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Mosel, Riesling und Kartoffelhaus – Urlaub in der Heimat

- Ein Reisebericht -

REISEBERICHT TEIL II

Bereits in meinem ersten Reisebericht ("Campingurlaub Senheim an der Mosel – ein Fluß mit Me(e)hrwert") erzählte ich darüber, wie schön die eigene Heimat sein kann. Urlaub auf Balkonien war gestern, heutzutage ist das Kennenlernen der eigenen Umgebung modern und das bedeutet raus in die Natur und Erkundungen in der eigenen Umgebung wagen.

Für uns zumindest.

Hier ist also Teil II vom Erlebnis: Selbstorganisierter Urlaub.

Eckdaten der Reise zur Erinnerung:

Los ging es von Niedersohren im Hunsrück. Vier Urlaubstage und drei Nächte waren eingeplant, Reiseziel solle dann am 3. Tag Beilstein sein. Ein herrlich gelegener Ort direkt an der Mosel mit einer bemerkenswerten Innenstadtführung, doch dazu später mehr.

(Und das, obwohl man Hunsrückern und Moselanern nach sagt, dass sie sich beide nicht leiden können, beziehungsweise, dass ein Moselaner lieber zwanzig Hochwasser aushalten würde, als eine Nacht auf dem Hunsrück zu verbringen. Hunsrücker sagen Ahnliches :-)

Gesamtstrecke: Rund 40 Kilometer, ganz genau 36 km.

Wir waren zu Fuß und per Tramping unterwegs, ausgestattet mit Campingutensilien in einem großen Wanderrucksack.

Im letzten Reisebericht unseres selbstorganisierten Urlaubs mit Reiseziel Beilstein befanden wir uns in Senheim an der Mosel.

Die Mosel war unser ständiger Begleiter, denn wir wanderten auf dem Rad- und Fußgängerweg links des Flusses.

Am 2. Tag, Ankunft in Nehren, wechselten wir allerdings in Senhals die Seiten und fanden uns in Senheim auf dem Luxuscampingplatz „Holländischer Hof“ wieder.

2. Tag Senheim – „Sind wir etwa in Holland?“

Senheim erreichten wird doch recht fit.

Auf dem 4 Sterne „Campingplatz Holländischer Hof“ kamen wir euphorisch an und beschlossen hier zu bleiben, schließlich ist man ja im Urlaub . Man muss sich also was gönnen.

Auch wenn wir ungern auf Abenteuer und das, leider in Deutschland nicht erlaubte, Wildcampen verzichteten, so war es doch vernünftiger und vor allem legaler, sich in dafür vorgesehene Gebiete nieder zu lassen. Unser Budget war zwar recht niedrig bemessen, aber wie bereits gesagt: Wir waren ja im Urlaub.

Außerdem riefen die Campingduschen regelrecht unsere Namen und so landeten wir, nachdem das Einchecken bei einem holländischen Angestellten keinerlei Schwierigkeiten bereitete und das Zelt aufgebaut war, in den Sanitäranlagen und duschten was das Zeug hielt, beziehungsweise was die Duschmarken hergaben.

Den Abend verbrachten wir doch verhältnismäßig ruhig, denn nach dieser Erfrischung gab die wohlige Wärme der Sonne uns den Rest und so war nur noch ein kühles Fußbad in der Mosel möglich.

Das besondere an diesem Campingplatz ist, dass man wirklich unmittelbar am Wasser zelten kann. Außerdem hat man dort die Möglichkeit sich leckeres Heineken zu Gemüt zu führen und holländischen Vla zu essen, ein traditioneller Pudding. Es gibt einen kleinen Supermarkt auf dem Platz, in dem man allerlei holländische aber auch deutsche Köstlichkeiten erstehen kann, die noch nicht einmal teuer sind und so landeten Einweggrill und Fleisch, Tomaten und Baguette ebenfalls auf unserem Einkaufszettel.

Übrigens: Man kann dort am Abend, bis zu einer bestimmten Uhrzeit, eine Brötchenbestellung aufgeben, die dann morgens backfrisch geliefert wird. In die krossen Brötchen ist ein „L“eingebacken, welches den Anfangsbuchstaben der Bäckerei kennzeichnet. Schöne Idee und zugleich ein schönes Frühstück waren am Morgen gesichert.

Nach einem Bad in der Mosel ging es für uns dann nach ausreichender Wegzehrung weiter in gähnender Hitze dem Tages- und Urlaubsziel entgegen.

3. Tag – Senheim, Mesenich, Briedern, Bruttig – Fankel , Beilstein (insgesamt 12,2 Kilometer)

Wir machten uns nach Bezahlung der Übernachtung bei den netten Niederländern rechts des Flusses auf den Weg nach Mesenich. Auf linker Hand floss die Mosel mit uns und rechts von uns floss der Verkehr. Unsere lieben Nachbarn vom Campingplatz, zwei Biker, winkten und hupten noch beim Vorbeifahren. So kann der Tag doch nur schön werden, denn freundliche Menschen braucht die Welt. Der Fußmarsch war schon etwas beschwerlich, sodass wir uns am Ortseingang von Mesenich erst mal einen knackigen Apfel gönnten.

Mesenich – Romanischer Barock

Am Anfang des Dorfes lag ein kleines Privatgeschäft, welches Frischfleisch, Obst und Gemüse aus eigenem Anbau bereithielt. Der Apfel mundete und wir konnten ein paar Kräfte mobilisieren. So war die Besichtigung der romanischen Kirche mit barockem Langhaus eine willkommene Sehenswürdigkeitenbesichtigung und nach einigen Minuten des Verweilens ging es dann weiter durch eine traumhaft – schöne Landschaft.

Felder lagen in unseren Rücken, Weinberge und Reben. Ein lauer Wind lag in der Luft und erfrischte unsere erhitzten Gemüter. Zwischen Mesenich und Briedern lockte die schöne Natur und man sollte unbedingt Ausschau nach geeigneten Plätzen zum Pausieren halten.

Schattige Fleckchen unmittelbar am Moselufer auf großen Steinen helfen den Alltag hinter sich zu lassen, doch Vorsicht: Wenn man sich auf ihnen niederlässt, kann es schon mal passieren, dass man nasse Hosen bekommt, denn die vorbeifahrenden Schiffe schlagen kräftige Wellen, die mit Sicherheit bis zum Ufer reichen.

Briedern – kleines Örtchen mit familiärem Charakter

Auf der Fahrrad - und Fußgängerstrecke wandernd, sollte man im beschaulichen Dorf Briedern unbedingt irgendwo einkehren. Vom Weg aus geht ein kleiner Trampelpfad ab, über den man sofort ein Privathaus erreicht. Der Anbau, der dem Haus anschließt, bietet ein Café und Bistro.

Setzt man sich dort auf die gemütlich gepolsterten Stühle, so hat man eine wunderschöne Aussicht auf die bekannteste Weinberglage des Ortes auf der gegenüberliegenden Moselseite: Den Rüberberger Domherrenberg. Das Dorf wirbt mit dem Slogan „Briedern – natürlich schön“ und genau das ist es auch.

Für uns war es noch etwas früh für ein Glas Wein und so genossen wir einen großen Eisbecher. Eine freundliche Bedienung, die uns erzählte, dass sie sich vor Jahren mit ihrem eigenen Café selbstständig gemacht hatte, berichtete uns von ihren positiven Erfahrungen mit Touristen, die hier vorbei wandern oder fahren.

Beilstein – Endlich, das Ziel ist zum Greifen nah.

Nach dem monströsen Eis lag Beilstein nicht mehr in weiter Ferne. Nur noch wenige Kilometer, genau 2,3 km, trennten uns von unserem Zielort.

Entlang der Römer - und Moselstraße mussten wir dann neben der stark befahrenen Straße L 98 entlang wandern. Hallo Realität. Doch auch das tat unserem Vorhaben keinen Abbruch, denn wir wollten noch am selben Tag ein Zimmer in Beilstein mieten.

Beilstein im Bottwartal ist eine ganz besondere Siedlung. Sie hat eines der am besten bewahrten historischen Ortskernbilder an der gesamten Mosel. Beilstein wird auch „Klein – Rothenburg“ oder „Dornröschen der Mosel“ genannt.

Bereits als wir die Fußgängerzone betraten, die sich in einem steilen Hang hinaufzieht, verliebten wir uns in diesen Ort.

Leider waren wir mit unserer Zimmersuche weniger erfolgreich, denn einerseits passte eine Nacht im Doppelzimmer nicht in unser Budget und andererseits musste man hier viel früher buchen, um überhaupt ein gut ausgestattetes Zimmer zu erhalten. In der Hochsaison ist hier sehr viel los.

Also hieß es für uns, erst etwas zum Nächtigen zu suchen und am Nachmittag nach Beilstein zurück zu kehren.

Der Mittelklasse - Campingplatz in Bruttig – Fankel sollte für uns das Nachtlager werden.

Bruttig – Fankel , noch einmal 3,3 Kilometer Fußmarsch

In Bruttig – Fankel ist die Welt noch in Ordnung. Der Name ist Programm. Eigentlich aus zwei Ortschaften eins geworden, präsentierte sich der Ort wie Musik in unseren Ohren. Wir mussten sofort an Simon und Garfunkel denken, weswegen das Dörfchen für uns ab sofort nur noch Bruttig – und Garfankel hieß.

In einer Bäckerei bekamen wir zu unserem Wasserkauf noch zwei Schoko - und ein Rosinenbrötchen geschenkt, welches die Suche nach einem Campingplatz erleichterte. Direkt am Beginn des Ortes, wir waren zu Anfang daran vorbei gelaufen, schlugen wir unser Zelt auf einem großen Wiesenstück auf. Nach einem kleinen Muntermacher, sprich eiskaltem Wasser im Gesicht, ging es in stadttauglichen Klamotten zurück nach Beilstein.

Wieder 3,3 Kilometer.

Beilstein – Kartoffelhaus und Burg Metternich

Schon vom Fußweg aus konnten wir die Burg Metternich erblicken, die ihr beeindruckendes Haupt über das Moseltal reckt. Das Dorf Beilstein wird von der Ruine, in der einst das gleichnamige Fürstengeschlecht residierte, überragt.

Der Ort hat baulich gesehen, auf jeden Fall Stadtcharakter und auch die schmale Fußgängerzone beeindruckt jedes Mal wieder aufs Neue.

Der Aufstieg zur Burg ist beschwerlich, wenn müde Knochen sie passieren, aber sie war und ist eine Reise wert. Der Ausblick von oben ist unbezahlbar und die Moselschleife schmiegt sich wunderschön ins Flussbetttal.

Wir bekamen erst später mit, dass der Ort eine Pilgerstätte ist. Unser selbstorganisierter Urlaub führte uns zur „Wunderbaren Schwarzen Madonna“. Sie steht in der barocken Kirche St. Joseph, die früher zum angrenzenden Kloster gehörte. Die Madonna stammt aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und ist spanischen Ursprungs.

Nachdem wir uns kulturell und historisch vergnügt hatten, trieb uns der Hunger ins Berühmte „Zum Treppchen“ genannt Kartoffelhaus. Es liegt innerhalb der Fußgängerzone und bietet eine täglich wechselnde Speisekarte mit saisonalen Produkten. Allerdings ist immer etwas dabei, was aus dem Erdapfel zubereitet wurde, sogar beim Dessert. Ein tolles Konzept in einem urigen Ambiente mit leckeren und vollwertigen Speisen.

Der Urlaub in der (fast) eigenen Heimat war wirklich sehr schön und absolut empfehlenswert.

Manchmal liegt das Schöne doch so nah!

J. Hilgert

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