu haben. Dabei werden keine Grenzen überschritten, ein diszipliniertes Miteinander scheint den Südamerikanern in die Wiege gelegt worden zu sein.

Hier verwischen auch die Grenzen zwischen Arm und Reich, man muss schon genau hinschauen, um die kleinen Unterschiede auszumachen. In der Dünung des Atlantiks erfrischt sich die Bankiersfrau neben dem Straßenkind.

Das Stadtbild Rios ist geprägt vom kulturellen Erbe der portugiesischen Kolonialherren. Moderne Bürogebäude, schicke Appartementhäuser und die vollklimatisierten „Spiegeltürme“ international tätiger Geldinstitute lehnen sich an die monumentalen Prachtbauten vergangener Epochen.

Die mondänen Boulevards im Zentrum, mit ihren exquisiten Ladengeschäften, den Galerien namhafter Kunsthändler, den angesagten Szenekneipen und eleganten Straßencafes laden zum Bummeln und Schauen ein. Dazwischen herrliches Grün, der Duft tropischer Blütenpflanzen ist allgegenwärtig, die weißgekalkten Stämme uralter Alleenbäume erfreuen das Auge des Betrachters.

Botanische Gärten und schattige, gepflegte Parkanlagen, in denen wilde Papageien leben, bilden inmitten des städtischen Trubels zentrale Oasen der Ruhe.

Welche Metropole kann ihren Besuchern Vergleichbares bieten? Die Liste der Sehenswürdigkeiten ist lang und der Gast sollte sich bei der Auswahl auf einen guten Reiseführer und seine Intuition verlassen. Für den selbstorganisierten Trip ist das aktuelle "South American Handbook" unverzichtbar.

Neben all der Pracht und den schönen Bildern, sind die sozialen Probleme dieses sogenannten Schwellenlandes, das angetreten ist, den Anschluss an die Erste Welt aus eigener Kraft zu schaffen, nicht zu übersehen.

Auf Schritt und Tritt begegnet man den Menschen, die an diesem Reichtum kaum oder gar nicht teilhaben, den verwahrlosten Straßenkindern, gestrauchelten Kleinkriminellen und minderjährigen Prostituierten. Viele sind Analphabeten und ihr Alltag ist bestimmt von Gewalt und Perspektivlosigkeit. Sie leben in den Armenvierteln der Stadt, die weitgehend autonom organisiert sind, meist von mächtigen Drogenbossen „regiert“ werden und in denen eigene Gesetze herrschen.

Die Einsätze schwer bewaffneter Polizeieinheiten in den Favelas sind auf beiden Seiten gefürchtet und erinnern an militärische Operationen.

Diese Extreme lenken unsere Wahrnehmung unwillkürlich auf das Wesentliche, die unzähligen Möglichkeiten menschlicher Existenz und wir erfassen das Ausmaß der realen Widersprüchlichkeiten.

Es ist eine anrührende Mischung aus spannungsgeladener Wirklichkeit und sinnlicher Lebensfreude, die sich dem Besucher, inmitten einer tropisch-verschwenderischen Fülle, offenbart.

Vielleicht weckt Rio die ewige Sehnsucht nach dem Glück in uns, nach einem wahrhaftigeren Leben, ohne Netz und doppelten Boden.

Wie ein ewiges Versprechen, das wir nur einzulösen brauchen.

Die geheimnisvolle Schöne gibt sich uns hin mit einem Lächeln, ohne etwas zu fordern, verwundbar und stolz.

Auch wenn wir niemals zurückkehren, so wird sie uns doch als zauberhafte Freundin in Erinnerung bleiben, in deren Gegenwart wir uns geborgen fühlten.

Thomas Herrmann

Rio de Janeiro

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