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Marseille - Hafenstadt mit rauem Charme

- Ein Reisebericht -

Der TGV legt die letzten Kilometer in Richtung Marseille zurück und ich kann meinen Blick nicht vom Fenster wenden. Ockergelbe Felder und dunkelgrüner Zypressen säumen den Horizont, dazwischen erheben sich graue Kirchen und Wohnhäuser. Wir passieren Arles, die Stadt, in der Van Gogh einen Teil seines Lebens verbrachte. Nun, da ich die Umgebung mit eigenen Augen sehe, verstehe ich, wie sehr diese Gegend seine Kunst geprägt hat.

Als ich eine halbe Stunde später den Zug verlasse, empfängt mich die Stadt mit glühender Hitze. Nachdem ich mich durch das Gewühl des Bahnhofs St.Charles gekämpft habe, genieße ich von den majestätischen Treppen aus die Aussicht auf Marseille. Auf einem Hügel hoch über der Stadt thront die Kirche Notre Dame de la Garde, die ich auf jeden Fall besichtigen möchte. Zunächst mache ich mich aber mit Celia und Rica auf zum Vieux Port, dem alten Hafen im Herzen Marseilles, wo sich eine Bar an die andere reiht. Weißgestrichene Boote schaukeln sanft im Wasser, es riecht nach Fisch und Salzwasser, das Kreischen von Möwen erfüllt die Luft. Doch gleich nebenan verläuft eine belebte Hauptstraße, Menschenmassen drängen in die U-Bahnstation, Touristenhorden sammeln sich vor den Anlegestellen der Ausflugsboote - Marseille steht niemals still.

Abends spielt sich hier rund um den Vieux Port das Nachtleben ab. In den kleinen, belebten Bars trifft man sich auf ein Glas Wein, danach geht es weiter in die Clubs, wie etwa den "Trolleybus", der sich in einem alten Kellergewölbe befindet und wo auf drei Tanzflächen zu Elektromusik getanzt wird. Wer gut essen gehen möchte, ist hier ebenfalls an der richtigen Adresse. Zahlreiche Restaurants stellen einen vor die Qual der Wahl, unbedingt probieren sollte man aber Marseilles traditionelle Fischsuppe, die "Bouillabaisse".

Nach einer langen Nacht zieht es uns am nächsten Morgen an den Strand, der mit dem Bus gut zu erreichen ist. Wer sportlich ist, kann die Strecke auch zu Fuß zurücklegen, sollte dabei aber durchaus eine Stunde einplanen.

Mitte September ist das Wasser noch angenehm warm und zieht sowohl Einheimische als auch Touristen an.

Wer mehr Zeit hat, kann noch weiter in die Randbezirke der Stadt fahren. Dort wird man mit einem atemberaubenden Blick auf die Frioul-Inseln und die ersten Ausläufer der Calanques belohnt und kann sich an einer der abgelegenen Felsbuchten ins kristallklare Wasser stürzen. Auch für Tauchfreunde ist Marseille ein Paradies. Unterhalb des Meeresspiegels verbergen sich mehrere Wracks, die besichtigt werden können. Am Vieux Port werden zudem regelmäßige Bootstouren zu den Calanques und den Frioul-Inseln, auf denen sich das Château d’If befindet, angeboten.

Um unser Reisebudget zu schonen, kaufen wir unser Abendessen im nahegelegenen Supermarkt. Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Ketten, auch Lidl ist vertreten. Besonders charmant sind die kleinen Lebensmittelläden, die eine große Auswahl an frischem Obst und Gemüse bieten. Die Bäckereien haben lange geöffnet und locken mit duftenden, noch ofenwarmen Baguettes.

Der nächste Tag unserer selbstorganisierten Reise beginnt mit einem Ausflug nach Cassis, einem kleinen, malerisch zwischen grünen Hügeln gelegenen Städtchen, mit einem wunderschönen Hafen. Der Weg nach Cassis führt direkt am Meer entlang, mit einem atemberaubenden Blick auf die Calanques, die grauen Felsklippen, die Marseilles Umgebung prägen.

Eine Fahrt mit dem Touristenbus, der in regelmäßigen Abständen von Marseille nach Cassis verkehrt kostet nur 2,50 € (einfache Fahrt) und ist definitiv zu empfehlen. Informationen gibt es im Touristenbüro (4, la Canebière, Marseille).

Die verbleibenden Tage nutzen wir nun, um Marseilles Stadtzentrum zu erkunden, dabei darf ein Abstecher zu Marseilles Wahrzeichen, der Kirche Notre Dame de la Garde natürlich nicht fehlen.

Der Aufstieg ist anstrengend, aber jeder Schritt lohnt sich. Wer oben angekommen ist, den erwartet ein atemberaubender Blick über die Dächer Marseilles, in der Ferne lassen sich das Château d'If und ein Leuchtturm ausmachen. Das Innere der Kirche ist ebenfalls beeindruckend. Die Decke ist aufwendig verziert und wird von rot-weißen Säulen getragen. An den Wänden hängen kunstvolle Gemälde, die meisten von ihnen zeigen den Hafen Marseilles mit der Kirche im Hintergrund. Da die Kirche den Seefahrern geweiht ist, baumeln vor dem Altar kleine Schiffsminiaturen von der Decke.

Nach einer Stärkung in einem der vielen Cafés im Zentrum, machen wir uns auf den Weg in Marseilles ältestes Stadtviertel: Le Panier. In den kleinen, engen Gassen reihen sich farbenfroh verputzte Häuser aneinander und verleihen dem Stadtteil seinen ganz eigenen Charme. Besonders bekannt ist das Café "Les 13 Coins", einer der Hauptdrehorte der französischen Serie "Plus Belle la Vie".

Im Jardin de Pharo, einem großzügig angelegten Park mit schattigen Grünflächen lässt es sich wunderbar entspannen, die belebte Shoppingmeile „Le Canebière“ lädt zum Bummeln ein. Besonders interessant ist auch das Antiquitätenviertel, wo man in Kunstgalerien, China- und Antikläden nach verborgenen Schätzen stöbern kann („Les Antiquaires du Quartier Rostand“, Marseille 6ème).

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