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Einen Monat durch Europa

- Ein Reisebericht -

Im September 2010 unternahm ich eine einmonatige Rundreise durch Europa. Mit meinem Interrail Global-Pass-Ticket ging es pünktlich am ersten September los und ich begann meine Reise mit der Fahrt nach Basel. Von der Schweiz aus sollte meine Reise mit kurzem Zwischenstopp in Mailand weiter nach Rom gehen. Von dort aus mit der Fähre zum spanischen Festland nach Barcelona und Malgrat del Mar. Als nächstes Ziel stand Paris an und einige Tage später bei herrlichem Spätsommerwetter zog es mich nach London. Zum Abschluss ging es dann nach Amsterdam und von dort aus für eine Nacht nach Köln, ehe ich wieder die Heimreise antrat.

Mit meinem Reiserucksack und den nötigsten Sachen machte ich mich auf den Weg nach Basel. Da meine Eltern ihren Urlaub in Italien zu dieser Zeit planten, nahmen sie mich direkt nach Basel mit, was das Reisen natürlich entspannt angehen ließ. In Brüssel nahm ich mir für einen Nacht ein Zimmer im Marriot Hotel etwas außerhalb der Innenstadt; es sollte das letzte noble Hotelzimmer für die nächsten Wochen werden. In der Stadt angekommen schaute ich mir zuerst die Altstadt an, lief über die bekannte Rheinbrücke und spannte unten am Wasser auf den Grünflächen etwas aus. Zum Abendessen gab es ein Sandwich, da die Preise in der Schweiz unheimlich teuer sind und ich mein Budget nicht schon am ersten Tag zu sehr strapazieren wollte.

Am nächsten Tag ging ich ausgeschlafen und voller Tatendrang zum Bahnhof Basel SBB und löste eine Reservierung für den Direktzug nach Mailand. Nach drei Stunden fahrt kam ich in der glühenden Mittagssonne in Mailand an und suchte erst einmal mein Hotel, dass ich am Tag zuvor gebucht hatte. Mein Plan war es nämlich so spontan und frei wie möglich zu reisen, und wie sich später herausstellen sollte, war es die richtige Entscheidung. Mailand ist ein Laufsteg, anders kann man die modischen Frauen und Männer, die einem auf dem Boulevard entgegen kommen nicht erklären. Höhepunkt war die Besichtigung des Mailänder Doms, dessen Pompösität erst in der Realität so richtig zur Entfaltung kommt. In der Galleria Vittorio Emanuele II - der Shoppingmeile schlecht hin, genoss ich am späten Nachmittag einen Kaffee und hörte einer Klavierspielerin beim Musizieren zu. Mit diesen Impressionen lief ich abends am Kanal Nivigli entlang und tauchte in das mailändischen Nachtleben ab, dass einiges zu bieten hatte. Am nächsten Tag ging ich nach einer langen Nacht direkt zum Mailänder Bahnhof zurück, dessen Bau ein Kunstwerk für sich ist. Das nächste Ziel lautete Rom, die Stadt in der ich als Kind schon einmal gewesen bin, die aber aus meiner Erinnerung verschwunden ist.

In Rom folgten die intensivsten Tage der Reise und ich spulte so einige Kilometer in meinen vier Tagen zurück. Das Forum Romanum, das Kollosseum, die sixtinische Kapelle, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden besichtigt und fotografiert. Jeden Abend ging ich zur Spanischen Treppe und unterhielt mich mit Leuten, Abschlussklassen und anderen Reisenden, die wie ich auf der Durchreise waren. Die Nächte wurden von Tag zu Tag länger, denn meine Unterkunft "Stargate" hatte nichts mit Sternen zu tun und ich war froh, dass ich nur ein paar Stunden in der Nacht dort schlafen musste. Aber am Ende hatte ich die Erkenntnis, das vier Tage Rom immer noch viel zu kurz sind. Nach so viel Kultur freute ich mich auf die Reise nach Barcelona, da es auch das erste Mal auf einem Schiff sein würde. So fuhr ich mit dem Zug zum Hafen und musste mich erst einmal orientieren, da dort hunderte von Menschen sich tummelten und ich keinen Plan hatte mit welchem Bus ich wohin fahren musste. Also fragte ich einen Guide und nach gut einer halben Stunde saß ich im Bus zum Pier, wo mein Schiff schon auf mich wartete. Ich hatte eine Schlafsessel gebucht, der sich aber kaum zum Schlafen eignete. Also legte ich mich irgendwo an Deck auf einen Liegestuhl und versuchte für die nächsten 11 Stunden ein wenig Schlaf abzubekommen. Als ich dann am nächsten Früh schon Festland sah und wir die ganzen Transportschiffe überholten, wollte ich nur noch an den Strand und Sonne tanken.

Barcelona ist dafür einfach perfekt, denn ein langer Sandstrand bietet genügend Platz, um auszuspannen. Mein Hostel lag direkt neben den Ramblas und ich teilte mir das Zimmer mit zwei Backpackern aus Neuseeland, mit denen ich die Tage auch einige Male unterwegs war. Höhepunkt für mich war die Besichtigung des Camp Nou und der Parc de Güell, von dem man einen herrlichen Blick über Barcelona genießen konnte. Die Stadt, die Leute, der mediterrane Flair und das Feeling beeindruckten mich vom ersten Tag an. Kein Wunder also, dass ich bei meiner Rundreise fast ein Woche in Barcelona blieb. In Malgrat del Mar besuchte ich dann noch einen Freund, der gerade in der Ferienwohnung eines Bekannten Urlaub machte. Wir lagen tagsüber am Strand und abends gingen wir von Club zu Club und feierten zusammen mit Menschen aus allen Ecken der Welt.

Nächster Stopp sollte Paris sein. Die Stadt der Liebe empfing mich aber erst einmal von ihrer unschönen Seite, denn mir kam es extrem dreckig vor. Vielleicht lag das auch daran, dass ich von Barcelona verwöhnt wurde, denn dort werden die Straßen jede Nacht gesäubert. Ich ging über die Avenue des Champs-Élysées zum Triumpfbogen, der dritte übrigens auf meiner bisherigen Rundreisen. Natürlich durfte der Eiffelturm und Sacré-Cœur nicht fehlen. Auf dem Weg dorthin stieg ich aber an der falschen U-Bahn Station aus und lief den Anstieg zum Sacré-Cœur durch das schwarze Armenviertel, das wie ausgestorben wirkte. Völliger Kontrast dagegen, sobald man oben angekommen ist: Massen von Touristen drückten, drängelten und saßen auf den Treppen, während Solokünstler vergeblich versuchten Bob Dylan mit französischem Akzent zu covern. Irgendwie bedrückend, wenn man bedenkt, dass innerhalb von 200 Metern zwei verschiedene Welten aufeinander treffen.

Zum Ende meiner Rundreise fuhr ich mit dem Zug nach London, was mich einen Aufpreis von 150 Euro für Hin- und Rückfahrt kostete. Aber es lohnte sich, denn in London wartete ein herrlicher Spätsommer auf mich. Der Buckingham Palace, Big Ben und diverse Pubs wurden besichtigt. Ich sicherte mir ein Ticket für den FC Chelsea über das Internet und konnte Lampard und Co. live erleben. Da meine Rückfahrt, diesmal nach Brüssel, schon gebucht war, reiste ich über Brüssel nach Amsterdam weiter.

Dort angekommen, fühlte ich mich wie in Venedig nur mit viel mehr Fahrrädern auf den Straßen. Ein weiterer Kulturschock: Aufgrund der liberalen Drogenpolitik ist es in Amsterdam erlaubt in den Coffeeshops Gras zu kaufen und auch zu konsumieren. Statt einen Kaffee zieht man sich nach der Arbeit einen Joint hinein. Bei uns absolut unvorstellbar. Mehr als zwei Tage konnte ich aber nicht bleiben, da mein Budget so ziemlich am Ende war und ich von Köln aus auch noch ein Ticket nach Hause lösen musste. Ich fuhr also über die Grenze, ohne kontrolliert zu werden, und zog über Mönchegladbach direkt nach Köln weiter. Eine Nacht in Köln, ein Besuch im Dom und die Rückfahrt am nächsten Tag bildeten den Abschluss meiner einmonatigen Rundreise, die sich auf alle Fälle gelohnt hat. Ich würde es jeder Zeit wieder tun!

Anonym

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