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Prag - Nostalgie, Schweinebraten und Sightseeing

- Ein Reisebericht -

Seit ich in Rente bin, unternehme ich jedes Jahr einen Städtetrip mit meiner Tochter. Dieses Frühjahr sollte es Prag sein. Ich war vor allem neugierig, wie sich die Stadt in den letzten Jahren so entwickelt hat - oder besser gesagt: in den letzten 45 Jahren! Mein letzter Aufenthalt in Prag war nämlich im Rahmen eines Schüleraustauschs....

Am 3. März startete ich von Köln aus zunächst gen Süden, denn die erste Etappe hieß zunächst einmal Mainz, da dort meine Tochter lebt. Gemeinsam schlugen wir dann mit dem Auto den Weg Richtung Osten ein, über Frankfurt und Würzburg ging es dann zügig über die tschechische Grenze. Tschechien Nach gut 6 Stunden Fahrt erblickten wir in der Abenddämmerung die Lichter Prags Prag. Nach einem viertelstündigen Halt am Straßenrand und einer kleinen Diskussion über die verschiedenen Lesarten einer Straßenkarten beschlossen wir, uns einfach in die Stadt zu stürzen und uns anhand der Moldau zu orientieren. Zum Glück war unser kleines Hotel auch mehr oder weniger in Flußnähe gelegen, so dass wir die Karte, die inzwischen völlig ramponiert auf dem Rücksitz lag, nicht mehr brauchten (meine Tochter hat es noch nie geschafft eine Karte wieder korrekt zusammenzufalten).

Unser kleines Hotel hieß Galery und war ein ganz besonderes Schmuckstück. Da weder meine Tochter noch ich viel von Pauschalreisen halten, war unser Trip wie immer ein selbstorganisierter Urlaub. Das Hotel hatten wir im Internet gefunden und sehr günstig buchen können. Das Zimmer war riesig und wirkte sehr heimelig. Da es draußen recht frisch war freuten wir uns besonders über die Heizung und den Teppichboden. Das Highlight des Zimmers war aber das riesige Gemälde direkt gegenüber unseres Betts. Es war ein modernes Gemälde in Schwarz, Gelb, Pink und Blau. Dies war eine Besonderheit des Hotels, in jedem Zimmer hing ein Originalbild eines Künstlers, auch in den Fluren und im Frühstücksraum fanden sich solche Kunstwerke, was uns sehr gut gefiel.

Das Frühstück wurde in einem gemütlichen Kaminraum angerichtet und die Angestellten, die teilweise ein bisschen Deutsch sprachen, waren wirklich sehr nett.

Nach unserem reichhaltigen Frühstück machten wir uns auf Richtung Innenstadt. Unser erstes Ziel war der Wenzelsplatz , denn dort hatte ich während meines Schüleraustauschs gewohnt. Auf den ersten Blick hatte sich gar nichts verändert und bis auf die Stände voller blinkender, mit LED-Lichtern verzierten Souvenirs sahen die Straßen noch genauso aus wie vor 45 Jahren. Doch als wir dann den Platz erreichten staunte ich nicht schlecht- alles war unverändert, nur das Haus, in dem ich gelebt hatte, gab es nicht mehr. Doch da man hier inzwischen die Filiale einer bekannten Modekette untergebracht hatte kam ich dann doch in den Genuss, die gleiche Aussicht auf dem Wenzelplatz zu bekommen wie damals- nur dass ich diesmal zwischen Kleiderständern und Wühltischen stand statt in meinem kleinen Gästezimmer. Während ich in Erinnerungen versank, brachte meine Tochter die Kreditkarte zum glühen und deckte sich mit reichlich Kleidung ein- „Wir sind ja schließlich mit dem Auto, Mama!“ sagte sie nur, als ich ihr Einhalt gebieten wollte. Voll bepackt verließen wir dann meine „alte Wohnung“. Den Rest des Tages liefen wir einfach mehr oder weniger ziellos durch die Innenstadt und bewunderten die wunderschönen Jugendstilfassaden bis wir völlig erschöpft im Hotel landeten.

Am nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen die Prager Burg zu besichtigen, entdeckten aber vorher, dass auf dem Altstädter Ring ein Frühlingsmarkt war. Überall gab es Stände voller Köstlichkeiten, auch wenn manche Kochvorrichtungen ein wenig merkwürdig aussahen. Als absolute Fleischfresser waren die leckeren Paprikaspieße und die scharfen Bratwürste genau das Richtige für uns. Doch das Beste waren die riesigen Spanferkelscheiben! Diese wurden in monströsen Grillvorrichtungen knusprig goldbraun geröstet- allerdings wirkten diese Grills eher wie brennende Mülltonnen, was nicht nur uns dazu veranlasste sich vor solch einem Ungetüm komplett mit sich drehendem Schwein zu fotografieren. Geschmeckt hat es übrigens überhaupt nicht nach Mülltonne! Also absolut empfehlenswert! So gestärkt verschlug es uns dann in eines der Foltermuseen, die in Prag sehr verbreitet zu sein scheinen. Jedenfalls haben wir gleich zwei davon entdecken können auf unsere Touren durch Prag. Im Foltermuseum stießen wir dann nur auf Deutsche, was uns dann doch ein klein wenig ins Grübeln brachte. Nichtsdestotrotz waren wir sowohl beeindruckt als auch amüsiert als wir die verschiedenen Folterinstrumente in Augenschein nahmen. Meine Tochter filmte und fotografierte wieder fleißig die verschiedenen Ausstellungsstücke – besonders viel Spaß hatten wir an den diversen Keuschheitsgürteln für Männer – und die sorgfältig in Szene gesetzten Puppen. Doch ab und zu gruselten wir uns dann doch etwas, wenn wir allzu grausame Beschreibungen lasen. Manche Folterinstrumente sind in bestimmten Ländern nämlich bis heute noch in Gebrauch- und das sogar innerhalb Europas! Da blieb uns das Lachen dann doch im Halse stecken! Nach diesem Schrecken brauchten wir

Am dritten Tag wanderten wir dann endlich über die Karlsbrücke zur Prager Burg. Die Brücke selbst war wie erwartet voll gepackt mit Menschen, Künstlern und Händlern, aber trotzdem gefiel sie uns sehr gut. Lustig anzusehen waren alle die verschiedenen Statuen bzw. die unterschiedlichen Färbungen. Manche hatte man schon mittels Sandstrahlgebläse gesäubert – diese waren eher bräunlich oder beige, andere waren noch pechschwarz oder auch mal weiß gesprenkelt, Tauben sei dank! Der Blick von der Brücke auf die Prager Burg gefiel meiner Tochter fast genauso gut, wie einige merkwürdig gekleidete Touristen vor uns. Beides wurde jedenfalls von ihr eifrig fotografiert.

Der Stadtteil Hradschin (Burgstadt) ist recht weitläufig und viel größer als ich es in Erinnerung hatte. Ich empfehle eine kombinierte Eintrittskarte zu kaufen, die mehrere Tage gilt, da es nahezu unmöglich ist, sich alles in Ruhe an einem Tag anzusehen, denn immerhin ist die Prager Burg das größte geschlossene Burgareal der Welt. Früh aufstehen lohnt sich also, um die Tage dann auch voll ausschöpfen zu können. Nicht jedes Gebäude muss man unbedingt von innen gesehen haben, aber der Veitsdom lohnt sich in jedem Fall. Das Mittelschiff und die Glasfenster sind es wert besichtigt zu werden. Ein lautes Lachen mussten wir unterdrücken beim Anblick eines moderner gestalteten Fensters. Jesus sah dort eher aus wie ein Superheld einer japanischen Zeichentrickserie. Wer also "Super-Jesus" sehen will, der sollte auf das vom Eingang aus rechts gelegene Fenster achten. Besonders schön ist aber auch das Lichtspiel, das durch die Sonne entsteht, wenn sie durch all die bunten Glasfenster fällt. Der Veitsdom war allerdings auch von außen unser besonderer Liebling, da er uns sehr an den Kölner Dom in der Heimat erinnerte. Das goldene Gässchen, auf das meine Tochter sich sehr gefreut hatte, war leider wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Die durchaus nett anzusehenden Wachen, die vor den Burgtoren standen, entschädigten sie jedoch ein wenig dafür und nach einem Trdelnik, einer süßen Spezialität Prags, war sie wieder gut aufgelegt, um weitere Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Am vierten Tag mussten wir dann leider wieder die Heimreise antreten. Nach einem kleinen Umweg über die Josefsstadt, dem Judenviertel Prags, verließen wir die wunderschöne Stadt. Mit über 2000 Fotos sowie dem obligatorischen Pilsener im Gepäck machten wir uns auf Richtung Heimat. Der Kurztrip nach Prag hat sich für mich in jedem Fall gelohnt. Viele alte Erinnerungen konnte ich auffrischen und auch einige neue Eindrücke sind dazu gekommen! Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Reise!

Gaby K.

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