Städtereise nach Rom - Wiederholung bereits beschlossen
- Ein Reisebericht -
Werden wir es irgendwann mal nach Rom schaffen? Bereits einige Jahre zuvor mussten wir die Städtereise nach Rom aus familiären Gründen absagen und im April 2010 machte uns die Aschewolke einen Strich durch die Rechnung!
Aber am Muttertagswochenende 2010 war es dann so weit, unsere 4-tägige Rom-Reise konnte beginnen.
Die Sehenswürdigkeiten
Wir konnten es kaum erwarten, die wunderbaren Sehenswürdigkeiten Roms zu erkunden. Gleich nach Ankunft spazierten wir zur Santa Maria Maggiore. Von außen war es halt eine große Kirche, aber als wir das Gotteshaus betraten, waren wir sprachlos. All das Gold, die feinen Mosaiken und prächtigen Altäre brachten uns zum Staunen.
Anschließend marschierten wir zum Kollosseum, wo Massen an Menschen auf Einlass warteten und das wahrscheinlich für Stunden. Gott sei Dank hatten wir uns im Vorfeld gut informiert, also spazierten wir die paar Meter zum Palatin um dort das Kombiticket für Palatin, Kollosseum und Forum Romanum zu kaufen. Binnen einer Minute waren wir im Besitz des Tickets, und wir schlenderten an der endlos langen Schlange vorbei. Für das Kollosseum empfiehlt sich eine Führung, denn so hört man auch die spannenden Geschichten über die Gladiatoren. Das Bauwerk selbst ist natürlich beeindruckend, einfach grandios dass man vor 2000 Jahren so etwas schaffen konnte und ebenso unvorstellbar dass es heute noch steht.
Als nächstes schlenderten wir durch den Palatin, wobei der Blick auf das Forum Romanum das Highlight des Spazierganges war. Das Forum Romanum selbst besteht größtenteils aus verfallenen Tempeln und Gebäuden, leider fehlte es uns ein wenig an Vorstellungskraft für dieses Monument.
Über die Piazza del Campidoglio gelangten wir zum Denkmal für Vittorio Emanuele, einem riesigen Bau aus weißem Marmor. Man kann gegen Gebühr mit einem Lift aufs Dach hinauffahren, von wo aus man einen traumhaften Blick auf die Stadt hat.
Am nächsten Tag hatten wir eine Hop-on-Hop-Off-Tour gebucht, da wir am Vortag doch einige Kilometer zurückgelegt hatten, außerdem wollten wir auch Informationen über die Geschichte Roms hören.
In Villa Borghese stiegen wir aus, marschierten ein wenig durch den Park, sahen Straßenkünstlern zu und entspannten in der Wiese. Vollgetankt mit neuer Energie spazierten wir hinunter zur Spanischen Treppe, die voll von Touristen war. Wir setzen uns auch kurz hin, aber die Menschenmassen vertrieben uns bald wieder.
Der 3. Tag stand ganz im Zeichen des Vatikans. Um dem großen Andrang zu entgehen, fanden wir uns schon vor sieben Uhr morgens beim Petersdom ein und konnten diesen fast alleine besichtigen. Auch beim Lift für die Fahrt auf die Kuppel waren wir die ersten Besucher. Obwohl uns das Aufstehen schwer gefallen war, es war es wirklich wert. Als wir von der Kuppel hintersahen standen die Touristen schon über den ganzen Petersplatz in der Schlange an.
Als nächstes besuchten wir die Vatikanischen Museen, auch hier hatten wir Tickets vorgebucht was uns langes Anstehen ersparte. Leider war in den Museen unglaublich viel los, man wurde nur weitergeschoben und konnte sich kaum frei bewegen. In der Sixtinischen Kapelle hätte man definitiv nicht umfallen können, so viele Leute drängten sich in den engen Raum.
Froh wieder an der frischen Luft zu sein, besuchten wir die Engelsburg und den Pantheon. Beides, wie alle Sehenswürdigkeiten in Rom, einzigartig und wunderschön.
Den letzten Tag verbrachten wir damit, durch die Stadt zu schlendern, auf Märkten Halt zu machen und einfach noch mal römische Luft zu atmen.
Leute
Irgendwie dürfte es in Rom keine Einheimischen geben, oder zumindest im Zentrum nicht. Verständlich ob der Masse an Touristen, die sich in der Stadt tummeln.
Eine einzige Römerin haben wir getroffen, die Hausherrin unserer kleinen, günstigen Pension nahe der Santa Maria Maggiore. Die Dame war an die 80 und eine ganz herzliche Frau, die uns sogleich adoptierte. Wie unsere Oma war sie darauf bedacht, dass wir nur ja genug Kleidung mithatten und zum Frühstück genug von ihrem leckeren, selbstgebackenen Kuchen aßen. Wir waren entzückt!
Eis
Angeblich ist das Giolitti die beste Eisdiele Roms. Ich habe keinen Vergleich, aber das Eis dort war schon sensationell gut. Die Auswahl war beinahe schon zu groß, aber so gingen wir eben gleich zweimal hin.
Rom ist eine Städtereise wert, das steht außer Frage. In den vier Tagen haben wir aber nur einen Bruchteil der Sehenswürdigkeiten gesehen, weshalb wir auf jeden Fall wiederkehren werden.
Gut war, dass wir schon vor der Reise einige Information gesammelt hatten. Hätten wir uns jedes Mal in die Schlange vor den Sehenswürdigkeiten einreihen müssen, hätten wir wohl nur die Hälfte gesehen.
anonym
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