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New York - Eine Stadt der Sinne

- Ein Reisebericht -

Eine lang geplante Reise nach New York - für mich war es das zweite Mal und ich habe die Reise selbst organisiert. Einen passenden Flug gesucht und ein Hotel auf Long Island in Queens, etwas abseits vom Zentrum Manhattans, aber doch nur wenige Subway-Stationen vom Herzen New Yorks entfernt.

Ein selbstorganisierter Urlaub beinhaltet das Risiko, dass man abreist und nur die Hälfte der interessanten Schauplätze kennenlernen durfte oder ziellos in der Gegend herumläuft. Für uns gab es daher einen genauen Ablaufplan, um gezielt möglichst viel in den fünf Tagen erkunden zu können.

Der erste Tag diente zunächst der Orientierung. Wir suchten einen nahe gelegenen Coffee-Shop für unseren Morgenkaffee. Weiters entdeckten wir nur wenige Gehminuten von unserem Hotel ein kleines Lokal mit Speisen zum Mitnehmen sowie einen Shop für Getränke.

Danach folgte eine ausführliche Erkundung des Central Parks. Die Größe dieses Parks sowie die verschiedenen Ruheplätze sind einfach faszinierend. Unglaublich, wie viel Menschen hier mit Hunden, auf Rollschuhen oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Bäume, riesige Ruhewiesen und Seen in verschiedenen Größen sind hier zu sehen. Und von manchen Stellen aus geben die hohen Häuser New Yorks mit ihrer Skyline ein beeindruckendes Bild ab. Wir liefen an diesem Tag sicher unzählige Kilometer und kamen mit schmerzenden Beinen abends ins Hotel, es hat sich aber auf jeden Fall ausgezahlt.

Am nächsten Tag war zuerst ein Spaziergang am Broadway angesagt. Natürlich verbunden mit Shopping. Die Preise sind in vielen Geschäften sehr günstig im Vergleich zu Europa. Wir überquerten den Times Square und wurden von den Leinwänden bezaubert, welche überdimensional und in starken Farben von den Hausfassaden leuchteten. In der Frühe ist hier noch wenig los, aber je weiter der Tag voranschreitet, umso lebendiger wird der Broadway.

Danach ging es weiter durch den Stadtteil Little Italy und gleich anschließend durch China Town. In Little Italy waren die Straßen sehr ruhig, ganz im Gegensatz zu China Town, wo ein reges Treiben herrschte. Es war einfach faszinierend, dass wir drei die ganze Zeit über die einzigen Europäer auf den Straßen waren, mitten unter Massen von Asiaten, die hier ihre Kultur beeindruckend zeigten.

Weiters gab es noch einen kurzen Abstecher auf die Brooklyn Bridge bevor wir bei der St. Paul`s Chapel landeten. Diese liegt direkt neben dem Ground Zero und leistete am 11. September Unterschlupf für die Rettungsmannschaften, was Bilder und Ausstellungsstücke in der Kapelle zeigten.

Nach einer Umrundung des Ground Zero, an welchem derzeit leider nur eine Baustelle zu sehen ist, kamen wir im Battery Park ganz im Süden New Yorks an, von welchem unsere Fähre zur Statue of Liberty und nach Ellis Island ablegte.

Die Tickets für die Fähre hatte ich bereits zu Hause online gekauft. Wir waren zwar aus diesem Grunde an einen fixen Termin gebunden, ersparten uns aber das langwierige Anstellen an den Ticket-Schaltern und konnten direkt zum Fähren-Eingang gehen. An diesem Ort erkennt man sofort den Stellenwert der Statue of Liberty und Ellis Island für Touristen, da uns dieser Andrang an keinem anderen Ort in New York wieder begegnete.

Von der Fähre aus ist die Freiheitsstatue gut und schön anzusehen, wirklich beeindruckend wird sie aber erst, wenn man direkt davor steht. Ein Besuch im Inneren der Statue bis zum ersten Podest ist empfehlenswert, von hier hat man auch einen wunderbaren Blick auf die Skyline von New York.

Weiter ging es dann auf Ellis Island, die ehemalige Einwandererinsel, deren Gebäude als Museum dient. Hier wird dann eindeutig die Zeit zu knapp, denn die Details aus der Geschichte der Zuwanderung Amerikas ist fesselnd. Großes Erstaunen gab es auch bei den Schaufenstern mit den Reisepässen von Zuwanderern, in welchen wir mehrere Österreicher entdeckten, die Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA über New York eingereist sind. Leider mussten wir dann unsere Erkundungstour aufgrund der letzten Fähre nach Manhatten abbrechen.

Der dritte Tag startete mit einem bereits im Vorfeld gebuchten Hubschrauberflug über den Hudson River. Schon allein der Flug war ein beeindruckendes Erlebnis. Und dann noch in Verbindung mit der wunderbaren Aussicht von oben auf New York und New Jersey werden wir diesen Tag niemals vergessen.

Nach diesem Höhenflug machten wir uns mit einem kurzen Zwischenstop am Flatiron Building (ein Gebäude, welches wie ein Bügeleisen aussieht) auf dem Weg zum Empire State Building. Auch hier hatte ich die Tickets bereits im Vorfeld online gekauft. In luftiger Höhe gab es hier eine tolle Aussicht in alle vier Richtungen Manhattans - Richtung Norden zum Central Park, Richtung Osten zum East-River und Brooklyn, Richtung Süden zur Freiheitsstatue und Richtung Westen zum Hudson River.

Den vierten Tag konnten wir in Ruhe starten, da wir alle für uns wichtigen Punkte auf unserer Liste bereits abhacken konnten. Zuerst fuhren wir auf Coney Island in Brooklyn, in welchem ein alter Vergnügungspark auf uns wartete. Hier war auch der erste und einzige Badestrand, den ich in New York zu sehen bekam.

Weiter ging es mit der Fähre nach Staten Island. Das ist eine noch weitgehend ländliche Insel die zwar zu New York City gehört, jedoch gerne ihre Unabhängigkeit von der Großstadt betont. Hier konnten wir in einem einheimischen Lokal ohne andere Touristen speisen. Auf der Insel gibt es ein Denkmal an Opfer und Helfer des 11. September und wieder einen herrlichen Blick auf die Skyline von New York.

Der letzte Tag führte uns zuerst auf ein Frühstück im Hard Rock Cafe. Danach ging es in einer interessanten Fahrt mit der Subway in die Bronx. Interessant deswegen, da die Bahn durchwegs mit einheimischen der verschiedenen Stadtvierteln New Yorks gefüllt war und Touristen kaum zu sehen waren. In der Bronx begaben wir uns in den Zoo. Auch wenn der Bronx Zoo keine Besonderheiten aufweisen kann, war der Ausflug durchaus wertvoll, da auch hier ein reges Treiben von New Yorkern herrschte, da an diesem Tag nur der halbe Eintrittspreis zu bezahlen war.

Der Rest des Tages führte uns wieder in den Central Park. Hier konnten wir unsere Eindrücke von New York nochmals auf uns wirken lassen und uns entspannt auf unsere Weiterreise vorbereiten.

Am nächsten Tag ging unsere Reise weiter nach Miami und auch wenn sich bereits Vorfreude auf die nächsten Erlebnisse einstellte, war die Abfahrt doch auch mit etwas Schwermut und Abschiedsschmerz vermischt. Ich kann nur eines sagen: Bye bye New York, es war wunderschön dich wiederzusehen, und ich werde sicher wieder kommen.

Uschi B.-S.

New York City

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