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Roadtrip: Romantische Straße

- Ein Reisebericht -

Es war wieder Urlaub angesagt! Da wir beide noch in fest in Ausbildung und Studium waren, kam ein längerer Trip weiter weg nicht in Frage. Also sahen wir uns hier im guten Deutschland mal um und wurden auch bald fündig: Die Romantische Straße war mit ihren 366 km Länge die älteste und bekannteste deutsche Ferienstraße. Sie führt vom Main zu den Alpen, beginnt nördlich in Würzburg und endet südlich in Füssen. Wir waren sofort begeistert und setzten uns an die Planung. Eine eigene Homepage lieferte uns bereits vorab viele nützliche Information und die Lage von auf dem Weg befindlichen Campingplätzen. Wir holten uns die spezielle Routenkarte für die Rundreise und waren bestens ausgerüstet, als wir am 30. Mai 2009 unseren Urlaub antraten.

Mit dem Auto ging es dann zum Start nach Würzburg, wo wir unsere erste Nacht verbringen wollten. Wir kamen am frühen Abend dort an, suchten einen Campingplatz und fuhren dann in die Innenstadt zum Abendessen. Mit einem Gläschen Wein stießen wir auf unseren Urlaub an. Am nächsten Morgen standen wir früh auf, denn wir wollten gleich zu unserem nächsten Etappenziel. In Tauberbischofsheim genehmigten wir uns zunächst ein Frühstück, bevor wir uns die fachwerkgeprägte Stadt ansahen. Da wir bis zum Abend in Augsburg sein wollten, hielten wir uns bei den nächsten Etappen nicht allzu lange auf, obwohl jede Stadt für sich eine wundervolle und einzigartige Altstadt aufzuweisen hatte. So ging es also von Lauda-Königshofen mit seinen prunkvollen Kirchen aus der Blütezeit des fränkischen Barock nach Bad Mergentheim und Weikersheim, deren unberührte Natur absolutes Urlaubsfeeling garantierte. Mit schönem Wetter gesegnet passierten wir Creglingen und Rothenburg, um in Schillingsfürst einen längeren Stopp einzulegen, uns ein Eis zu genehmigen und in dem herrlichen Naturpark mit Blick auf das Barockschloss der Fürsten zu Hohenlohe-Schillingsfürst die Sonne zu genießen. In Dinkelsbühl besichtigten wir das Münster St. Georg, das zu den schönsten, spätgotischen Hallenkirchen Deutschlands zählt und in Nördlingen bestiegen wir den 90 m hohen Glockenturm "Daniel", von dem aus wir die vollständig erhaltene und rundum begehbare Stadtmauer bewundern konnten. Fast am Tagesziel, verweilten wir etwas länger in der Harburg. Sie zählt zu den besterhaltensten Burgen Deutschlands und thront über der gleichnamigen Ortschaft. Auch in Donauwörth ließen wir uns Zeit mit der Besichtigung der historischen Altstadt und der Reichsstraße, die mit ihren Patrizierhäusern zu den schönsten Straßenzügen Süddeutschlands gehört. Nach diesem langen, wenn auch schönen Tag, freuten wir uns, dass wir für den restlichen Tag nicht mehr weiter mussten.

Etwas außerhalb von Augsburg fuhren wir auf einen wunderschönen Campingplatz. Die Stellplätze lagen rund um einen kleinen See und die gesamte Anlage war liebevoll gepflegt. Nachdem wir das Zelt aufgebaut hatten, aßen wir auf der Terrasse des auf dem Campingplatz befindlichen Restaurants zu Abend. Mit einer kleinen Tretboot-Tour über den See ließen wir den Tag Revue passieren und entschieden uns dann, den Abend in Augsburg ausklingen zu lassen. Den restlichen Abend verbrachten wir in einem Tanzlokal am Rathausplatz. Auch am nächsten Tag (Pfingstmontag) waren die Geschäfte geschlossen, weshalb wir uns spontan dazu entschieden, in die „Augsburger Puppenkiste“ zu gehen. Das Stück war unglaublich niedlich und sehenswert – nicht nur für kleine Kinder! Anschließend besichtigten wir das nebenan befindliche Museum „Die Kiste“, welches mit seinen verschiedenen Themenausstellungen immer wieder für einen lohnenswerten Besuch sorgt. Danach ging es weiter auf unserer Fahrt die Romantische Straße entlang. Die nächsten Ortschaften boten erneut sehenswerte Altstädte, antiken Kirchen sowie schöne Landschaftszüge. Da der Tag jedoch bereits gut vorangeschritten war, blieben wir nie sehr lange in den einzelnen Ortschaften, bis wir Schwangau erreichten. Das „Dorf der Königsschlösser“ ist umgeben von dem berühmten und prachtvollen Schloss Neuschwanstein, dem Schloss Hohenschwangau und der Römervilla. Wir buchten dort einen Campingplatz und fuhren dann zum nahegelegenen Ort und letzten Etappenziel Füssen. In einem italienischen Restaurant mit schönem Ambiente aßen wir zu Abend und freuten uns über unseren schönen Urlaub, der am nächsten Tag leider zu ende sein würde. Das Frühstück am nächsten Morgen nahmen wir in Schwangau zu uns. Danach wanderten wir zum Schloss Neuschwanstein, welches ich persönlich zu den schönsten Schlössern zähle, dass ich je gesehen habe.

Schließlich traten wir den Rückweg unserer Autorundreise an. Zwar waren es nur wenige Tage, aber diese waren gefüllt mit vielen interessanten und sehenswerten Sachen, ohne etwas von ihrer Erholung einzubüßen. Die Romantische Straße zeigt welche von Deutschlands schönsten Plätzen und ist absolut empfehlenswert. Wer sich Abenteuer und Action wünscht, ist hier zwar fehl am Platz, dafür kommen alle Altstadts- und Landschaftsliebhaber auf ihre Kosten.

Janny333

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