Alles einsteigen! – Die Busreise erlebt eine Renaissance

Zusteigen, abfahren, herausklettern, Kirchen anschauen, wieder zusteigen, wieder abfahren: Die Vorstellung einer Rundreise mit dem Bus erscheint eher wie ein Kreislauf der Monotonie und wirkst erst einmal nicht sehr anziehend. Genau genommen wäre anzunehmen, dass niemand mehr Rundreisen bucht. Jedoch das Gegenteil ist der Fall: In den Prospekten der Veranstalter nehmen sie nach wie vor einen festen Platz ein. Und gerade an Fernreisezielen werden die Pläne nun noch einmal erweitert. Die altbewährte Studienrundreise aus den 70er Jahren ist immer weniger verlockend geworden. Ein Urlaub dieser Art war gleichsam am Ende seines Lebenszyklus’ angelangt, gleichwohl gerade kleinere Veranstalter daraufhin begannen, diesen weiterzuentwickeln. Eingereiht haben sich nun Erlebniskomponenten und Edutainment-Komponenten. Aktuell seien zudem viele neue Zielregionen – wie beispielsweise Südamerika oder Afrika, bei welchen das Naturerlebnis eine wichtige Rolle spielt.
Alles einsteigen!   Die Busreise erlebt eine RenaissanceDie fernen Reiseziele sind heutzutage so wie ein Italienurlaub in den 70er Jahren war. Gäste sind dort noch etwas gehemmt. Eine Rundreise mit einem spezialisierten Veranstalter ist dann die komfortable Lösung für solche Bedenken. Und sie kommt auch noch anderen Wünschen entgegen: Die Touristen haben kein Verlangen mehr, 2 Wochen nur in der Sonne zu brutzeln. Das ist einer der Belege, warum diese Urlaubsform noch nicht dahingeschieden ist. Im Gegenteil, anscheinend wird sie immer beliebter. Das Kontigent an Rundreisen ist deutlich gewachsten. Dieses gilt für alle Ziele, an erster Stelle Kuba, Südafrika und Indochina. Deutsche Touristen sind reiseerfahren und wollen nicht in ghettoähnlichen Hotelanlagen verweilen.

Rundreisen erfüllen einfach ein grundsätzliches Bedürfnis des Menschen, die Neugier, und das geht beim einfache Badeurlaub nicht. Ohnehin war mit Reisen ja ursprünglich ein „Rumreisen“ gemeint und nicht das Liegen an einem Strand. Der große Wandel ist erst mit dem Massentourismus gekommen. Marktführer TUI bietet mittlerweile mehr als 300 Rundreisen an. Für die Winterkataloge wurde das Sortiment noch einmal aufgestockt, wobei nach den Buchungen Kuba, Mexiko, Thailand und die Vereinigten Staaten vorne liegen.

Moderne Rundreisen sollten den Feriengästen nach Möglichkeit einiges an Abwechslung bieten. Zur erweiterten Palette der TUI in Sachen Erlebnisrundreisen zählen daher Programme, die unter einem Motto stehen oder einen bestimmten Aufhänger besitzen. Ähnliches bietet der Stuttgarter Reiseverantalter Gebeco an, der vom Fachmagazin „travel One“ kürzlich für die außergewöhnlich Rundreise „Mythen und Legenden“ durch Südafrika geehrt wurde.

Rundreisen, bei denen vorne der Reiseleiter steht und vorgibt, als würde das Reiseziel nur aus Geschichte bestehen, sind nicht mehr gefragt. Aktiv-Elemente werden immer bedeutsamer: Wanderungen, Radtouren, Fahrten mit einem Heißluftballon oder das Reiten auf einem Elefanten können das Rundreiseprogramm deutlich attraktiver machen. Zudem werden die Reisegruppen werden immer kleiner, die Palette der Zielgruppen jedoch größer. Es gibt immer mehr Aktivurlauber über 60, andererseits wird das stärkste Wachstum bei den 30- bis 59-Jährigen, vor allem bei Paaren in diesem Alter prognostiziert.

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