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Kurztrip nach Schottland

- Ein Reisebericht -

Diesen Sommer hatte ich mich für eine dreitägige Rundreise durch Schottland entschieden. Zugegeben, in der kurzen Zeit würde man nicht allzu viel von dem Land entdecken können. Aber es war für mich eher eine Schnuppertour, um herauszufinden, ob sich das Sparen für einen längeren Aufenthalt lohnte.

Ich war froh, dass wir mit dem Bus unterwegs waren. So hoffte ich, mehr von der unbekannten Gegend zu sehen. Auf den Weg nach Schottland hatten wir vom Fährhafen Hull aus noch ein ganzes Stück durch England zurückzulegen. Allerdings fand ich die Aussicht, die an uns vorbeiflog, zunächst nicht sonderlich interessant. Entlang der Autobahn gab es nur verwaiste Baustellen. Bagger und Maschinen konnte man genügend sehen, bloß keine Arbeiter. Und das am Montagvormittag!

Glücklicherweise blieb es nicht so monoton. Die Landschaft änderte sich, je nördlicher wir kamen. Statt der Agrarbetriebe und der vereinzelten Rinderherden, prägten jetzt vor allem grüne Wiesen und Schafe das Bild.

Aber das war nicht die einzige Abwechslung, die wir geboten bekamen. Endlich konnte sich der Busfahrer von der Autobahn trennen. Die schottische “Wildnis” durchquerten wir nun auf einer engen, sehr hügeligen Landstraße. Es war ein bisschen wie Achterbahnfahren. Aber es gefiel mir. Denn es kribbelte schön im Bauch, und es gab Natur satt zu sehen. Diese bestand zwar hauptsächlich aus Schafen, dennoch hatte mich ein richtiges Schottland-Fieber gepackt!

Als wir am Nachmittag in der Hauptstadt Edinburgh ankamen, musste ich schmunzeln, da hier der Kreisverkehr mit einer Ampel geregelt wurde. Auffallend war auch, dass gar nicht so viele Autos unterwegs waren. Dafür hatten die Fußgänger die Stadt fest im Griff. Die Parks, Denkmäler und Bürgersteige waren von Menschenmassen belagert. Nur gut, dass wir im Bus sitzen bleiben konnten!

Bei unserer Stadtrundfahrt wurden wir von einem österreichischen Reiseführer begleitet, der klang wie der bekannte Boxkampf-Ansager Michael Buffer. Was die langgezogene Betonung der Vokale bedeuten sollte, wusste ich nicht, aber es war unheimlich lustig. So wurde der Informationsfluss auch nicht zu trocken.

Nachdem wir an verschiedenen Sehenswürdigkeiten wie dem Edinburgh Castle vorbeigekommen waren, legten wir einen Stop am Palace of Hollyroodhouse, der offiziellen Residenz der Königin von Schottland, ein. Viel besichtigen konnten wir leider nicht, da bereits etliche Gebäudeteile und Zufahrtsstraßen gesperrt waren. Denn wenige Tage später wollte Sarah, eine Enkelin der Queen, hier den Bund fürs Leben schließen. Aber wenigstens waren die öffentlichen Toiletten noch zugänglich. Das war für uns in diesem Moment lebenswichtig.

Nach einem kurzen Aufenthalt setzten wir unsere Stadtrundfahrt fort und besichtigten die im Georgianischen Stil erbaute Neustadt. Danach war es bereits Zeit, uns zum Hotel zu begeben. Dieses befand sich in dem Städtchen Erskine, in der Nähe von Glasgow. Ich war schon neugierig darauf. Doch meine Vorfreude wurde ein wenig getrübt, denn der erste Eindruck war leider nicht der schönste. Lediglich die Eingangshalle des Erskine Bridge Hotels war durch zahlreiche Blumentöpfe etwas freundlicher gestaltet.

Unser Zimmer war auch nicht auf Hochglanz geputzt. Dafür war es groß, und man konnte eine fantastische Aussicht auf die Brücke über den Fluss Clyde genießen. In der Tat gefiel sie mir so gut, dass ich stundenlang am Fenster hätte stehen können. Aber das war nicht Sinn und Zweck der Reise. Trotzdem ließen wir es ein wenig ruhiger angehen und bereiteten uns schon auf den Ausflug am nächsten Tag vor.

Am Morgen brachen wir zu unserer umfangreichen Rundfahrt um den Loch Lomond, dem größten Binnensees Großbritanniens, auf. Mit dem Wetter hatten wir endgültig Glück: Sonnenschein und angenehme 23 °C. Unsere Reiseleiterin Kathrin, eine gebürtige Schottin, die perfekt Deutsch sprach, meinte, dass es in Schottland nur drei schöne Tage im Jahr gäbe. Die mussten wir erwischt haben, denn seitdem wir hier waren, war kein Regentropfen vom Himmel gefallen.

Das Gebiet um den Loch Lomond war erstaunlich weitläufig, so dass wir tatsächlich den ganzen Tag unterwegs waren. Dennoch war es keine Sekunde langweilig. Während wir das abwechslungsreiche Landschaftsbild betrachteten, das hier beim Übergang von den Lowlands zu den Highlands besonders faszinierend war, lauschten wir den spannenden Geschichten Katrins. Sie erzählte uns viel von den Clans und der Feindschaft zwischen den Familien MacDonalds und Campbell.

Ich spitzte meine Ohren, denn es gab so Vieles über Schottland, dass ich noch nicht wusste. Gerade, als wir etwas über die landestypischen Trachten erfuhren, entdeckten wir wie aufs Stichwort am Straßenrand einen Herrn im Schottenrock. Ob seine stark tätowierten Beine auch zur “Mode” gehörten, wussten wir nicht. Aber wir hatten auf jeden Fall viel zu lachen.

Leider ging es nicht so weiter. Als wir uns einer großen Baustelle näherten, sollten wir die Finger kreuzen, weil es in Schottland Glück bringen sollte. Aber offensichtlich funktionierte es bei Ausländern nicht. Denn genau vor uns schaltete die Ampel auf Rot. Da wir nun eine halbe Ewigkeit warten mussten, gerieten wir unter Zeitdruck. Schließlich stand später noch ein schottischer Abend im Hotel auf dem Programm. So konnten wir uns weitaus weniger Zwischenstopps als geplant gönnen. Trotzdem hatte mir dieser Ausflug bisher am besten gefallen, und ich ging gut gelaunt zum Abendprogramm.

Dieses verlief jedoch anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Anstatt einer Musikgruppe in Trachten, trat eine 2-Mann-Band mit Schifferklavier auf, und es ertönte tatsächlich eine flotte Polka. Typisch schottisch war das nicht, aber wenigstens spielte der Entertainer nicht noch deutsche Seemannslieder.

Auch das Essen war besser ausgewählt. So bekamen wir das Nationalgericht Haggis auf den Teller. Gefüllter Schafsmagen klang erst mal nicht besonders lecker und verursachte eine Gänsehaut bei mir. Ich traute mich nur zögerlich zu kosten, musste aber feststellen, dass es sehr gut schmeckte.

Nach diesem ungewöhnlichen Gaumenschmaus unterhielt uns die John Carmichael Band mit Musik und animierte uns, das bekannte Volkslied “The Bonnie Banks of Loch Lomond“ anzustimmen. Kaum war unsere Gesangseinlage verklungen, führten zwei kleine Mädchen landestypische Tänze auf. Danach beendeten wir diesen Abend, denn am nächsten Morgen mussten wir beizeiten auf den Beinen sein. Unsere Abreise stand leider bevor.

Ich konnte nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen war. Die erlebnisreiche Rundreise in Schottland werde ich jedoch noch lange in schöner Erinnerung behalten, zumal uns in Deutschland wieder der Regen empfing.

Anonym

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