AlpspiX – Adrenalin am Fuß der Zugspitze

AlpspiX – Adrenalin am Fuß der ZugspitzeZu Zeiten Luis Trenkers & Co. mußten sich Bergsteiger die atemberaubenden Ausblicke hart erarbeiten und das Gefühl ca. 1000 Meter nach unten schauen zu können erzeugte eher Respekt im Auge des Betrachters als Neugierde. Seit letztem Monat allerdings haben nun auch Tagesausflügler die Möglichkeit Ausblicke zu genießen, die sonst nur Steinadlern vorbehalten war.

In einem X arrangiert streben zwei Aussichtsplattform in die bayrische Alpenwelt: Ein Ende richtet sich gen Himmel und Zugspitze und das andere, durch eine Glasscheibe geschützte Ende in Richtung des Höllentals. Um die volle Aussicht genießen zu können muss sich der Besucher überwinden 13 Meter über einen Gitterrost zu gehen. Je schwerer diese kurze Strecke zu bewältigen scheint, desto einfacher ist der Weg bis hin zum AlpspiX. Mit der Alpspitzbahn geht es bis zum Osterfelderkopf, von wo aus ein knapp 700 Meter langer Rundweg dem Besucher die hiesige Bergwelt näher bringt. Nebst der Tatsache, dass die Menschheit nun um einen Adrenalin-Kick reicher ist, verspricht sich natürlich auch der Betreiber, die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG, zusätzliche Einkommensmöglichkeiten und eine bessere Auslastung der touristischen Kapazitäten.

AlpspiX – Adrenalin am Fuß der ZugspitzeDas ein solches Konzept aufgehen kann, zeigen bekannte Vorbilder aus der ganzen Welt. Das ursprünglichste Beispiel hierbei ist der Geirangerfjord, an dessen Abbruchkanten man vorsichtig bis zum Rand laufen kann. Ebenso in Norwegen kann man entlang des Snövegen von der Plattform Stegastein aus das Panorama des Aurlandsfjordes genießen. Das wohl bekannteste Pondon zum AlpspiX ist der Grand Canyon Skywalk. Statt über einen Gitterrost läuft man über einen u-förmigen Glasboden, der ein Kunstwerk statischer Berechnungen gilt. Beide Projekte sind sowohl einzigartig als auch kontrovers diskutiert. Naturschützer und Einheimische empfinden die Aussichtsplattformen als zu markanten Einschnitt in die Landschaft, wobei die Betreiber Ihre Konstruktion als integrative Kunstwerke bezeichnen. Für den Reisenden bieten sie allerdings eine einzigartige Möglichkeit, Panoramen zu genießen und das Bewusstsein für sensible Naturräume zu entwickeln.

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