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London für Insider

- Ein Reisebericht -

Es gibt wohl kaum eine Stadt in Europa, die ähnlich fasziniert wie London. Als Hauptstadt von Großbritannien ist London einerseits Regierungssitz, andererseits schillernde Metropole. Fast jeder, der den Namen dieser Stadt hört, hat eine Geschichte dazu oder will unbedingt einmal dort hin.

So ging es auch mir, als ich jede Menge Reiseführer zu meinem geplanten selbstorganisierten Urlaub las. Die verfügbaren Angaben waren so vielfältig, dass ich es bald aufgab. Was ich damals noch nicht wusste: So zahlreich die Reiseführer, Bücher und Blogs über London sind, so facettenreich ist auch die Stadt selbst. Aber dazu später mehr.

Ich wagte mich also ins Flugzeug und flog nach London. Natürlich kommt man auch über den Ärmelkanal auf die Insel (per Fähre), oder durch den Tunnel, der unter dem Ärmelkanal hindurch führt. Jedoch war beides keine Option für mich, so blieb also nur noch das Flugzeug. Dies stellt, ganz nebenbei bemerkt, auch die günstigste Variante für mich dar, da ich sehr weit von der Küste entfernt wohne, einen Flughafen aber praktisch "vor der Haustür" habe. Nun, meine Flugangst war schnell vergessen, und nach einer knappen Stunde landete ich auf dem Londoner Flughafen Heathrow, um meinen selbstorganisierten Urlaub zu beginnen. Bereits hier staunte ich über die Effizienz und die Ordnung, die ich fortan in ganz London finden würde. Die Beschilderung war sehr gut, und wer des Englischen einigermaßen mächtig ist, wird in London keinerlei Probleme haben. Besonders amüsiert hat mich der auf dem Asphalt aufgemalte Hinweis, vor dem Überqueren der Straße nach RECHTS zu schauen... in England herrscht bekanntlich Linksverkehr, und für Touristen ist dies eine ziemliche Umstellung. Daher dieser nett gemeinte Hinweis, der mein eigenes Leben vermutlich einige Male gerettet hat.

In London kann man mit öffentlichen Verkehrsmitteln überall hin kommen, die Infrastruktur ist hervorragend. Allerdings würde ich niemandem, der sich nicht gut auskennt, raten, einen der für London so berühmten Doppeldeckerbusse zu wählen. Zum einen halten die Busse an den Haltestellen nur auf Handzeichen; gibt man keines, rauscht er einfach vorbei (das ist mir tatsächlich passiert, bis ich bei den Londonern gesehen hatte, wie es funktioniert!). Dann aber, und das ist wirklich "tricky", gibt es meist keine Durchsagen der Haltestellen in den Bussen. Es gibt auch keine Anzeigetafel. Kurz gesagt, man muss genau wissen, wo man hin möchte, wie die Haltestelle heißt und wo sie sich befindet; sonst verpasst man sie. Ich habe kaum Menschen gesehen, die den Bus allein benutzt haben; selbst die Londoner fahren mindestens zu zweit damit. Ich habe mich ein paar Mal ziemlich verfahren und beschloss fortan, die U-Bahn zu nehmen.

Das U-Bahn System in London ist nämlich schlicht perfekt. Zunächst kommen die U-Bahnen ungefähr alle fünf Minuten, wenn nicht noch häufiger. Das einzige Mal, dass ich auf eine U-Bahn warten musste, war um ein Uhr nachts; da wartete ich lächerliche acht (!) Minuten auf eine Bahn, die dann aber auch immer noch gut besucht war. In der U-Bahn selbst wird jede Haltestelle angesagt, und es hängen überall Linienpläne, so dass man immer weiß, wo man sich gerade befindet; Verwirrung ausgeschlossen!

Dann gibt es Regeln, wie man zu gehen hat, auf welcher Seite der Treppe usw., damit man sich aufgrund der enormen Menschenmenge nicht dauernd anrempelt (passiert dies versehentlich doch, wird sich sofort entschuldigt). Was in Deutschland müde belächelt und ignoriert wird (es gibt diese Regeln hier eigentlich nämlich auch!), klappt in London wunderbar... nur die Touristen machen es hin und wieder falsch. Aber wenn man sich daran hält, kommt man ohne Probleme durch diese große, volle Stadt. Das Ticketsystem ist bei genauerer Betrachtung ziemlich einfach. Tipp: Niemals Einzelfahrscheine lösen! Sie sind gnadenlos überteuert. Lieber eine Day Travel Card besorgen (gibt es für verschiedene Zonen günstig in nahezu jedem Geschäft), oder eine Oyster Card, die aufgeladen werden kann und nur die Beträge abbucht, die man wirklich verfahren hat, maximal bis zu dem Betrag, den auch eine Day Travel Card kosten würde.

Das Essen in London ist auch nicht so schlecht wie sein Ruf. Zum einen gibt es natürlich bekannte Fast Food Ketten, so dass man auch Dinge essen kann, die man von zu hause her kennt. Es ist auch nicht so teuer, wie man annehmen würde. Zum anderen aber ist die englische Küche im Normalfall durchaus genießbar, besonders wenn es ums Frühstück geht. Nur den Kaffee sollte man vergessen; ich habe in ganz London keinen anständigen Kaffee bekommen. Auch sollte man nicht versuchen, Sausages selbst zu machen; es genügt nicht, die Dinger einfach wie unsere Würstchen in die Pfanne zu werfen!

Obwohl London jedes Jahr Millionen Touristen anzieht, die sich die Tower Bridge, Big Ben oder auch den Buckingham Palace ansehen möchten, sind die Londoner alles andere als genervt. Auch sagt man den Briten eine eher kühle und distanzierte Art nach; davon konnte ich allerdings rein gar nichts entdecken. Im Gegenteil: Die Londoner kamen mir sehr freundlich, offen und hilfsbereit entgegen, und zwar alle, unabhängig von Stadtteil oder Vermögen. Um London von einer Seite kennen zu lernen, die anders war als das, was man Touristen normalerweise zeigt, hatte ich mich bei meinem selbstorganisierten Urlaub im Arbeiterviertel Walthamstow eingemietet. Dort lernte ich, dass London einfach alles ist: Modern, traditionsbewusst, hip, fröhlich, ernsthaft, normal, schillernd. Man kann die Vielseitigkeit dieser Stadt einfach nicht in Worte fassen; London ist wie eine eigene kleine Welt. Vielleicht muss man genau das mögen, um in London mehr zu sehen als eine pulsierende Metropole, die niemals schläft, aber ich persönlich habe in der Stadt mein wahres Zuhause gefunden. Ich komme dort an und möchte nicht mehr gehen. Die Menschen haben keine Vorurteile. Auf der bekannten Einkaufsstraße Oxford Street, wo sich auch das berühmte Kaufhaus Harrods befindet, kann es passieren, dass einem ein gut gekleideter Geschäftsmann entgegen kommt und gleich darauf ein abgerissener Punk; und keiner stört sich am anderen. Die Offenheit ist in London einmalig, und wenn es einen Ort gibt, an dem ich mich wirklich frei fühlen kann, dann ist es diese Stadt. Natürlich ist London nicht für jeden etwas; aber zumindest hat die Stadt für jeden etwas zu bieten.

Patrick C.

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