Buchen Sie Ihr Ferienhaus oder Ferienwohnung bei tourist-online.de - Über 758.800 Ferienhäuser und Ferienwohnungen bei tourist-online.de

0800 32 32 4 32

(kostenlose Hotline)

+49 251 38480 800

(aus dem Ausland)
Heute von 08:00 - 22:00 Uhr telefonisch erreichbar!

Von der Isar in den Thüringer Wald

- Ein Reisebericht -

Eine längere Fahrradtour mit meinem Schwager zu unternehmen war schon seit längerer Zeit ein großer Wunsch von mir.

Wir lieben beide das Radfahren und können dabei prima abschalten.

Wir kamen recht schnell zu dem Entschluss, dass wir von unserem Zuhause (in diesem Fall Dachau) in unsere Heimat nach Thüringen fahren wollten.

Die Strecke war anspruchsvoll und auch mit ungefähr 500 Kilometern recht lang. Wir hatten dafür allerdings maximal 5 Tage Zeit, was die ganze Sache etwas komplizierter machte.

Schlussendlich war unser Starttag dann der Dienstag und wir wollten es bis spätestens Sonntag nach Arnstadt in Thüringen geschafft haben.

Zunächst haben wir uns vorgenommen, keine klaren Orte anzugeben, bis zu denen wir es an einem Tag schaffen wollten. Nur die Tageskilometer sollten bei ungefähr 100 liegen.

Also wir am Dienstag früh um 10 Uhr in Dachau am Bahnhof los fuhren, lachte uns glücklicherweise sogar die Sonne entgegen. Sie sollte nicht dauerhaft unser Begleiter sein.

Wir fuhren nun auf der ersten Etappe von Dachau über herrliche Radwege bis nach Ingolstadt. Das waren stolze 120 Kilometer mit dem Mountainbike. Wir waren beide sehr überrascht, dass wir das geschafft hatten. Allerdings war uns klar, dass dies unter Umständen nicht jeden Tag zu schaffen war. Wir fuhren entlang an herrlichen Obstplantagen und schönen Waldwegen. In einem kleinen Ort nahe Ingolstadt fanden wir ein kleines Hotel, in welchem wir residierten. Die Ausstattung war recht spärlich. Sie hatte etwas von Jugendherberge. Nach dem Einzug um 20 Uhr abends gingen wir dann noch sehr lecker in einem bayrischen Wirtshaus essen. Danach fielen wir todmüde ins Bett.

Am nächsten Tag starteten wir mit einem süßen Frühstück in einer Bäckerei des Ortes. Danach konnten wir kaum losfahren, weil uns die Beine vom Vortag weh taten und weil uns das Bäckereigut schwer im Magen lag.

Die Stecke entschädigte uns allerdings für die frühen Strapazen. Es ging zunächst sehr wellig bis ins wunderschöne Altmühltal. Dort fuhren wir durch Schluchten und dichte Wälder auf engen Straßen dahin. Die kleinen Dörfchen trugen viel zu dieser einmaligen Atmosphäre bei.

Anschließend ging es parallel zur Autobahn 9 weiter Richtung Nürnberg. Je näher wir dieser Stadt kamen, desto übermütiger wurde ich. Das sollte sich ungefähr 30 Kilometer vor Nürnberg rächen. Ich bekam schreckliche Schmerzen in meinem linken Knie und konnte nur mit viel Mühe die letzten Kilometer bis Nürnberg schaffen. Auch an diesem Tag schafften wir 115 Kilometer.

An einem Kanal in Richtung Nürnberg verlebte ich an diesem Tag meine schlimmsten Stunden. Kurzzeitig war sogar zu erwarten, dass ich am nächsten Tag nicht weiter fahren konnte. Aber glücklicherweise blieb mir das erspart.

Am Abend machten wir dann die Altstadt von Nürnberg unsicher und aßen leckere Nürnberger Bratwürste und tranken zünftiges Bier. Diese Stadt ist auf jeden Fall einen weiteren Besuch wert. Die Altstadt ist wunderschön mit ihren alten Häusern, schönen Einkaufspassagen und dem großen Markt, auf dem der alljährliche Nürnberger Christkindlsmarkt stattfindet.

Am Donnerstag ging es dann von Nürnberg weiter in Richtung Landesgrenze Bayern zu Thüringen. Wir fuhren über Erlangen weiter nach Bamberg. Auch hier machten wir einen kleinen Abstecher in die Altstadt. Sie ist ebenso sehenswert, hat aber ein ganz anderes Flair. Das Wetter spielte an diesem Tag auch ziemlich verrückt. Erst sehr sonnig und warm, dann ein kräftiger Gewitterschauer und anschließend wieder Sonne. Zum Abend hin, als wir unserem Ziel kurz vor Coburg immer näher kamen, zog der Himmel dann ganz zu. Es wurde immer kälter und fing letztendlich an zu regnen. Glücklicherweise hatten wir in unseren Fahrradrucksäcken das passende Zubehör dabei. In einem kleinen Ort kurz vor Coburg fanden wir eine herrliche Bike-Pension.

Wir waren überglücklich, dass wir hier am späten Abend noch eine Unterkunft fanden. Das nette ältere Ehepaar verwöhnte uns sogar noch mit einer deftigen Brotzeit und erzählte tolle Geschichten aus ihrem Leben. Die Zimmer waren riesig und sehr gut ausgestattet. Der Preis war unschlagbar. Das morgendliche Frühstück gab uns die passende Energie für den letzten Tagesabschnitt unserer Tour. Wir wollten an diesem Tag unseren Zielort Arnstadt erreichen. Diese Etappe sollte aber auch die mit Abstand schwierigste werden. Das Profil war sehr anspruchsvoll. Es ging gleich nach der Durchquerung von Coburg ordentlich bergauf. Teilweise mussten wir bis zu 10 Prozent steile und mehrere Kilometer lange Straßen passieren. Wir kamen in immer höhere Regionen und überquerten am Nachmittag die Landesgrenze zu Thüringen. Der finale Anstieg in den Thüringer Wald zum Rennsteig über Masserberg führte uns auf eine Höhe von über 800 Meter. Coburg lag nur bei ungefähr 400 Metern über Null. Der Anstieg war sehr hart, da es auch hauptsächlich durch das Gelände ging. Es ging nur bergauf über gut 15 Kilometer bei Steigungsgraden von 5 - 12 Prozent. Als wir es endlich geschafft hatten, genehmigten wir uns in Masserberg erst einmal ein Eis. Anschließend fuhren wir über Ilmenau zu unserem Ziel nach Arnstadt.

Nach 490 Kilometern erreichten wir am Abend völlig erschöpft unser Ziel. Wir waren aber sehr zufrieden mit unserer Leistung und würden es jederzeit wieder machen. Die Eindrücke der Natur unter Berücksichtigung der eigenen Leistung machen den besonderen Reiz einer solchen Tour aus.

Danny Schulze

Ferienhäuser in der Umgebung

weitere Ferienwohnungen und Hotels nahe Von der Isar in den Thüringer Wald

Unsere Experten

Heute von 08:00 - 22:00 Uhr für Sie am Telefon:

Auszeichnungen & Feedback

Testurteil
"sehr gut"
Berechnet aus
4.747
Bewertungen
Berechnet aus
4.220
Bewertungen
 
44.606
Personen gefällt
tourist-online
 
704 Personen
empfehlen
tourist-online