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Von der Ahr bis an die Elbe - ein Kurztrip quer durch Deutschland

- Ein Reisebericht -

Ahrweiler

Es sollte eine kurze Reise werden, die uns von Ahrweiler quer durch Deutschland nach Dresden führen würde, mit kurzen Zwischenaufenthalten in Kulmbach und Hof. Wir hatten uns dafür eine Woche Zeit genommen und konnten alles in Ruhe geniessen.

Der erste Stolperstein kam auf der Autobahn von Frankfurt nach Würzburg. Inzwischen weiß nahezu jeder Autofahrer der in diese Gegend kommt, dass bei Würzburg gebaut wird und der Stau unausweichlich ist. Zum Glück gibt es aber Alternativen wenn man in Richtung Oberfranken unterwegs ist, die nicht nur ein entspanntes Fahren garantieren, sondern auch noch die Möglichkeit offen lassen die ein oder andere sehenswerte Stadt zu besuchen. Man spart Zeit und Nerven wenn man die Autobahn A3 kurz hinter Aschaffenburg verlässt und über die B26 durch Lohr und Karlstadt nach Würzburg fährt. Diese Stadt am Main ist nicht nur dank Dirk Nowitzki ein beliebtes Reiseziel. Die Residenz als Wahrzeichen der Stadt ist gut per Auto zu erreichen und der Besuch lohnt sich. Restaurants wie das Juliusspital oder andere typische Weinlokale bieten alles, was die fränkische Küche zu bieten hat. Wenn man also gerne guten Wein genießt, gutes Essen und nette Gesellschaft dazu, dann ist Würzburg der richtige Ort. Hotels in der Innenstadt gibt es genügend aber ebenso reizvoll ist ein netter Abend in der Umgebung wie beispielsweise in Randersacker.

Aber wir waren ja auf der Durchfahrt mit dem Tagesziel Kulmbach, also nicht lange kulinarisch abschweifen, sondern weiter über die A70 an Bamberg vorbei (auch ein sehenswerter Ort) zur Plassenburg, dem Wahrzeichen Kulmbachs.

Kulmbach, die Biermetropole Oberfrankens und ein Mittelpunkt der deutschen Bratwurstkultur. Mein erster Halt ist immer der Bratwurststand am Markplatz, wo man für einen guten Preis ein Paar Bratwürste im halben Stollen mit ein wenig Senf erhält. Dazu ist zu sagen, dass der Oberfranke in seinem Dialekt eigentlich kein „t“ oder „p“ kennt, sondern nur ein weiches oder hartes „d“ und ein ebenso weiches oder hartes „b“. Eines der wenigen Worte mit richtig (hochdeutsche Variante) ausgesprochenem „t“ ist jedoch das Wort Senf, das im oberfränkischen“ Senft“ heisst. Daher gehört die Frage der Bratwurstverkäufers „mit a weng Senft“ genauso dazu wie die Wurst an sich.

In Kulmbach fand an diesem Wochenende auch noch das 32. Altstadtfest statt, ein Erlebnis der besonderen Art. Die gesamte Innenstadt mit Oberhacken und vielen anderen Nebenstraßen und Gassen war erfüllt mit Musik und Leben. Essen und Trinken wurde an vielen Ständen angeboten und es war für jeden Geschmack etwas dabei. Es war der perfekte Abschluss des ersten Tages unserer Reise und ein Termin den es sich zu merken lohnt. Das Hotel „Zum weißen Ross“ direkt am Markplatz gelegen, ist der Ort um zu übernachten.

Am nächsten Tag ging die Fahrt nach Dresden weiter über Hof, in Bayern ganz oben. Hof machte seinem Namenszusatz „bayrisch Sibirien“ alle Ehre, es war kalt und nass. Aber dafür kann man Hof nicht die Schuld geben und entsprechende Kleidung hilft, die unangenehmen Seiten des Wetters zu ertragen.

Hof hat sich nach dem Wegfall der innerdeutschen Grenze zu einer Stadt entwickelt die keine Wünsche offen lässt. Das Angebot an Geschäften und Restaurants ist gewaltig gestiegen und erfüllt jeden Trend. Wenn wir eben noch von Bratwürsten in Kulmbach gesprochen haben, so müssen wir hier in Hof den „Wärschtlamo“ (Würstchenmann) erwähnen. Die Spezialität dieser Würstchenverkäufer sind Wienerwürstchen die an jeder Ecke verkauft werden. Der typische Wärschtlamo hat einen Messingkessel mit heißem Wasser vor dem Bauch und bietet verschiedene Würstchen an. Heute steht der Kessel allerdings meist auf einem Hocker, da die Wärschlamänner nicht mehr durch die Stadt gehen sondern feste Standplätze haben.

Weiter ging es nach Dresden über die Autobahn vorbei an Plauen und Chemnitz. Über Dresden wurde schon so viel geschrieben und das Angebot an Reiseführern ist nahezu unerschöpflich. Daher möchte ich hier auf einige andere Dinge eingehen.

Da in den meisten Hotels die Frühstückspreise nicht mehr im Übernachtungspreis enthalten sind und ich ein Frühstück für ca. 21€ pro Person doch überzogen halte (so viel kann man gar nicht frühstücken), empfehle ich eines der vielen kleinen Cafes in der Innenstadt. Cafe Grafe (Rampische Str. 7) ist ein neues, modern eingerichtetes Cafe in der Nähe der Frauenkirche und für 10 € erhält man hier ein Schlemmerfrühstück das als Starthilfe in den Tag durchaus genügend ist.

Um einen Überblick über die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten zu bekommen, empfiehlt sich eine Stadtrundfahrt, die man beliebig gestalten kann. Natürlich darf die Frauenkirche nicht fehlen und es kann ein schöner Zeitvertreib für gelangweilte Kinder sein, die verbauten Originalsteine, die durch eine dunklere Farbe hervorstechen, zu zählen. Um nicht die ganze Woche damit zu verbringen, kann man die Kirche in Segmente einteilen oder die verfügbare Zeit festlegen, die zum Zählen genutzt werden kann.

Der Tipp für einen abwechslungsreichen Spaziergang durch die Szene ist jedoch die Alaunstraße mit ihren Seitengassen und Hinterhöfen. Hier findet man wahre Kunstwerke versteckt hinter Toreingängen und in Verbindungswegen zwischen den Parallelstraßen. Der Kunsthof sei hier nur als ein Beispiel erwähnt, der mit interessanten Fassaden und Dekorationen seinem Namen alle Ehre macht. Kneipen, Bars und Restaurants aller Geschmacksrichtungen gibt es an jeder Ecke und wer hier nichts findet, findet nirgendwo etwas. Wir haben in einem mexikanischen Restaurant gegessen und waren nicht nur zufrieden, sondern auch rundherum satt. Die Portion Ribs die mein Sohn gegessen hat, hätte auf den wenigsten Gartengrills Platz gefunden und der Preis war äußerst akzeptabel. Ein weiterer Tipp ist Raskolnik in der Böhmischen Straße. Wenn man davon noch nicht gehört hat, läuft man einfach vorbei. Ein unscheinbarer Eingang in einem nicht sehr attraktiven Gebäude das mehr nach einer Ruine oder Rohbau aussieht. Einzig die rote Glühbirne über dem Eingang erregt Aufmerksamkeit.

Zusammenfassend war dieser Kurzurlaub wie eine Perlenschnur von West nach Ost mit vielen Sehenswürdigkeiten, die beliebig verlängert werden kann. Dresden war der Höhepunkt und ein wahrhaft lohnendes Ziel.

Anonym

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