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Kultur pur in Berlin!

- Ein Reisebericht -

Im Juni 2011 besuchte ich einige alte Schulfreunde in Berlin und ich muss sagen, dass die deutsche Hauptstadt einiges zu bieten hat...

Untergebracht war ich in Berlin-Mitte in einer typischen Studenten-WG in einem Plattenbau ("außen pfui, aber innen hui") nicht weit entfernt vom Alexanderplatz, sodass das Shoppingcenter Alexa, aber auch die historische Weltzeituhr nicht weit entfernt waren.

Ich kam Freitagabend spät an und wir brachen auf zur Oranienstraße, um Sushi zu essen, was dort zu sehr erschwinglichen Preisen angeboten wird. Überhaupt gibt es in diese Straße alles was Herz und Magen begehrt! Danach wurde noch ein Berliner Kindl in der Bar "Ä" im Stadtviertel Neukölln getrunken. Diese Bar ist gerade bei Studenten sehr beliebt!

Am Samstag machten wir uns auf zur Gedenkstätte Hohenschönhausen und ein Besuch dort ist in jeden Fall für jeden empfehlenswert. In der heutigen Gedenkstätte befand sich während der deutschen Teilung ein Stasigefängnis. Führungen durch das alte Gefängnis werden von Zeitzeugen angeboten, was einen Einblick in die grausamen Methoden der Stasi gibt. Für mich war es ein sehr bewegender und beeindruckender Besuch, der mich noch Wochen danach beschäftigt hat. Man sollte für einen Besuch drei Stunden einplanen.

Danach fuhren wir zum alten Flughafen Tempelhof. Das Gelände ist nun in einen Park umgewandelt und man kann auf den Landebahnen inlineskaten. Hier ist immer einiges los, jedoch ist der Park im Hochsommer nicht sehr vorteilhaft, da es keinen einzigen Baum gibt der Schatten spendet... also unbedingt Sonnenschirm mitbringen, ansonsten droht ein Sonnenbrand! Generell ist es einfach ein Erlebnis auf den alten Landebahnen herumzuspazieren und auch das Flughafengebäude ist immens. Abends aßen wir dann Pizza in Neukölln, denn die ist dort schon für 3€ zu haben!

Am Sonntag brachen wir früh auf um das Olympische Dorf von 1936 zu besuchen. Wenn man dieses Dorf besuchen will, sollte man genug Zeit einplanen, da man gut über eine Stunde mit Bus und Bahn unterwegs ist. Das Dorf liegt in der Nähe von Wüstermark im Ortsteil Elstal und ist ein absoluter Geheimtipp. Das Dorf ist relativ schwierig zu erreichen und deswegen ist es auch nicht sehr viel besucht. Für Leute, die ein wenig historisch interessiert sind, ist es auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Gebäude sind zum größten Teil original erhalten und werden zurzeit restauriert. So kann man zum Beispiel die alte Turnhalle, Schwimmhalle und die Sportlerunterkünfte bewundern. Man sollte sich ein Lunchpaket zusammenstellen, da das Dorf ein wenig im Nirgendwo liegt!

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die selbstorganisierte Reise nach Berlin sehr informativ, interessant, aber auch günstig war. Ich habe viele beeindruckende Orte und Menschen gesehen und bin fasziniert von meinen Erlebnissen. Also, auf nach Berlin!

Felix

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