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Frauenpower in Amerika

- Ein Reisebericht -

Amerika – Land der Träume, weiten Prärien, des Glamours, der Wolkenkratzer, Stars und Sternchen, Hollywood, Las Vergas, Kalifornien, Miami, New York, Grand Canyon … alles Träume, Wünsche, Phantasien. Fast jeder möchte dieses Land einmal gesehen und erkundet haben. Wer einmal da war, ist überwältigt!

Manche haben das Glück und haben Verwandte oder Bekannte in Amerika. So auch meine Familie! Das kommt daher, dass die Amerikaner bis Anfang der 90er Jahre im Hunsrück auf der Militär Airbase Hahn stationiert waren. Daher stammen noch viele Freundschaften, die aufrecht erhalten werden.

Nun war es endlich wieder soweit. Die große Reise zu unseren Freunden, der lang herbei ersehnte Urlaub nach Amerika stand an und ich freute mich riesig. Meine Mama, meine Schwester und ich – Frauenpower pur!

Früh in der Nacht ging es los. Erst einmal mit dem Auto circa zwei Stunden lang bis zum Kölner Flughafen. Von dort aus über New York zum Flughafen in Minneapolis / St. Paul. Der Flug war lang, aber schön. Meine Schwester und ich begnügten uns mit dem Bordcomputer, den jeder Passagier vor sich hatte und selbst steuern konnte. Wir schauten uns einen Film nach dem anderen an und so verging die Zeit wie im Fluge – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Filme waren alle neu und in Deutschland noch lange nicht in den Kinos zu sehen - Premiere also. Auch verschiedene Spiele ließen sich auf dem Bordcomputer spielen, von dem umfangreichen Musikprogramm ganz abzusehen.

Endlich in Minneapolis angekommen, wurden von unserer Bekannten herzlich empfangen. Für meine Schwester und mich ein doch fremdes Gefühl, da wir Liz schon sehr lange Zeit nicht mehr gesehen hatten und sie kaum noch kannten. Meine Mama hingegen hatte Tränen in den Augen und beide freuten sich sehr, einander endlich wieder zu sehen.

Bei Liz zuhause wurden wir typisch amerikanisch sofort mit Chips und Cola ausgestattet und schauten uns eine DVD an. Das Haus war sehr groß und Liz besaß alles, wovon wir nur hätten träumen können: Ein Luftspielbrett, einen Billardtisch, einen Kühlschrank mit Eiswürfelmaschine, einen Pool, einen Whirlpool, drei Pferde, ein Quad und ein Boot. Am nächsten Tag wachten wir etwas spät auf, da uns der Jetlag doch anzumerken war.

Minnesota – Land der 10.000 Seen. Wir verbrachten wunderschöne Tage. Gingen Reiten, fuhren weiter zu einem riesigen See, auf dem wir bei doch sehr starkem Wind Boot fahren und Angeln konnten. Außerdem gingen wir in ein deutsches Restaurant essen. Dieses wurde von Landsleuten aus Bayern betrieben, die jedes Jahr für ein paar Monate wieder zurück nach Deutschland reisten.

Da Liz auch arbeiten musste, bekamen wir ein Auto zur Verfügung gestellt mit dem wir tagtäglich über die Wirren der amerikanischen Highways zu den verschiedensten Shoppingmals fuhren. Wir besuchten natürlich auch das größte Einkaufszentrum Amerikas – die Mall of America. Es ist nebenbei auch das meistbesuchte Shoppingcenter der ganzen Welt und verzeichnet jährlich 42.000 Besucher.

Dort erlebten wir, was wir uns vorher nie hätten vorstellen können: Ein kompletter Vergnügungspark mit Achterbahn und Co. innerhalb der Mall! Das mussten wir natürlich ausprobieren. Aber das war lange nicht alles. Die Mall of America beherbergt darüber hinaus auch noch ein Aquarium, ein großes Kino, Diskotheken, ein Museum, einen Simulator der National Association for Stock Car Auto Racing und ein Lego Imagination Center.

Neben all den Attraktionen sollte das Shoppen natürlich nicht zu kurz kommen und machte großen Spaß, gab es doch viele Dinge zu deutlich günstigeren Preisen als in Deutschland und auch ausgefallene Artikel konnten vor uns nicht entkommen. Gut, dass wir extra einen leeren Koffer aus Deutschland mitgebracht hatten. Dieser war am Ende unserer Reise bis oben hin voll mit allerlei Kleidern, Accessoires, Deko-Artikeln und vielem mehr.

Doch unsere Reise nach Amerika sollte nach drei Wochen leider ein Ende finden. So ging es mit vollen Koffern, ein wenig Traurigkeit aber auch Freude auf Zuhause wieder nach Deutschland, wo wir noch lange und viel zu erzählen hatten.

U. Endres

Minneapolis

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