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Eine Wüste in Dänemark - Anolt

- Ein Reisebericht -

Wir lieben die Natur. Wir mögen Dänemark. Doch dass es tatsächlich eine Wüste mitten im Kattegat geben soll, davon hatten wir bisher noch nichts gehört. Anholt heißt die kleine Insel, die uns Freunde empfahlen. Also buchten wir kurzerhand für den Frühherbst eine kleine Ferienwohnung und machten uns auf die Reise.

Nach der recht langen und anstrengenden Fahrt mit dem eigenen Auto ließen wir dieses im Hafen von Genra auf einem dortigen Parkplatz stehen, da Autos auf Anholt verpönt sind. Nach etwa drei Stunden Fahrt auf unruhiger See erreichen wir endlich den Hafen von Anholt und waren froh, als echte Landratten doch wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Eines von sechs Autos auf dieser recht kleinen Insel holte uns mit den Koffern ab und brachte uns zu unserem Urlaub im Ferienhaus auf Anholt, zu Fuß etwa 15 Minuten vom Hafen entfernt gelegen. Eine recht kleine gelbe Sommerhütte aus Holz mit rotem Dach erwartete uns, liebevoll eingerichtet im typisch dänischen Stil und einem gewissen maritimem Charme. Eine zierliche am Haus angebaute Terrasse mit Blick auf die Hinterlandschaft vervollkommnte das niedliche Häuschen, in dem wir nun die nächste Woche verbringen durften.

Die vollkommene Ruhe ließ uns nach kurzer Zeit Hast und Stress vergessen. Auf Anholt laufen die Uhren etwas langsamer und schnell passten wir uns an die Natur, der Gemütlichkeit und offenen Freundlichkeit der immerhin etwa 160 Einwohnern der Insel an. Einen Einkaufladen und einen Kiosk gab es, wo man seinem täglichen Bedarf an Lebensmitteln einkaufen konnte. Ein Stück weiter stand ein kleines Café, in welchem wir uns gern an manch windigen Tagen bei einer kräftigen Tasse Kaffee und einem Stück des frischgebackenen Kuchens aufgewärmt haben.

Wir waren überrascht von der Natur, die uns ringsum umgab. Gute 22 km² ist die Insel Anholt groß, besitzt aber über 26 km Küstenlinie mit traumhaften Dünenlandschaften und hellem gelbbraunen Sand, soweit das Auge reicht. Sand, Wasser und die Eiszeit sind die Baumeister dieses kleinen Eilands. Größere Felsbrocken, Geröll und unförmige Gesteinsformationen befinden sich im westlichen Inselteil. Hier haben sich kleinere Wachholderwälder und Kiefern angesiedelt. Die Landschaft erscheint an dieser Stelle rau und lieblich zugleich. Der gesamte Ostteil von Anholt ist geprägt von Sand, Dünen, Wüste und dem Meer. Nur 48 Meter hoch ist der Sønderberg, die höchste Erhebung von Anholt. Ganz früher, so erzählte man uns, gab es hier sogar einmal Bäume, die allerdings dem Feuer zur Sicherung der Schifffahrtswege bereits im 15. Jahrhundert nach und nach zum Opfer fielen.

Dass Anholt zu Dänemark gehört, ist eigentlich nur einem Zufall zu verdanken. Dänemark musste im Jahre 1658 im Friedensschluss zu Roskilde große Teile des Landes abtreten. Bei den Gebietsverhandlungen der Gesandten stand genau auf der Stelle, wo Anholt verzeichnet ist, ein Bierkrug, so dass diese kleine Insel damals einfach übersehen worden ist. Den Namen verdankt Anholt übrigens holländischen Seefahrern aus dem 16. Jahrhundert, die vor ihrer Weiterfahrt in die hohe See einfach an dieser Insel „anhielten“.

Partyleben und Schickeria-Bars findet man auf Anholt nicht. Die Insel ist geprägt von Wind und dem Wetter, vom Meer, vom Sand, den Dünen und den Möwen. Die Lebensader der Insel bildet die Fähre, die vier Mal die Woche verkehrt und auf Anholt fest stationiert ist. Über die Fährverbindung zum Festland regelt sich der gesamte Inselbedarf, vom Wasser bis zum Streichholz. Eine Straße gibt es auf Anholt, immerhin stolze sechs km lang und schnurgerade. Bei unserem Aufenthalt haben wir sieben Autos gezählt, davon gehörte aber wohl eines dem Polizisten, der nur für die Hauptreisezeit nach Anholt kommt und den Winter wieder auf dem Festland verbringt.

Anholt hat uns eine Woche lang mit seiner Anmut bezaubert. Ellenlange Spaziergänge am Strand, das Rascheln von Dünengräsern unter den Füßen, das Rauschen des Meeres, Möwengeschrei und ab und zu ein verirrter Seehund am Strand ließen uns zur Ruhe kommen und so richtig entspannen. Friedlich ist es auf der kleinen Insel, gemütlich und heimelig. Wir haben uns sehr wohl gefühlt. Anholt mit der größten Wüste Nordeuropas hat bei uns für unvergessliche Urlaubstage fern des hektischen Alltags gesorgt. Gerne kommen wir irgendwann wieder, um erneut einen Urlaub im Ferienhaus zu verbringen.

Anholt

Carola Schilling

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