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Istanbul

- Ein Reisebericht -

Auch als Deutsche fliegt man von Athen nach Istanbul nicht unvoreingenommen. Es beginnt schon beim Namen der Stadt. In Griechenland heißt sie Konstantinopel – Stadt des Konstantins, und was groß und herrlich an ihr ist, so gefällt es den Griechen zu glauben, ist griechisches Erbe. Meiner Begleitung zuliebe flog auch ich nach Konstantinopel, aber fest entschlossen, Istanbul im Rahmen meiner selbstorganisierten Reise zu entdecken.

Wir wohnten in einem Hotel in der Nähe des Taksim-Platzes in einer Fußgängerzone, auf die das Fenster meines Zimmers hinausging. Morgens und abends sah ich die Ladenbesitzer Tischchen und Sitzgelegenheiten auf die Straße stellen und in Grüppchen Tee in schmalen, halb hohen Gläsern mit Henkel trinken. „Schwarzer Tee mit drei Stück Zucker“ erinnerte ich mich an den Titel eines Buches einer in Deutschland lebenden Türkin, das ich vor vielen Jahren gelesen hatte. Und Tee sah ich die Einheimischen viel häufiger zu sich nehmen als „türkischen Kaffee“.

Unser erster Ausgang führte uns vom Taksim-Platz einer Straßenbahnlinie folgend hinunter zum Meer. Kaum waren wir ein paar Schritte auf der Straße gegangen, kam meiner griechischen Begleitung alles vertraut, eben griechisch, vor. „Hier muss Pera sein“. Pera gilt den Griechen als ihr Viertel in Konstantinopel. Ich hielt Ausschau nach anderen Elementen und entdeckte hinter einem Tor am anderen Ende eines Hofes eine katholische Kirche. Venezianisch kamen mir die Bogen und Erker der den Hof umgebenden Klostergebäude vor.

Unsere erste Besichtigungstour führte uns zum Palast der Sultane, Topkapi-Serail, auf einer Landspitze zwischen Goldenem Horn und Marmarameer. Nach zähen Verhandlungen hatte sich ein Taxifahrer bereit erklärt, uns für zehn Lira dorthin zu fahren. Auf einem Platz vor dem imposanten Eingangstor zur Palastanlage lies er uns aussteigen. Ich durchwanderte die Palastanlage, Innenräume und Außenanlagen und erinnerte mich an einen Film mit Melina Mercouri, der späteren griechischen Kulturministerin.

Ich kämpfte mit mir, ob ich die Basilika „Haghia Sophia“ besuchen sollte, schließlich ist sie das Wahrzeichen Konstantinopels und ich wollte doch Istanbul kennenlernen. Ich kam mit mir selbst zu einer Übereinkunft und machte den Besuch von der Länge der Schlange vor den Kassen abhängig, die mir aber letztlich keinen Grund gab umzukehren. Zum Ausgleich nahm ich mir vor, gleich anschließend in die „Blaue Moschee“ zu gehen. Als ich die Basilika betrat, überkam mich ein Gefühl, das ich nur mit dem Wort „Erhabenheit“ benennen kann, und ich verstand plötzlich die Griechen, die an diesem Ort den Glanz und Ruhm beklagen, der ihrem Volk verloren ging.

Konstantinopel/Istanbul ist wie ein Baum. Die Stadt hat eine mächtige griechische Wurzel. Aber eines Tages wurden dem Baum die Äste abgeschlagen und darauf türkische Reiser gepfropft. Zwar brachte die Wurzel noch lange Zeit immer wieder Triebe hervor. Doch konnten, aus welchen Gründen auch immer, beider Triebe nicht gleichberechtigt nebeneinander bestehen. Ich kenne keine andere Stadt, in der dergleichen so deutlich wahrzunehmen ist.

anonym

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