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Unsere Reise über die Grüne Insel

- Ein Reisebericht -

Am 13. August ging es endlich los. Heute ging es für zwei Wochen auf Rundreise nach Irland! In denen wie tolle Menschen, atemberaubende Landschaften und so manches Abenteuer erleben durften.

Mit Air Lingus flogen wir zwei Stunden und landeten sicher in Dublin. Mit einem Mietauto, und etwas Anfangsschwierigkeiten mit dem Linksverkehr ging es ins Hotel.

Die ersten zwei Nächte verbrachten wir also in Dublin. Kurz nach unserer Ankunft im Hotel zog es uns auch schon in die Stadt über die wir schon so viel gelesen hatten. Mit der Luas (der Dubliner Straßenbahn) ging es sehr zügig voran. Die Stadt war voll. Wenn man sich überlegt, dass ein Drittel der gesamten Bevölkerung Irlands in Dublin und Umgebung wohnt, wahrscheinlich kein Wunder. Für mich war sie leider etwas zu voll, zu laut und zu schnell. Ich war so berauscht von meinen Vorstellungen über das Land und die Weite, dass mich Dublin schnell auf den Boden der Tatsachen zurück holte. Wir flüchteten also erst mal in ein nettes Kaffee und beschlossen uns am nächsten Tag noch einmal mit neuer Kraft Dublin zu stellen. Da uns (zumindest zu Anfang) nicht nach Shoppen und ähnlichem zumute war, ging unser erster richtiger Ausflug nach Howth, eine kleinen Halbinsel vor Dublin. Wir beschlossen eine Klippenwanderung zu machen und es war traumhaft schön! Den Hafen von Howth im Rücken und das Meer voraus, wanderten wir zwei Stunden bevor es mit dem Zug wieder in die Stadt zurück ging.

Am dritten Tag stand die Fahrt nach Ballingcollig Ballincollig in der Nähe von Cork auf dem Plan. Wir hatten uns den Powerscout Waterfall auf der Strecke herausgesucht um dort etwas wandern zu gehen. Nach dem Eintritt von 6€ waren wir jedoch etwas von dem Wasserfall enttäuscht. Unsere Wanderung ging schlussendlich durch das Glendalough in den Wicklow Mountains. Mit einem Besucher Zentrum, das auch eine Ausstellung bot und einer kostenlosen Wanderkarte ausgestattet ging es los, auf einer einfachen strecke, zwei Stunden durch die wunderbare Landschaft der Wicklow Mountains. Eine alte Klosteranlage und ein traumhafter Blick über die verschiedenen Seen der Region machten die Wanderung perfekt. Noch nicht genug von alten Klöstern fuhren wir noch am selben Tag zum Rock of Cashel, welches wir schon Zuhause oft auf unserem Irlandkalender bewundert haben. Leider regnete es etwas (für Irland aber nicht ungewöhnlich), wir konnten es trotzdem genießen.

Der nächste Tag begann mit einem Stadtrundgang in Cork. Wir stiegen auf die Shandon Church wo wir einen phantastischen Blick über Cork genossen und zugleich selbst Glöckner sein durften. In dieser Kirche spielen die Besucher selbst (mehr oder weniger) Lieder auf den Glocken des Turms. Sonst hat Cork keine besondere Ausstrahlung. Man sollte sich daher vorher genau überlegen was man sich ansehen will und nicht nur „mal drauf los“ laufen.

Weiter ging es über den Ring of Karry, den man unbedingt gesehen haben muss, nach Limerick. Sowohl Limerick als auch Tralee entäuschten uns und wir beschlossen uns keine Irische Stadt mehr anzusehen und nur noch Wandern zu gehen um die Natur zu genießen. Das wahre Irland findet man außerhalb jeglicher Städte und sollte es auch niemals in den Städten suchen.

Unser nächstes Ziel waren die “ Cliffs of Moher“. Eine Wanderung entlang des Kliffs ist nur zu empfehlen. Auch hier störten mich die vielen Touristen leicht aber das tat der Schönheit der Natur keinen Abbruch und so trauten wir uns sogar auf die Wege die nicht einmal mehr eine Handbreit Platz zum Abgrund ließen.

Der nächste Tag brachte uns eine Wanderung durch den Connemera Nationalpark. Der Wanderweg führte uns auf den Diamond Hill wo die tolle Aussicht für jegliche Strapazen des Aufstiegs entschädigte.

Unsere Reise führte uns nun weiter in den Norden nach Sligo durch das County Mayo. Auf den Spuren von Heinrich Böll machten wir eine Rundfahrt auf der Insel Achill Island. Wo sich noch heute Schriftsteller in die Ruhe und Einsamkeit der Insel zurückziehen um zu schreiben.

Am 12 Tag fuhren wir wieder zurück nach Dublin, aber nur um shoppen zu gehen und gleich am nächsten Tag weiter nach Belfastin Nord-Irland zu fahren. Belfast ist im Gegensatz zu Dublin eine richtig schöne Stadt. Ein riesiges Shoppingcenter mit Aussichtskuppel versprach einen tollen Ausblick und wir konnten über ganz Belfast sehn und es bestaunen. Unser Hotel war allerdings in Carnlough, einen kleinen Fischerdorf noch etwas weiter im Norden. Das Hotel (Londenderry Arms Hotel) gehörte einmal Winston Churchill und sah auch noch genau so aus als hätte Churchill gestern noch darin gewohnt. Es entsprach so gar nicht unserem Geschmack. Aber wieder einmal entschädigte die Natur für alles. Ein kleiner Wasserfall (ohne Eintritt!) gleich um die Ecke und der Giant`s Causway nicht weit entfernt ließen mich das Hotel schnell vergessen.

Am vorletzten Tag ging es also über die Rope Bridge, eine kleine Hängebrücke auf eine kleine Insel. Das allein sollte jedoch noch nicht alles sein. Plötzlich riefen die Kinder um mich herum „Sharks, Sharks“, was „Hai“ heißt und tatsächlich ragten mehrere Hairückenflossen aus dem Wasser. Ich war wie erstart, solche großen Tiere hatte ich in freier Natur noch nicht gesehen. Auf dem Rückweg zum Auto fragte ich sehr nette Nationalparkmitarbeiter darüber aus und bekam zur Antwort das dies Basking Sharks sind. Die auf der Suche nach Plankton oft nah an die Küste kommen. Allerdings sind diese Haie völlig harmlos, da sie sich nur von Plankton ernähren welches sie durch filtern des Wassers aufnehmen.

(London)Derry als letzte Stadt auf unsere Rundfahrt war ein gelungener Abschluss. Derry ist die einzige Irische Stadt mit komplett erhaltener Stadtmauer (1,5 Km) die wir (trotz Regen) einmal komplett abliefen und uns somit sehr gute Bilder von Derry machen konnten.

Auf der Rückfahrt nach Dublin dachte ich über den Rundreise-Urlaub nach. Ich kann sagen, dass man das Irland, von welchem man in den Reiseführern liest und welches man auf den Bildern sieht, nicht in den Städten sondern weit draußen an den Küsten findet. Wenn man es dann gefunden hat sollte man es genießen, denn Irland trägt völlig zu Recht den Namen „Grüne Insel“.

Anonym

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