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Uluru - Codney Roadhouse: mit 130km/h durchs Outback

- Ein Reisebericht -

Vom Uluru, auch Ayers Rock genannt, führte uns die heutige Etappe unserer Rundreise zunächst 250 km auf dem Lasseter Highway zurück Richtung Osten, um zum Stuart Highway Richtung Adelaide zu gelangen. Die Fahrt zog sich ganz schön und es war wieder verdammt heiß. Aber trotzdem ist eine Reise mit dem Wohnmobil durch das australische Outback einfach traumhaft und vermittelt das Gefühl von totaler Freiheit. Man ist einfach so weit weg vom allem, das ist einfach unglaublich und wirklich empfehlenswert!

Eine Fahrt auf einem Highway durchs Outback muss man sich wie folgt vorstellen: Kilometerlang sieht man rechts und links NICHTS bzw. einfach nur karge, meist wüsten- oder steppenartige Landschaft und immer mal wieder Warnschilder wegen der Kühe und Känguruhs. Die zu überfahren wäre nicht gut. Alle 100 bis 300 km befindet sich dann - nein keine Stadt oder ein Dorf - ein sogenanntes Roadhouse. In diesem Haus befindet sich oft ein Minimarkt, eine Tankstelle, ein Restaurant, Zimmer, Duschen, Toiletten und daneben ein kleiner Campingplatz. Zwischen diesen Roadhäusern gibt es ab und zu kleine Rastplätze, d.h. es geht ein kleiner Schotterweg ein paar Meter vom Highway ab, wo sich manchmal auch ein überdachter Tisch befindet. Ein Ausnahme auf unserer heutigen Route war das kleine Örtchen Marla, in dem es noch eine Bank und eine Post gab, zwar im selben Haus, aber immerhin.

Am Nachmittag überschritten wir übrigens die Grenze vom Northern Territory nach South Australia und wunderten uns ein wenig, dass Schilder uns aufforderten keinerlei Früchte & Co mit über die Grenze zu nehmen. Quarantäne-Vorschriften sogar zwischen den Bundesstaaten!

Bevor es dunkel wurde, haben wir nach einem einfachen Rastplatz Ausschau gehalten, an dem wir die Nacht verbringen konnten, haben aber leider bis zum Codney Roadhouse keinen Platz gefunden, so dass wir beschlossen auf diesem Campingplatz zu bleiben. In der Dunkelheit durchs Outback zu fahren ist wegen der vielen Tiere (von denen wir leider noch keines lebendig gesehen haben) noch viel gefährlicher als in besiedelten Gebieten. Schon als wir unser Wohnmobil am Roadhouse parkten bemerkten wir die lauten Vogelstimmen: In den Bäumen um uns herum hatten es sich zahlreiche Papageien gemütlich gemacht. Was für ein Bild! Nach dem Sonnenuntergang, der den Himmel hier in den tollsten Farben leuchten ließ, waren wir als nächstes beeindruckt vom wirklich krassen Sternenhimmel. Den hätten wir uns noch stundenlang ansehen können, wenn wir nicht so müde gewesen wären. Übrigens sieht man am australischen Nachthimmel mehr Sterne als an anderen Orten der Welt!

Anonym

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