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Urlaub in Polen - Busfahrt zum 10. Städtemarathon in Krakau

- Ein Reisebericht -

Viele Städtemarathons sind auch schon von Reiseanbietern entdeckt worden. Oft umfasst das Paket eine mehrtägige Busreise inklusive der Hin- und Rückfahrt, einige Übernachtungen und natürlich die Hauptsache: die Startgebühr für den Lauf. Für die osteuropäischen Länder ist das Angebot aber noch wenig ausgereift und unser Urlaub in Krakau mit Teilnahme am City-Marathon daher in Eigenregie geplant.

Wir starteten am Abend, fuhren über Nacht und konnten so bereits am nächsten Vormittag nach zehn Stunden Fahrtzeit unsere Unterkunft in Krakau beziehen. Über die Suchfunktion im Internet hatten wir ein günstiges Hostel gefunden - ein Doppelzimmer für circa 25 Euro.

In den ersten beiden Tagen standen ausgedehnte Besichtigungstouren in Polens alter Königsstadt auf dem Programm. Der Marktplatz ist der größte seiner Art in Europa und erinnert mich in seinem Aufbau etwas an das beliebte Monopoly-Spiel. Jede Seite des Platzes ist in einem bestimmten Preisniveau gehalten. So sind beispielsweise zwischen den Punkten A und B wesentlich teurere Cafés zu finden als zwischen den Punkten C und D. In der Mitte des 200mx200m großen Platzes befinden sich die Tuchhallen. Früher waren sie der Umschlagplatz für Waren aller Art der Händler und Durchreisenden. Heute findet man vor allem Souvenirläden darin. Wir ließen uns viel Zeit auf dem großen Platz, betrachteten das überlebensgroße Denkmal des polnischen Dichtervaters Adam Mickiewicz und ließen uns zu jeder vollen Stunde in die Vergangenheit versetzen. Dann nämlich, ertönt von den Türmen der Marienkirche ein Trompetensignal in alle vier Himmelsrichtungen, das jedes Mal abrupt abbricht. Der Legende nach hatte ein Trompeter früher die Stadt vor den Tartareneinfällen gewarnt und war dabei ums Leben gekommen. Die Tradition des Trompeters haben die Krakauer aber bis heute nicht aufgegeben und wer es nicht scheut, die vielen Stufen des Turmes emporzusteigen, kann ein Autogramm des Trompeters als Andenken an den Urlaub in Krakau mit nach Hause nehmen.

Ein Besuch des Wawel, des alten Königssitzes, rundete den Spaziergang ab. Das Wahrzeichen der Stadt gesehen zu haben, ist einfach ein Muss bei einem Urlaub in Krakau. Nicht nur die Baulichkeiten mit ihren Verzierungen, Türmchen und Kuppeln sind dort zu bewundern, auch die Parkanlage und die allgemeine Lage des Wawel erhöht am Rande der Weichsel bilden ein eindrucksvolles Bild. Den Ausgang aus der Anlage nahmen wir durch die Drachenhöhle, dem Hort innerhalb des Burgbergs, in welchem im Mittelalter noch ein Drache gehaust haben soll. Dessen Denkmal sahen wir uns am Ausgang der Höhle gegenüber. Gusseisern ragte er auf einem Podest auf und spuckte Feuer. Wie sich herausstellte, lässt ihn die Burgverwaltung in regelmäßigen Abständen Feuer spucken. Wer nicht so lange warten möchte, kann ihn auch über eine gebührenpflichtige Telefonnummer per SMS aktivieren.

Abends machten wir uns auf den Weg in den östlichen Teil der Stadt, von wo aus am nächsten Tag der Marathon starten sollte. Wir bekamen dort unsere Startunterlagen und das obligatorische Nudelgericht vor einem Lauf. So gestärkt konnten wir am nächsten Tag bei schönstem Wetter gut gestärkt an den Start gehen. Mit über 10.000 anderen Läufern aus über 100 Nationen setzte sich der bunte Zug nach dem Startschuss in Bewegung. Aus dem Osten der Stadt ging es ins Zentrum, vorbei an den uns bereits bekannten Denkmälern auf dem großen Marktplatz, vorbei an der Marienkirche und dem Wawel. Die Strecke führte weiter am Fluss entlang, bis zur Wendemarke in Nowa Huta, einer ehemaligen Arbeitersiedlung im Westen Krakaus. Der Rückweg gestaltete sich etwas zäh, waren doch die eingängigen Punkte in der Umgebung bereits durch den Hinweg bekannt. Dennoch war es ein schönes Gefühl, von weitem bereits das Ziel zu sehen und zurück in die Marathonstadt zu kommen.

Am nächsten Tag setzten wir unsere Besichtigungstour fort. Es hat sich als anregend erwiesen, nicht alles haarklein zu planen, sondern sich Freiräume zu bewahren und sich treiben zu lassen und zu schauen, was die Stadt so bringt. Denn Krakau steckt voller Überraschungen. Von den Flyerverteilern auf der Straße ist man zwar wegen derer Vielzahl zeitweilig etwas genervt, aber man erfährt sehr viele gute Tipps, wie man den Abend oder das Wochenende verbringen kann oder welches besondere Event gerade stattfindet. Uns wurde so ein Violinkonzert in der Kirche beschert, anschließend gerieten wir mitten hinein in eine Gedenkparade für den im Jahr zuvor umgekommenen polnischen Ministerpräsidenten.

Unser nächstes Ausflugsziel in der Umgebung von Krakau war allerdings geplant. Wir buchten in einer Touristeninformation eine Busfahrt nach Wieliczka und eine Führung durch das dortige Salzbergwerk. Dreimal am Tag finden dort Führungen auch in deutscher Sprache statt, polnische und englischsprachige noch häufiger. Zuerst geht es mehrere hundert Stufen in die Tiefe, die Führung erstreckt sich über die obersten drei Solen, in den untersten sechs arbeiten heute noch Bergleute. Während der etwa dreistündigen Führung kamen wir an unterirdischen Kapellen und Salzseen vorbei und erhielten Einblick in das Arbeitsleben der Bergleute früher und heute. Bevor wir mit einem Gitterkäfig wieder ans Tageslicht gebracht wurden, erhielten wir die Möglichkeit, in einem unterirdischen Restaurant zu essen und Andenken aus Salz zu kaufen.

Der Halbtagesausflug war ein voller Erfolg und beschloss das Ende eines wunderschönen Tages und leider auch unseres selbstorganisierten Kurzurlaubes in Polen, denn am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bus über Nacht zurück nach Deutschland.

S. Eriksson

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