Mein Urlaub in 1001 Nacht
- Ein Reisebericht -
Hallo!
Ich bin deutsche Staatsbürgerin, jedoch liegen meine Wurzeln in dem orientalischen Paradies von Marokko. Ich war bisher nur einmal in meinem gesamten Leben dort, zusammen mit meinen Eltern und deswegen habe ich beschlossen, dort meinen Osterurlaub zu verbringen. Mit der Sprache hab ich kein Problem gehabt, denn meine Muttersprache ist arabisch.
Zuerst wollte ich fliegen... aber es gab keinen Direktflug von meinem Wohnort aus in die Heimatstadt meiner Eltern... also fuhr ich nach Marokko, über Frankreich und Spanien. Französisch hatte ich damals in der Schule, jedoch ist davon nicht soviel übrig. Spanisch spreche ich beinahe fließend, denn ich habe dort auch Verwandte und hatte diese wunderschöne Sprache in der Schule.
Tag des Aufbruchs. Mit meinem vollgepackten Passat fahr ich um 12 Uhr Mittags los. Eine Tortur.Langweilig, das Raido geht einem auch irgendwann auf die Nerven und unglaublich ermüdend. Das waren für mich die ersten 200 km bis nach Frankreich. Danach jedoch waren sie Stress pur. Ich hatte eine Panne in Frankreich - ausgrechnet Frankreich!- in dem Land in dem kein Mensch eine andere Sprache als französisch auf spricht und in der meine Kentnisse gerade so reichen, um nach der Toilette zu fragen. Also rief ich meine Versicherung an die mir in dem Moment nicht weiterhelfen konnte, da die Autobahn privat war ( wer kauft schon einfach so eine Autobahn?). Ich musste den verdammten geplatzten Reifen also selber mit viel Müh auswechseln.
Mit ein wenig Verspätung fahr ich weiter und passiere die Grenze von Spanien - und bin glücklich. Das ist das Terrain in dem ich mich auskenne. Ich erreichte Almeria um circa 5 Uhr in der Nacht und konnte sofort auf das Schiff. Sogar eine Kabine für mich alleine hab ich bekommen!
Ausgeruht und unglaublich aufgeregt betrete ich , öhm.. fahr ich, auf dem Boden von Marokko, in der Stadt Nador. Mein erster Eindruck : Wow. Überall Menschen in Djellabas, Fischverkäufer mitten auf der Straße und viele Polizisten, die die Autofahrer aus dem Schiff geleiten.
Ich fahre nach OUJDA, der Heimatstadt meiner Eltern und schließe überglücklich das Haus auf das meinen Eltern gehört. Ich dusch erst einmal und begebe mich sofort ins Bett.
Am nächsten Tag zieh ich mir eine Djellaba an und gehe in die wunderbaren Souks, also den täglichen Märkten einkaufen. Hier fühlt man sich erst richtig im orientalischen Paradies. Genau wie in den Märchen gab es auch hier Schlangenbeschwörer, die etwas aufdringlichen Männer , die in dem roten Traditionellen Gewandt Wasser verkaufen und die vielen kleinen Snack Stände mit allerlei traditionellen Leckereien: Swinsch Stände ( Eine Art Donut), Kaskrot ( Brot mit gebratenem Fleisch), Kifta( Hackfleisch), alle Gerüche drangen zu mir und bildeten eine wunderbare Mischung, in der ich mich sofort wohlfühlte. Den ganzen Tag verbrachte ich dort.
Nachmittags kochte ich dann einen arabischen Eintopf, dessen Zutaten ich frisch vom Souk hatte. Nach dem Essen hab ich mich ausgeruht und bin Abend dann noch mal in die Stadt gegangen. Abends in der Stadt- ein Himelweiter Unterschied zu Morgens.Fast alle Häuser werden mit Licht beschienen,was in der Nacht den orientalischen Ausdruck verstärkt. CD Läden spielen in ihren Boxen die neusten Hits- auch aus Deutschland. Der Juwellier hat tolle Angebote und der KaftanShop bietet die neusten marokkanischen Trends an.
Marokko ist einfach unglaublich schön... Wie eben in 1001 und einer Nacht
Anonym
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