Reiseland Mecklenburg-Vorpommern wirkt Trend entgegen

Die deutschen Urlauber zieht es offensichtlich immer häufiger in den Nordosten. Obwohl das Wetter hier oft unbeständig ist rechnet der Landertourismusverband für den Sommer 2009 mit einer Rekordbilanz. Um allerersten Mal wurden im Juli und August mehr als zehn Millionen Übernachtungen gebucht. Schon in der ersten Jahreshälfte wurde entgegen dem gesamtdeutschen Trend bei den Übernachtungszahlen eine Steigerung von 3,1 Prozent auf einen noch nie erreichten Stand von 10,9 Millionen Übernachtungen erreicht. Dieses ist in dem Bereich das stärkste Wachstum aller Bundesländer. Für Ende des Jahres wir mit einem Ziel von 28 Millionen Übernachtungen gerechnet. Anscheinend geht die Wirtschaftskrise zwischen Müritz und Ostsee bislang offensichtlich an der Inlandstourismusbranche vorbei. Dabei wird dieses Wachstum nicht mehr wie in früher nur von den Badegästen an der Küste getragen, sondern auch die Auswahl an Angeboten im Binnenland lockten zunehmend Urlauber an. Dabei ist man kaum vom Wetter abhängig: Die Urlauber gegen immer die Hoffnung auf schönes Wetter – wenn es jedoch ausbleibt, besuchen sie die Städte, Museen oder Restaurants. Seit 1990 wurden 2,1 Milliarden Euro an Fördergeldern gezahlt und damit Investitionen im Volumen von 6,5 Milliarden Euro angeschoben. Im Tourismus sind mit dieser Hilfe die von Helmut Kohl in seinem berühmten Zitat versprochenen blühenden Landschaften entstanden. Ungeachtet der in vielen Orten entstandenen Infrastruktur ist aber weiterhin noch genügend Platz für den sogenannten „sanften Tourismus“, der sich vor allem durch die unberührte Natur bei Strandurlauben auf Rügen, bei Reiterferien auf dem Darß oder bei einer Städtereise nach Rostock erleben lässt.

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