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Mein Städtetrip nach Hamburg

- Ein Reisebericht -

Mit dem eigenen Auto bin ich nach Hamburg über die Autobahn angereist und hatte für die Dauer des Aufenthaltes geplant, das Auto nicht vor der Rückreise wieder zu benutzen.

Mein Hotel lag in Hamburg-Altona, ca. 10 Min. Fahrt von der Autobahnabfahrt entfernt. Ich war gegen 14.00h vor Ort, bezog mein Zimmer und machte mich sofort auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Nach der längeren Autofahrt wollte ich auf jeden Fall nicht mehr sitzen und machte mich zu Fuß auf in die Innenstadt, d.h. zur Binnenalster. Es wäre aber durchaus einfach gewesen, mit dem Bus oder der S-Bahn das Ziel zu erreichen, welche beide Abfahrgelegenheiten in direkter Nähe zum Hotel haben. Wer länger in Hamburg bleiben möchte und das Auto stehen lassen will, sollte evtl. die sogenannte Hamburg-Card erwerben. Mit dieser Card verbilligen sich alle öffentlichen Verkehrsmittel, sie ist in allen unterschiedlichen Verkehrsmitteln zu nutzen, ohne jedes Mal neue Tickets lösen zu müssen und bietet noch zahlreiche Vergünstigungen in verschiedenen Touristenattraktionen. Man kann die Card für unterschiedlich lange Zeiträume kaufen.

Aber ich war ja zu Fuß. Ein erstes Abenteuer erlebte ich schon beim Zusammentreffen mit mir und den Hamburger Fahrradfahrern. Diese haben fast immer kombinierte Rad- und Fußwege zu befahren, welche leider schlecht gekennzeichnet sind. Hier gehen sie aber davon aus, dass man jederzeit damit rechnet und nicht erschrickt, wenn man in "äußerst flotten Tempo" überholt wird, evtl. aufmerksam gemacht durch ein dezentes Klingeln. Seltsamerweise ist in allen Tagen nichts passiert. Die Fahrer selbst sind bestens ausgerüstet mit Helmen und Beleuchtungen und Radschlössern, mit denen der gesamte Fahrradrahmen an irgendwelchen Halterungen angeschlossen wird.

Die an meinem Hotel beginnende Hauptstraße führte direkt bis in die Innenstadt und unterwegs kam ich am Musicaltheater Neue Flora vorbei, in welchem z.Zt. "Tarzan" gespielt wird. Geht man von Altona in die Stadtmitte, führt der Weg auch über St. Pauli am Millerntorstadion vorbei. Ein kurzes Stück weiter baut sich drei mal im Jahr ein 4-wöchiger Jahrmarkt am "Dom" auf. Wie in jeder Großstadt wird auch in Hamburg viel gebaut. An der nächsten großen Kreuzung geht man evtl. zu "Planten und Blomen", ein großer Park mit Wasserflächen und einem darin befindlichen maritimen Museum. Die gegenüberliegende Seite zeigt eine große Statue von Otto von Bismarck in einem kleinen Park. Hier entsteht im Moment auch das sogenannte "tanzende Haus". Ein riesiges Bürogebäude mit schrägen Fassaden zu geraden Fenstern, was die unruhige Optik erklärt. An dieser Stelle beginnt auch auf dem Geweg rot aufgemalt der "Hummel-Bummel". Dies ist eine Orientierungshilfe an für die Stadt typischen Stätten vorbei.

Ab hier ist der Wasserduft schon fast zu riechen (natürlich eingebildet) und die letzten Meter führen durch exklusive Einkaufsstraßen direkt zwischen Skater und Fußgänger hindurch an die Binnenalster. Wer evtl. ins Ohnsorgtheater möchte und einen nicht ganz aktuellen Stadtführer hat, muss dieses nun am Hauptbahnhof suchen. Ich war erst leider auch falsch.

Wunderbar sehenswert waren auch die Landungbrücken mit ihren zahllosen Schiffen für Hafenrundfahrten. Ab hier gelangt man auch zum Musical "König der Löwen". Wer einen ganzen Tag Zeit mitbringt, ich habe es getan, erlebt die Speicherstadt als Zeitreise zurück in den Handel mit Kaffee, Tee, Gewürzen, Teppichen und unendlich vielen anderen Waren über die Seewege aus der Stadt in die Welt. Auch in diesem Bereich der Stadt wird unglaublich viel gebaut.

Am nächsten Tag war ich wieder zu Fuß unterwegs. Diesmal auf der Elbchaussee. Hier sieht man wunderbare alte aber auch neue Villen, Kapitänshäuser und Häuser am Hang des Elbufers. Will man von hier aus an die Elbe, führen Treppen mit ca. 150 Stufen an mehreren Stellen den Hang hinab. Man steht am Ufer und kann riesige Frachtschiffe und, wenn man Glück hat, auch Kreuzfahrtschiffe aus nächster Nähe vorbeifahren sehen.

Den für Hamburg typischen Gang über die Reeperbahn habe ich mir geschenkt und bin dafür ausnahmsweise mit dem Auto zum Tierpark Hagenbeck gefahren. Er ist schon ziemlich alt, was man an einigen Stellen deutlich merkt, dafür gibt es ein großes Elefantengehege und eine riesige "Eismeerwelt" ist im Bau, die im Frühjahr 2012 mit Robben, Pinguinen und Eisbären eröffnet wird.

An allen Tagen meines selbstorganisierten Urlaubs war es immer möglich, einen Einkaufsbummel einzulegen und in kleinen und großen Restaurants gut zu essen. Wer es mag, so wie ich, findet noch wunderbare Kirchen zum Anschauen und auf jeden Fall hat sich am ersten Tag gelohnt, dass ich eine Stadtrundfahrt in einem Bus gemacht habe. Die mitfahrenden Führer sind nicht nur immer für einen guten Spruch zu haben, sondern zeigten auf Plätze, die ich sonst wohl nicht wahrgenommen hätte.

Hamburg

anonym

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