Dörfer für China durch Club Med

Dörfer für China durch Club MedNicht nur Japaner machen Urlaub in Europa auch immer mehr Chinesen können sich mittlerweile einen Urlaub leisten. Relativ klar ist somit auch das die Reiseveranstalter immer enger zusammenarbeiten. So auch der chinesische Konzern Fosun, der sich mit etwa sieben Prozent bei dem französischen Reiseanbieter Club Med eingekauft hat. Hierdurch sollte es Club Med einfacher sein auf dem chinesischen Markt den Durchbruch zu schaffen und auch dort Gewinne einzufahren. Bis zum Jahre 2015 will die Gruppe fünf Feriendörfer in ganz China errichten. Oft wird auch eine partnerschaftliche Allianz mit einem chinesischen Unternehmen als praktische und rechtliche Voraussetzung gesehen, um überhaupt auf dem chinesischen Markt einzutreten.
Club Med legt seine Hoffnungen vor allem auf die einheimischen Touristen, um diese für ihre Dörfer als Kunden zu gewinnen. Allein im letzten Jahr wuchs der Markt um etwa zehn Prozent auf rund 150 Mrd. Euro, sodass auch mittlerweile die chinesische Regierung die Inlandsreisen als eine Möglichkeit sieht die Konjunktur anzukurbeln. Bis zum Jahre 2015 rechnet Club Med bereits mit 200.000 chinesischen Kunden. In dem Skiort Yangbuli in Nordostchina soll das erste Dorf entstehen.
Doch auch Auslandsreisen werden bei Chinesen immer beliebter. 2009 sind mehr als 47 Mio. Chinesen ins Ausland gereist. Club Med möchte über die Allianz mit Fosun versuchen auch diese potentielle Kundenquelle anzuzapfen. Die Fosun-Gruppe selbst ist eines der größten Privatunternehmen Chinas und hat seine Sitze in Hongkong und Shanghai. Obwohl das Unternehmen noch relativ jung ist macht es jährlich einen Umsatz von rund drei Mrd. Euro. Investiert wird in alle Geschäftsfelder, ob Geldanlagen, Immobilien, Werbung, Biotechnologie oder Stahl. Die Investition in Club Med war die erste Beteiligung eines chinesischen Konzern an einer französischen Firma. Club-Med hat etwa 80 Feriendörfer in 40 Ländern und konnte seinen Gewinn von etwa drei Mio. Euro im Geschäftshalbjahr 2009/10 wieder in den positiven Bereich bringen.

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