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Norwegen, wir kommen!

- Ein Reisebericht -

Nach vielen Jahren erfüllt sich endlich unser Traum. Norwegen! Wir, das sind meine Töchter 13 und 19 Jahre alt, unser Hund und ich. 17 Tage haben wir Zeit für unseren Urlaub. Wir haben uns dafür entschieden 12 Tage in einem Ferienhaus etwa 150 km nördlich von Bergen zu verbringen. Zurückfahren wollen wir in mehreren Etappen mit Übernachtungen in Jugendherbergen. Unsere Reise wird selbstorganisiert und wir buchen die Fähre von Hirtshals (Dänemark) nach (Kristiansand) und zurück, Haus und Jugendherbergen online schon lange im Voraus. Weasly, unser Hund, musste sich vorher einer Blutuntersuchung (ausreichende Tollwut-Impfung) und einer Wurmkur unterziehen. Einen internationalen Impfpass hatte er schon und gechipt worden ist er schon als Welpe. Alles ist erforderlich bei der Einreise nach Norwegen. Samstag am 23. Juli um 10 Uhr sind wir aus unserer Heimatstadt in der Nähe von Dortmund aufgebrochen. Den Kofferraum prall gefüllt mit Kleidung und mit vielen Lebensmitteln, da die in Norwegen sehr teuer sind. Auch das Fläschchen Wein für den Abend durfte nicht fehlen, aber alles in Maßen, Alkohol darf nur in beschränkten Mengen eingeführt werden. Die Autobahnen waren erwartungsgemäß voll, aber wir hatten genug Zeitpuffer eingeplant, so dass wir pünktlich um 21.30 Uhr in Hirtshals ankamen. Die Einschiffung wäre um 22.15 Uhr gewesen, Abfahrt eine Stunde später, wenn die Fähre nicht 3 Stunden Verspätung gehabt hätte. Also Abfahrt nachts um 1.30 Uhr. Um kurz vor 4 Uhr morgens waren wir dann in Norwegen. Wir fuhren nicht die Küstenstraße in den Norden sondern direkt durch Norwegens Gebirge. Eine wunderschöne Fahrt durch traumhafte Landschaft – wären wir nur nicht so müde gewesen. Nachts waren keine Tankstellen geöffnet. Allerdings kann man bei allen Tankstellen mit Karte bezahlen. Nur nehmen nicht alle Tankstellen EC-Karten. Ich war froh, dass ich auch meine VISA-Karte mitgenommen hatte und vorher das Konto aufgefüllt hatte. Mit der Visa-Karte konnte ich überall bezahlen. Sie wurde auch auf den Fähren und an den Mautstellen als Zahlungsmittel akzeptiert. Völlig übermüdet kamen wir um 18.30 h in unserem Ferienhaus in Austgulen am Skiffjord in der Nähe des Sognefjord an. Schnell die Zimmer verteilt, ausgepackt und dann konnten wir vom schönen Balkon die Sicht auf das Wasser und die Schärenlandschaft genießen. Unser Haus lag direkt am See, ein Boot mit Außenbord-Motor war inklusive. Es lag sehr ruhig und einsam, die nächste Möglichkeit zum Einkaufen war ca. 20 Minuten mit dem Auto entfernt, der nächst größere Ort war Dale, etwa 50 Autominuten entfernt. Aber wir wussten vorher, dass es dort keinerlei Unterhaltungsprogramm gab. Also hatten wir viel zum Lesen mitgenommen. Im nahen See konnte man wunderbar schwimmen und die Umgebung lud zu Wandern ein (allerdings gibt es kaum ausgeschilderte Wanderwege und auch Kartenmaterial gab es dort nicht zu kaufen). Wir haben Blaubeeren gesammelt, Pilze gesucht und sind mit dem Boot herumgefahren. Die Kinder fanden es toll, dass sie selbst fahren konnten, da man in Norwegen keinen Bootsführerschein für ein kleines Motorboot braucht. Abends haben wir Karten gespielt oder gewürfelt. Und wenn wir wirklich einmal Langeweile bekamen, konnten wir deutsches Fernseh-Programm sehen. Die 12 Tage waren schnell um und wir mussten unser „Haus am See“ wieder verlassen. Der erste Zwischenstopp unserer Rückreise war Bergen. Nach den Tagen der Ruhe wirkte die Stadt zunächst laut und hektisch auf uns. Ich hatte sie mir, nachdem ich immer die Bilder mit den bunten Häuschen gesehen hatte, kleiner und idyllischer vorgestellt. Andererseits ist sie die zweitgrößte Stadt Norwegens mit 240.000 Einwohnern. Die müssen ja irgendwo wohnen. Unser Gästehaus (Marken Gjestehus) fanden wir mit Hilfe des Navigationsgerätes sehr schnell. Allerdings konnten wir dort nur zum Ausladen parken, dann musste ich das Auto in einem Parkhaus etwa 600 m entfernt unterbringen (Kosten für 2 Tage ca. 20 €). Dafür war das Hostel sehr zentral gelegen. Es ist im 4. Stock eines alten Hauses untergebracht. Man fährt mit einem uralten Fahrstuhl hinauf und steht dann direkt vor der Rezeption. Unser Zimmer war recht klein, allerdings hatten wir auch nur ein Doppelzimmer mit Zustellbett gebucht. Die Toiletten und Waschräume waren sauber, es gab eine Küche und einen großen Speiseraum. Wir haben uns unsere Mahlzeiten selbst zubereitet, da Essen zu gehen 2 bis 3 mal so teuer ist wie in Deutschland. Meinen Töchtern gefiel es besonders gut, dass es einen freien Internet-Zugang gab. Einen Laptop hatten wir dabei, was aber scheinbar normal ist, denn viele Gäste chatteten mit ihren Laptops. Am Tag der Ankunft gingen wir zum Fischmarkt, der nur ein paar Minuten zu Fuß entfernt lag und bummelten noch ein bisschen durch die Fußgängerzone. Am nächsten Tag einigten wir uns darauf, dass mein Töchter - nach so langer Abstinenz in dem einsam gelegenen Häuschen - zum Shoppen gingen und ich mit unserem Hund zum Aussichtspunkt Fløyen, 320 m über dem Stadtzentrum liegend, wandere. Man kann auch mit der Standseilbahn hinauffahren, aber wir laufen gern und der Weg hinauf bot wunderschöne Aussichten. Von oben hat man einen tollen Blick auf die Stadt und den Hafen. Beim Rückweg bin ich durch Straßen mit wunderschönen Stadtvillen und verwinkelte Gassen mit zum Teil sehr steilen Treppen gewandert. Zurück im Gästehaus waren alle zufrieden. Die Mädchen mit ihren Shopping-Ergebnissen und ich mit meinen Wandererlebnissen. Gegen Abend sind wir noch einmal durch die Stadt gebummelt. So viele Menschen verschiedener Nationalitäten an einem Ort habe ich vorher - glaube ich - noch nicht gesehen. Am nächsten Tag ging es weiter nach Sandnes, in der Nähe von Stavanger. Die Fahrt war sehr abenteuerlich. Wir mussten zwei Mal mit der Fähre fahren, fuhren durch drei Tunnel die unter dem Meer herführten (der längste war 8 km lang und ging bis 240 m unter den Meeresspiegel) und über sehr lange Brücken. Danach war meine ältere Tochter von ihrer Tunnelangst (fast) geheilt. Sandnes ist kein besonderer Ort den es sich zu besuchen lohnt. Wir hatten ihn als Zwischenstopp gewählt, weil es von dort aus nicht mehr weit zur berühmten Felskanzel, dem Preikestolen, ist. Obwohl wir wussten, dass es sich bei der Wanderung dorthin nicht mehr um einen Geheimtipp handelt, wollten wir ihn unbedingt sehen. Das Wetter war nicht besonders, als wir am nächsten Tag Richtung Preikestolen aufbrachen, aber das hielt uns genauso wenig von unserem Vorhaben ab wie viele hundert andere auch, die mit uns die anstrengende Wanderung machten. Doch obwohl so viele Leute unterwegs waren, was es eine wunderschöne Wanderung und der Preikestolen wirklich sehr eindrucksvoll. Als wir oben waren schien sogar die Sonne und wir hatten einen sagenhaften Ausblick. Besonders beim Abstieg waren wir angesichts des schlüpfrigen und felsigen Weges froh, dass wir feste Schuhe mit gutem Profil trugen. Zurück in unserem übrigens sehr empfehlenswerten „Hostel Sandnes“ haben wir uns nur noch schnell etwas zu Essen gemacht und dann erschöpt die Beine hochgelegt. Am nächsten Tag ging es schon wieder weiter. Unser letztes Ziel in Norwegen war „Lista“ Lista, eine Halbinsel im Südwesten Norwegens und nur noch ein Autostunde von Kristiansand, unserem Abfahrthafen entfernt. Nachdem wir nun einiges von Norwegen gesehen hatten, konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass es in Lista tatsächlich Dünen und Sandstrände geben sollte, wie ich es im Reiseführer gelesen hatte. Aber tatsächlich, Lista bietet auf relativ kleinem Raum sowohl die besagten Sandstrände als auch felsige Hügellandschaft und schroffe Fjorde. Auch die Jugendherberge in Lista hat uns sehr positiv überrascht. Sehr freundliches Personal und ein gemütliches modern eingerichtetes Familienappartement. Wir blieben in Lista nur eine Nacht, unsere Fähre ging am nächsten Tag um 13.30 Uhr. Auf der Rückfahrt durften wir unseren Hund sogar mit an Deck nehmen, allerdings nur auf dem Außendeck, aber das war uns recht. Die Rückfahrt war durch die Zwischenstopps nicht annähernd so anstrengend, wie die Hinfahrt und so waren wir nach 19 erlebnisreichen Tagen nachts um 1.30 Uhr wieder zu hause.

Unser Fazit: Jederzeit wieder nach Norwegen, aber lieber mit dem Wohnmobil oder mit dem Wohnwagen. Dann kann man die wunderschöne Landschaft viel mehr genießen, bleiben, wo es einem besonders gefällt, schlafen, wenn man müde ist und weiterfahren, wenn das Wetter schlecht ist. Will man einen Eindruck von Norwegens schöner Landschaft bekommen, aber nicht so weit fahren, kann ich nur die Halbinsel „Lista“ empfehlen, dort könnte ich mir auch einen längeren Urlaub vorstellen.

Anonym

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