Ein halbes Jahrzehnt nach dem Tsunami

Weihnachten 2004 und damit nun ziemlich genau vor fünf Jahren verwüstete eine Sturmwelle die Küsten von Thailand und Sri Lanka und riss viele Menschen in den Tod. Da insbesondere die bei Touristen sehr beliebten Bade- und Urlaubsregionen, wie zum Beispiel Khao Lak in Thailand, besonders schwer vom Tsunami getroffen wurden, kamen neben den hunderttausend Einheimischen auch viele Urlauber und Ausländer ums Leben. Bis dato waren Thailand und Sri Lanka das Exil schlechthin für alle Winterurlauber auf der Flucht vor der Kälte im eigenen Land. Weihnachten unter Palmen, Unterkunft im Luxus-Hotel-Ressort direkt am Strand und Baden im 30 Grad warmen Indischen Ozean – das war und ist nicht nur der Traum vieler Urlauber, sondern auch Haupteinnahmequelle für Thailand und Sri Lanka. Durch die Tsunami-Flutwelle wurden die prachtvollen Hotelanlagen zerstört, Menschen getötet und Urlauber vertrieben. Dem asiatischen Raum wurden lang anhaltende Folgen prognostiziert. Die Buchungszahlen gingen in den darauf folgenden Jahren bis um die Hälfte zurück. Viele Touristen sagten aus Angst vor einem ähnlichen Ereignis den Urlaub am Indischen Ozean komplett ab, andere buchten sich in entferntere Landesteile ein.

Ein halbes Jahrzehnt nach dem Tsunami

Die Urlauber-Zahlen in Thailand erholten sich insgesamt schneller als die in Sri Lanka. Begründet ist dies aber in den Unruhen und dem Bürgerkrieg in Sri Lanka. Seit die Kämpfe vor einiger Zeit beigelegt wurden, ist aber nun auch in Sri Lanka ein Anstieg der Besucherzahlen zu vermerken. Nördlich von Phuket in Khao Lak sind mittlerweile alle Hotelanlagen wieder neu aufgebaut worden. Laut einer Sprecherin des Asienreisen-Marktführers Dertour und Meier’s Weltreisen hat sich das Buchungsverhalten der Deutschen Urlauber bezüglich Reisen nach Thailand wieder vollständig normalisiert. Fragen zu der Tsunami-Gefahr gäbe es kaum noch. In Thailand selbst gibt es nun ein Frühwarnsystem. Zudem erinnern Beschilderungen am Strand an die Flutkatastrophe. Die Schilder sollen im Falle einer Wiederholung den Gästen den schnellsten Weg in die Berge (erhöhtes Gebiet) weisen und dadurch Opfer vermeiden. Die Reiseveranstalter sehen heute der touristischen Zukunft von Thailand und Sri Lanka wieder freudig entgegen.

Der Tsunami und dessen Folgen gehören nun zu der Geschichte Thailands und Sri Lankas, daran kommt man auch im Urlaub nicht vorbei. Etwas im Süden von dem Städchen Takuapa liegt der „Tsunami Memorial Park“ im Dorf Ban Nam Kem. Hier finden Besucher ein Denkmal in der Form einer riesigen Welle sowie viele Informationen zu der Naturkatastrophe von 2004. In Bang Niang finden Interessierte das Tsunami-Museum am Highway 4. Und auch in Sri Lanka findet man mehrere Gedenkstätten. Eine davon liegt im Yala Nationalpark im Südosten der Insel.

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