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Urlaub mit Matterhorn

- Ein Reisebericht -

Zermatt

Matterhorn

Das Matterhorn sehen und sterben - na ja, fast.

Wer in der Schweiz lebt, muss einmal das Matterhorn gesehen haben - so mein Credo. Für einen Schweizer wie meinen Mann gilt das natürlich doppelt. Der kennt aber in Asien jedes Inselchen wie seine Westentasche und ist vermutlich mit Thailand König Bhumibol per Du, aber in seiner Heimat Schweiz hat er noch nicht viel gesehen. Das Matterhorn kennt er nur von Fotos.

Und da wir ohnehin grosse Anhänger noch grösserer Berge sind (einer ziert unseren Ehering), schenke ich ihm zum Geburtstag das Matterhorn. Zunächst einmal symbolisch in einem silbernen Bilderrahmen, aber im Juni ist es endlich soweit, und wir machen uns mit Kind und Koffer auf nach Zermatt. Anreise und Hotel habe ich, da es ein Geburstagsgeschenk ist, selbstorganisiert.

Die Fahrt mit dem Zug ist wunderbar - vor allem das letzte Teilstück von Visp nach Zermatt beeindruckt uns. Der Zug schraubt sich höher und höher an prächtigen Walliserhäusern und ehrfurchtgebietenden Wasserfällen vorbei. Wir sehen sogar ein Murmeltier, was bei unserem 4-jährigen Sohn Freudentänze auslöst.

Die Ankunft in Zermatt ist zunächst ernüchternd, der Bahnhof alles andere als ein architektonisches Meisterwerk. Doch dann fällt uns sofort etwas auf, wofür Zermatt berühmt ist - keine Autos! Das heisst..., keine Benzin- oder Dieselfahrzeuge, sondern flüsterleise Elektrogefährte. Wir stellen fest, dass wir uns sonst im Strassenverkehr enorm auf unser Gehör verlassen. Hier ist das gefährlich, denn die kompakten kleinen Elektroautos machen fast kein Geräusch. Gleichzeitig merken wir, dass ihr langsames 30h-km-Tempo und entschleunigt - hier scheint alles weniger hektisch zu sein. Zusammen mit der guten Bergluft ergibt das sofort einen Entspannungseffekt.

Auf der Suche nach dem Hotel Daniela lassen wir die Umgebung auf uns wirken - Zermatt liegt in einem Tal auf 1600 m Höhe, umringt von beachtlichen Bergriesen. Die Hauptstrasse bietet eine kuriose Mischung aus qualitativ hochwertiger Bergsteigerausrüstung und überteuertem Alpenkitsch feil. Natürlich gibt es Schokoladenmatterhörner und Kuhglocken in allen erdenklichen Andenkengrössen. Die Beschriftung vieler Läden und Restaurants ist Japanisch - und uns schaudert bei dem Gedanken, dass Ausländer genau dies hier für Schweiz in Reinkultur halten könnten; dabei ist es eher ein Destillat dessen, was Menschen in aller Welt bei dem Wort "Schweiz" assoziieren. Einige der Hotelbauten scheinen ins Gigantische aufgeblasene Walliserhäuser zu sein, als hätte ein Wahnsinniger das Foto eines solchen Gebäudes auf dem Kopierer verzehnfacht, und dabei noch die früheren Proportionen ausser Acht gelassen.

Doch der alte Stadtteil Zermatts söhnt uns damit sofort wieder aus: Alte Holzspeicher auf Stelzen, damit die Mäuse nicht an das Getreide herankommen, muten fast an wie in einem Museum. Auch das Restaurant, das wir abends aufsuchen, und in dem mindestens 5 Sprachen gesprochen werden, ist ein Lichtblick: Blitzschnell serviertes ausgezeichnetes Schweizer Essen. Eine Bedienung, die auf die Frage unseres Sohnes, ob die Spülmaschine in der Küche riesig sei, sofort anbietet, er möge doch mal schnell mitkommen - und das, obwohl das Restaurant voll ist und an allen Tischen Arbeit auf sie wartet. Klar, dass wir ein grosszügiges Trinkgeld hinterlassen.

Auch das Hotel Daniela erfüllt in jeder Hinsicht unsere Erwartungen. Nach einer sehr beengten ersten Nacht zu dritt im Ehebett wird unser Anfrage nach einem Kinderbett im Nu in die Tat umgesetzt: Das Kinderbett entpuppt sich als niedriges solides Holzbett, aus dem man zwar heraus plumpsen, aber keinesfalls tief fallen kann. (Unser Sohn berichtet dann auch, er sei einmal herausgepurzelt, aber, von uns unbemerkt, einfach wieder hineingestiegen.)

Das Frühstücksbuffet ist so reichhaltig, dass wir es in vier Tagen nicht schaffen, alles durch zu probieren. Hier ist der Hit bei unserem Sohn die automatische Orangenpresse - wir trinken seeeehr viel Orangensaft, weil er es so spannend findet, diese Maschine zu bedienen. Die Dame in der Küche fragt jeden Morgen sehr freundlich nach unserem Getränkewunsch und serviert auch so ausgefallene Dinge wie Latte Macchiatto, heisse oder kalte Schokolade und Espresso. Wir sind, glaube ich, im Paradies gelandet.

Das Beste aber ist der Blick von unserem Balkon: Morgens reissen die Wolken auf, und da ist es - das Matterhorn. Je nun, die Fotos zeigen alle seine markante dreieckige Form, aber was niemals deutlich wird, ist WIE gigantisch es ist. Die das Dorf Zermatt umgebenden Berge sind bereits sehr beeindruckend, nur muss man dann nochmals den Blick heben, so weit oben scheint es zu schweben. Wir können den Blick kaum abwenden und fotografieren, fotografieren, fotografieren - als würde es in der nächsten Sekunde davonlaufen.

Es ist also nur logisch, dass wir am zweiten Tag die Gornergratbahn nehmen (Tipp!), die sich auf erstaunliche 3135m hochschraubt. Wir haben noch nie zuvor so hoch oben Kuchen gegessen (oben gibt es ein Hotel, man glaubt es kaum). Und erneut ist uns Fortuna hold - obwohl der Himmel am Morgen verhangen war, reisst die Wolkendecke nun auf und gibt den Blick frei - auf das Matterhorn. Wir staunen nur noch - darüber, wie man überhaupt in diese Höhe eine Bahn bauen kann, darüber wie sich so weit oben tatsächlich ein Hotel befinden kann, über die gewaltigen Gletscher und über den Berg. Dieser ist gleichzeitig so gewaltig und in seiner charakteristischen Form so schön, dass uns die Worte fehlen. Unser Sohn jedenfalls beschliesst, dass wir sofort hierher umziehen müssen - ob das am Matterhorn, am sehr schönen Kinderspielplatz mit "Rundumrutsche" in Zermatt oder am ausgezeichneten Frühstück liegt, können wir nicht sagen. Und wir beide müssen wohl einen weiteren Ring in Auftrag geben, dieses Mal mit Matterhorn.

A. Günther

Visp

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