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Jenseits des Röstigrabens: Städtetrip Genf

- Ein Reisebericht -

Als überzeugte Frankreichfans waren wir auf unserem Weg zur Cote d'Azur immer bloß durch die Schweiz hindurchgefahren, hatten vielleicht ein paar kurze Stopps eingelegt für eine Rast. Aber Urlaub in der Schweiz? Warum nicht, dachten wir, bestimmt hat auch die Schweiz mehr zu bieten als Kühe, Käse und Berge, und unternahmen im April 2011 eine 3-tägige selbstorganisierte Flugreise nach Genf. Sowohl Flug mit der Lufthansa ab Düsseldorf als auch Unterkunft hatten wir mit Hilfe des Internets gebucht.

Schon der Anflug auf die zweit größte Stadt der Schweiz (nach Zürich) ließ unsere Herzen höher schlagen: Wie wundervoll die Stadt eingebettet zwischen Gebirgsketten lag, das Juragebirge und sogar die Alpengipfel, darunter der berühmte schneebedeckte Mont Blanc waren zu sehen! Wie herrlich der Genfer See grünblau in der Sonne glitzerte! Das versprach ein schöner Urlaub zu werden.

Nach Landung und Gepäckaufnahme zogen wir uns am Flughafen das kostenlose Nahverkehrsticket, ein Bus brachte uns direkt ins Stadtzentrum, wo wir unser Hotel bezogen. Bienvenue a Geneve!

Unser erster Weg führte uns in die Altstadt mit ihren typischen gelblich-grauen Gebäuden und blumengeschmückten Brunnen, zur alles überragenden Kathedrale St Pierre aus dem 12. Jahrhundert, wo wir auch einen hölzernen Stuhl des Reformators Calvin bestaunten. Anschließend schauten wie uns als Beispiel gutbürgerlicher Wohnkultur Maison Tavel an, ein Wohnhaus aus dem 14. Jahrhundert, das heute als Stadtmuseum dient und Einrichtungsgegenstände des 16. bis 19. Jahrhunderts beherbergt. Den ältesten Platz Genfs wollten wir uns auch nicht entgehen lassen, also stiegen wir herauf zum Place-de-Bourg-de-Four und ließen uns in einem der zahlreichen Straßencafés nieder, genehmigten uns eine Schokolade á la maison (was nicht unser letztes Zusammentreffen mit der Schweizer Aushängespezialität werden sollte) und beobachteten die Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Touristen aller Länder mischten sich unter Einheimische und Businessmenschen, die mit ihren knarrender Lederschuhen und Maßanzügen bzw. -kostümen geschäftig über den Platz eilten. Ewig hätten wir noch beobachten können, doch da unser Urlaub in der Schweiz nur 3 Tage dauerte, brachen wir auf zum Parc des Bastions mit seiner Reformatorenmauer und dem Kleinod Restaurant Parc des Bastions, einem wintergarten ähnlichen Gebäude, das nicht nur Getränke, sondern auch gute Speisen servieren soll. Von einer Bekannten hatten wir jedoch einen anderen Essenstipp erhalten, das "Perfumes des Arabia" im etwas verrufenen Stadtteil Paquis, dem Rotlichtviertel in Bahnhofsnähe. Und tatsächlich: einige Damen des horizontalen Gewerbes drückten sich in Hauseingängen herum, ohne uns jedoch zu belästigen und der arabische Imbiss war hervorragend und mit 15 SFr auch bezahlbar. Gestärkt traten wir unseren Rückweg durchs abendliche Genf an.

Schokoladengenuß war das Motto des nächsten Tages. Ab Hauptbahnhof Cornavin unternahmen wir eine ca. 10 -minütige Fahrt nach Versoix zum jährlichen "Festival du Chocolat", einem Paradies für Süßigkeitenliebhaber! Verschiedene Schokoladenhersteller und Patissiere des Genfer Seengebiets hatten in einem großen weißen Zelt Stände aufgebaut, um Schleckermäulern Kostproben zu kredenzen (und natürlich auch, diese zu verkaufen). Überall konnte man die herrlichsten Schokoladenkreationen probieren! Chocaholics Heaven! Wer wollte, konnte die Schokoladenfabrik "Faverger" besichtigen, wir begnügten uns mit einem Besuch des Lagerverkaufs und mit einem köstlichen Schokoladenfondue. Schokoladeneuphorsiert fuhren wir am späten Nachmittag zurück nach Genf, schlenderten zum See, die Promenade entlang zum "Bains des Paquis", einer wunderschönen alten Freibadanlage aus den 30er Jahren, die zum Baden, Saunieren und Essen einlädt. In den Sommermonaten kostet der Besuch 2 SFr, wir zahlten im April nichts. Das dortige Restaurant ist empfehlenswert und für Genfer Preise günstig. Man kann dort ein Frühstück nehmen, das mittägliche Tagesgericht (12 Franken), abends Fondue oder andere Kleinigkeiten. Wir entschieden und für einen griechischen Salat und 2 Rotweine und ließen den Tag mit Blick auf den "Jet d´Eau" (riesige Wasserfontäne) und die Strandpromenade ausklingen.

Sonntag- Abreisetag! Glücklicherweise ging unser Flieger erst am frühen Abend und so konnten wir auch den letzten Tag noch nutzen, um uns den Genfer Hausberg, den Salève, anzusehen. Mit dem Bus Nr 8 fuhren wir bis Veyrier, um dort in die Seilbahn oben zum "Télépherique de Mont Salève" gebracht zu werden. Schon von der Seilbahn aus, noch mehr jedoch oben angekommen waren wir begeistert vom wunderbaren Panorama, das sich uns bot: ganz Genf lag uns zu Füßen, wie eine Zusammenfassung von allem, was wir bisher in dieser wunderbaren Stadt gesehen hatten: Die Altstadt, der See, sogar die Kathedrale konnten wir ausmachen. Bei mehr Zeit hätten wir gern den Salève bewandert,es gab ausgeschilderte Wege unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen, wie aber machten uns auf den Weg zum Flughafen.

Was für eine ereignisreiche Reise das gewesen war! Urlaub in der Schweiz ist wunderbar und lohnenswert, ob pauschal oder selbstorganisiert. Wir werden auf jeden Fall wieder kommen, dann auch mehr Museen besuchen und Bootstouren, z. B. ins mittelalterliche Städtchen Yvoire oder nach Montreux und zum Schloss Chillon unternehmen. Und mit ein bisschen Glück fällt unsere Reise genau in die Zeit der zahlreichen -und kostenlosen- Festivals in Genf: dem "Fete de la musique" oder dem "Fete de Genéve", wo die ganze Stadt von Musik erfüllt ist.

Josephine Freifrau von Röstigraben

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