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Last Minute Kurztrip Heiligenhafen – Lebendige Ostseevielfalt

- Ein Reisebericht -

Das anerkannte Seeheilbad Heiligenhafen bietet seinen Gästen eine einzigartige Vielfalt. Für mich persönlich stand die reizvolle Natur im Vordergrund, eine inspirierende Küstenlandschaft mit vielen Gesichtern, Ostsee für alle Sinne: Steilküste, das Naturschutzgebiet Graswarder, kilometerlanger Sandstrand. Dann ist da das Herz der Stadt, der Hafen. Und in der Altstadt pulsiert das Leben. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Ostsee spüren

Manchmal frage ich mich, wie es passieren konnte, dass ich als "Landpflanze" geboren und aufgewachsen bin. Seitdem ich mit 14 mein erstes Date mit der See hatte, stehe ich in ihrem Bann. Deswegen packt es mich bisweilen aus heiterem Himmel, einfach so, und ich durchforste das Internet spontan nach Last Minute Angeboten an der Küste. Genau das geschah auch dieses Jahr wieder. Und diesmal verschlug es mich zu einem Kurztrip in das entzückende Städtchen Heiligenhafen, in das ich mich augenblicklich verliebte. Trotz Auffahrunfall bei der Anreise, trotz unsommerlichen Wetters, trotz Magenverstimmung waren es vier himmlische Tage! Nachdem ich A7 und A1 bis zum bitteren Ende bezwungen hatte, gelangte ich in den Ferienpark Heiligenhafen, wo ich eine Ferienwohnung für drei Nächte ergattert hatte. Außerhalb der Ortslage und in unmittelbarer Strandnähe gelegen, ein Ferienpark mit rund 1700 Appartements und 6800 Betten. Nun ja, rein optisch normalerweise nicht gerade mein Fall; aber so Hals über Kopf in der Hauptsaison ist die Auswahl doch sehr begrenzt. Und die Ferienwohnung war auch wirklich nett und gepflegt. Sogleich nach meiner Ankunft erkundete ich die direkte Umgebung und landete an der Backbord gelegenen Steilküste: die erste Facette der lebendigen Naturvielfalt von Heiligenhafen.

Die Steilküste

Von rechts aus dem Ortskern kommend führt die kilometerlange Strandpromenade direkt am Ferienpark vorbei. An deren Ende trotzt der „Mann im Sturm“, eine eiserne Statue, Wind und Wetter der Ostsee. Danach beginnt der unbefestigte Teil des Küstenweges, der sowohl unten entlang des Strandes als auch oben entlang der Abbruchkante seine Reize hat. Der Blick auf die Kieler Bucht im Westen und die Fehmarnsundbrücke im Osten ist herrlich. An diesem ersten Abend kam ich nur bis zum Leuchtturm am sogenannten Hohen Ufer. Dann kleidete sich der Himmel schon langsam in die prächtigsten Purpurtöne, was mich bewog, den Heimweg anzutreten. Die dunkle Silhouette eines einsamen Anglers hob sich am Horizont vor der untergehenden Sonnenscheibe ab. Doch am Abreisetag, dem Sonntag, erkundete ich diese wundervolle Landschaft noch weit darüber hinaus, bevor ich die lange Autofahrt heimwärts antrat. Am Strand entdeckte ich zwischen den unzähligen Steinen einen tennisballgroßen Hühnergott, der nun meine Sammlung ziert. Außerdem machte ich einen Abstecher in eine nahegelegene Nurdachhaussiedlung, nur ein paar Hundert Meter vom Kliff entfernt. Das sind Häuser, die nur aus Dach bestehen, also keine Seitenwände haben. Einen seltsam anmutenden Anblick boten die Kühe auf den Wiesen direkt vor den Hochhäusern des Ferienparks.

Badestrand und Hafen

Am folgenden Tag, einem Freitag, schlenderte ich die Promenade steuerbords, stadteinwärts. Die Badestrände waren wegen des kühlen, wechselhaften Wetters nicht allzu gut besucht. Hartgesottene Beachfans drückten sich in die Strandkörbe, um sich vor den schneidenden Böen zu schützen. Über vier Kilometer Sandstrand sind normalerweise ideal für Sonnenanbeter und Wasserratten wie mich. Doch bei 17 Grad Lufttemperatur und dicken Wolken am Himmel verspürte ich keinerlei Lust auf einen Sprung ins kühle Nass. Im Ortskern angekommen stieß ich unmittelbar auf den Hafen, wo den ganzen Tag über reges Treiben herrscht. Ich mag den typischen Geruch nach Salz und Fisch. Hier sind Heiligenhafens Wurzeln. Die frechen Möwen stolzieren auf der Mole entlang und versuchen den Fischern ihren kostbaren Fang abzuluxen. Ihr Ruf klingt nach Weite, nach Fernweh. Die Wellen klatschen an den Kai. Ein Brötchen mit fangfrischem Hering in den Händen ließ ich die Szenerie tief auf mich wirken.

Das Naturschutzgebiet Graswarder

Auf meinem Stadtrundgang hatte ich erfahren, dass im Naturschutzgebiet Graswarder naturkundliche Führungen angeboten werden. Also fuhr ich am Samstag mit dem Auto in die Stadt, um mir meine Kräfte für die bevorstehenden Erkundungen aufzusparen. Beim Streifen des Yachthafens träumte ich davon, mit einem dieser mondänen Boote die warmen Fluten des Mittelmeeres zu durchschneiden. Nach dem Yachthafen beginnt der Graswarder, eine weitere Facette der lebendigen Naturvielfalt von Heiligenhafen. Malerische, teilweise reetgedeckte Fachwerk- und Holzhäuser tragen zu der besonderen Silhouette dieses Landstriches bei. Nach einer knappen halben Stunde Fußmarsch gelangte ich zum Naturschutzgebiet, das nur unter Begleitung von Naturschutzwarten oder -wärterinnen betreten werden darf. Die Führung bot erstaunliche Einblicke in die Nehrungshalbinsel mit ihren Lagunen, Dünen und Salzwiesenbiotopen. Wir Besucher konnten die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt dieser Landschaft buchstäblich erleben und begreifen. Den Rückweg nahm ich am Strand entlang. Plötzlich kündete der bis dahin recht freundlich dreinblickende Himmel ein Unwetter an. Innerhalb weniger Minuten wurde das Firmament stockfinster. Die regenschweren Wolken rasten nur so über mir dahin. Und die Wellen schlugen wie in heftigem Zorn an den menschenleeren Strand. Ich suchte an einem der hübschen Einfamilienhäuschen Schutz vor den tobenden Elementen und beobachtete das schaurig-schöne Schauspiel. Nach etwa zehn Minuten war der Spuk vorbei. Tausende Regentropfen funkelten an den fächerförmigen Halmen des Strandhafers, der die Dünen besiedelt. Das aufgewühlte Meer hatte unzählige Muscheln, Schnecken, Seeigel, Krabben und andere Kostbarkeiten an den Strand gespült. In kindlicher Freude füllte ich meine Taschen und schlenderte durchnässt, aber glücklich zum Auto.

Inspiration

Der berühmte deutsche Dichter Theodor Storm wurde im Jahr 1881 in Heiligenhafen inspiriert und schrieb seine Novelle „Hans und Heinz Kirch“, deren Schauplatz hier angesiedelt ist. Auch mich hat mein Last Minute Kurztrip nach Heiligenhafen inspiriert. Dieser vielfältige Küstenabschnitt mit seiner charakteristischen Steilküste, Gras- und Steinwarder, den Dünen und dem Sandstrand, dieses charmante Städtchen direkt vor der Insel Fehmarn hoch im Norden Schleswig-Holsteins hat mich zu einem Gedicht inspiriert.

Mit allen Sinnen

Der Anblick der Tiefe und Weite

von kristallklar über unendlich bis bleigrau

Der Geruch nach Salz und Tang

von lieblich über würzig bis stinkend

Das Gespür für Wind und Wasser

von streichelnd über prickelnd bis peitschend

Das Geräusch der Wellen und Möwen

von plätschernd über kreischend bis ohrenbetäubend

Der Geschmack von Meer und Fisch

von genüsslich über salzig bis tranig

Ein Reisebericht von: KaPoKreativ

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