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Urlaub im Ferienhaus an der Ostsee

- Ein Reisebericht -

Wir fahren an die Ostsee! Welch glückliche Erwartung. Seit Jahren waren wir nicht mehr dort gewesen. Doch nun sollte es nicht nur einfach ans Baltische Meer gehen, wir planten eine (N)ostalgiereise in die Vergangenheit: nach Dahme. Der kleine Ferienort liegt in der Lübecker Bucht, etwa auf halber Strecke zwischen Neustadt/Holstein und Fehmarn. Mehr als ein Dutzend Mal waren wir vor mehreren Jahrzehnten mit der Familie dort gewesen. Was würde uns erwarten?

Über das Internet hatten wir alles perfekt vorbereitet: Anfahrt und Unterkunft waren geklärt. Während Franken noch schlief, starteten wir unsere lange Tour. Das Auto hatten wir trotz der späten Jahreszeit und des nicht allzu positiven Wetterberichts optimistisch mit Bollerwagen, Ball, Fischernetz, Bocciakugeln und Federballset vollgepackt.

Wir hatten freie Fahrt, aber in Neustadt erwarteten uns ein heftiger Wind und ein regenbereites Tief. Doch wir hatten Zeit, genossen den Ausblick am Hafen, stöberten in Geschäften, soweit sie geöffnet waren, und ließen uns schließlich zu einem ausgiebigen Genuss hausgemachter Spezialitäten in einem der vielen schönen Cafés direkt am Hafen nieder. Durch das Erkerfenster hatten wir einen freien Blick auf die Schiffe. Jedenfalls so lange, bis es wie aus Kübeln schüttete.

Bei unserer Ankunft in Dahme hatte der Himmel ein Einsehen. Es packt sich sehr viel besser aus, wenn Gepäck und Menschen nicht tropfnass werden. Wir bezogen ein nettes Häuschen, in dem zwei Familien Platz hatten und der Urlaub im Ferienhaus konnte beginnen. Jede Wohnung hatte ihre eigene Eingangstür und dehnte sich auf zwei Etagen aus. Dusche, separates WC und die Küche samt Esstisch befanden sich im Erdgeschoss, das Wohnzimmer und zwei Schlafzimmer für je zwei Personen im Stockwerk darüber. Wir hatten also im Prinzip ein ganzes Haus für uns und waren völlig ungestört, denn in dieser Woche waren wir die einzigen Gäste.

Zu Fuß konnten wir vom Bäcker über den Supermarkt und das Fischfachgeschäft bis zur Touristeninformation alles in Kürze erreichen. Über die teilweise heftigen Schauer des ersten Tages tröstete uns bald der exquisite Sherrymatjes aus Renés Spezialitätenladen hinweg. Was für ein Genuss!

Weniger als zehn Minuten trennten uns vom Strand und kaum hatten wir das Nötigste aus dem Auto ins Haus gebracht und den nächsten Regenschauer in der Touristeninformation abgewartet, gab es auch schon kein Halten mehr. Noch eine Straßenbiegung, dann der Durchgang durch die hohen Deichmauern und dann ... da war sie: unsere geliebte Ostsee! Ruhig plätscherten die Wellen leise an den Strand, die Strandkörbe in Weiß und Braun lachten uns wie vor vielen Jahren freundlich an und die Seemöwen vervollständigten mit ihren heiseren Schreien das für uns vollkommende Panorama!

In den wenigen Tagen, die uns hier blieben, schliefen wir aus, aber nach einem ausgiebigen späten Frühstück war die mit mehr als einem Kilometer schier unendlich lange Strandpromenade unser Dreh- und Angelpunkt. Die kleinen Shops steckten wie früher in den niedrigen alten Häuschen, die glücklicherweise keinen mondänen Palästen Platz machen mussten. Dahme hat etwas sehr Familiäres, etwas Altes und Gediegenes. Trotzdem wurde behutsam und gekonnt modernisiert. Neue Sitzmöglichkeiten an der Grenze vom Promenadenpflaster zum feinen Sandstrand waren entstanden. Teilweise erhöht öffneten sie den weiten Horizont noch mehr, als es die einladenden Stühle und Tische vor den zahlreichen Cafés und Restaurants schafften. Links kann man selbst an trüben Tagen den hohen Bogen der Fehmarnbrücke erkennen, rechts winkt die Küste von Mecklenburg-Vorpommern herüber. Von hier aus flohen mehr als 600 Menschen in den Jahren der deutschen Teilung - das sind die bekannten Zahlen, und nicht jeder hat es geschafft.

Das alte Freibad ist einem modernen Wellnesstempel gewichen, der ein vielseitiges Innenleben beherbergt. Wir genossen je 20 Minuten auf einer mit Wasser gefüllten Massageliege, ließen uns Timare, das gesunde gereinigte Meerwasser, schmecken und tobten eine Weile durch das um diese Jahreszeit fast leere Schwimmbad. Leider mussten dem Umbau die langen Schwimmbahnen früherer Zeiten weichen, Wettkämpfe für Touristen und Einheimische werden hier sicher nicht mehr ausgefochten.

Den Leuchtturm hatten wir früher sicher nicht besucht. Er ist erst seit einigen Jahren für Besichtigungen frei. Ein ausgiebiger Spaziergang brachte uns rechtzeitig zur ersten Führung dorthin - der Ausblick aus luftiger Höhe war einfach grandios! Den Rückweg nahmen wir am Strand entlang, warfen Steine, suchten Exemplare mit durchgehendem Loch - das soll finanziellen Erfolg bringen - und wateten durch das kalte Wasser um riesige Felsbrocken herum. Unser ganz privates Abenteuer.

Postkarten und Matrosenlieder, ein Schillerlockenbrötchen an demselben Fischkiosk wie vor vielen Jahren, Essen, Trinken und Genießen am Strand - trotz des eher trüben Wetters genossen wir diese Idylle an einem Ort, der zwar im Sommer sehr viele Touristen sieht, aber trotzdem ganz im Gegensatz zu seinen berühmten Brüdern Timmendorfer Strand oder Grömitz immer noch ein dörfliches Flair besitzt. Hoffentlich bleibt das noch lange so!

Sollten wir trotz des kühlen Wetters einen Strandkorb mieten? Wir beschlossen, erst einmal Minigolf zu spielen, ganz wie in alten Zeiten. Doch am letzten Tag war es so weit, denn es wurde milder. In der Nähe der Schiffsbrücke gehörte uns für wenige Stunden einer dieser typischen, wundervollen Strandkörbe, wie sie fast nur an der Ostseeküste stehen. Und eine Panoramafahrt mit dem Boot musste ebenfalls sein. In einer Stunde umrundeten wir die im Süden vorspringende Küstenecke und tuckerten zum Nachbarstädtchen Kellenhusen, schlugen einen weiten Bogen durch die Bucht und kehrten zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Dass am nächsten Tag die Sonne auf uns herabbrannte, als wir aufbrechen mussten, war mehr als schade. Aber vielleicht winkte uns die Ostsee auch ein letztes Mal für dieses Jahr einen Gruß zu: Kommt bald wieder! Die Sonne vergoldete uns den Abschied und strahlte bis unserem Abschiedsaufenthalt in Neustadt. Und wir brauchten sie dringend in unseren Herzen, als wir ab Hamburg in eines der größten Unwetter gerieten, das seit Langem in Mitteldeutschland heruntergekommen war. Nach kilometerlangen Regenstrecken bis hinter Fulda und viele Stunden später waren wir froh, noch vor Mitternacht wieder zu Hause zu sein - und durften erneut im Trockenen ausladen.

Doch die Erinnerung an diesen charmanten Ort bleibt, in dem wir sogar die frühere Pension wiederfanden - wenn auch unter neuen Eigentümern. Es wird gewiss nicht wieder Jahrzehnte dauern, bis wir uns erneut auf die Reise an die Ostsee und nach Dahme machen.

Dahme

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