Freizeitpark statt Finanzkrise

Zahlreiche Deutsche machten auf Grund der Finanzkrise Urlaub im eigenen Land. Nicht nur Ferienhäuser und Ferienwohnungen waren diesen Sommer für einen Kurzurlaub beliebt. Auch Freizeitparks in Deutschland erfreuten sich einer wachsenden Besucherzahl. Bei manchen Parks war eine Steigerung von mehr als 20 Prozent zu verzeichnen.

In den Freizeitparks quer durch Deutschland ist der Ansturm trotz Finanzkrise so groß wie selten zuvor. Holiday- oder Heidepark, Phantasia- oder Legoland, Bavaria Filmstudios, Naturpark oder Erlebnis-Zoo: Millionen Bundesbürger machten diesen Sommer Urlaub im eigenen Land – und scheinbar besonders gern Ausflüge zu den vielen Freizeit- und Erlebnisparks.

Eine Vielzahl der Erlebnisparks melden bereits jetzt (ca. zwei Monate vor Saisonende) einen regelrechten Besucherboom mit teilweise 20 Prozent mehr Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Laut Ulrich Müller-Oltay (Geschäftsführer des Verbands deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen) ist für eine breite Zahl von Anbietern 2009 bislang überdurchschnittlich erfolgreich gelaufen. Insgesamt sind 72 Betriebe in dem Verband angeschlossen – vom klassischen Abenteuerland bis hin zur VW-Autostadt in Wolfsburg.

Noch zu Saisonbeginn befürchtete die Branche, dass die Finanzkrise gegenteiliges bewirke. Dass die Deutschen bei Freizeitausgaben sparen könnten und ihr Geld zusammenhalten. Jetzt zählen Freizeitparks zu den Gewinnern der Krise. Ulrich Müller-Oltay sagte passend: „Viele Leute, die sonst ins Ausland fahren, blieben in Deutschland, machten spontane Kurzreisen und kamen zu uns“ – nicht auch zuletzt dank des schönen Wetters. Das war für die deutschen Vergnügungszentren von Nord bis Süd ideal. So konnte der Movie Park in Bottrop (ehemals Warner Brothers Movie World) seine Besucherzahl von 1,15 Millionen bislang um über 20 Prozent steigern. Die Sprecherin des Movie Park Antje Kurzmüller: „Das ist besonders gut gelaufen diesen Sommer“.

Im Europa-Park in Rust, deutschlands größter Vergnügungspark, hält sich da noch etwas zurück. Es sei für eine abschließende Besucherzahl noch zu früh, so Sprecherin Ester Wawrin. Die Besucherzahl von über vier Millionen aus 2008 dürfte aber in jedem Fall deutlich geknackt werden. (Zum Vergleich: Auf Mallorca verbringen rund 3,5 Millionen Deutsche pro Jahr ihre Ferien.

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