Thomas Cook kauft Öger Tours

Thomas Cook kauft Öger Tours Vural Öger, Geschäftsführer des Türkeispezialisten Öger Tours, verkündete zu Beginn dieser Woche überraschend, dass die zuvor ins Stocken geratenen Verhandlungen mit dem Reiseveranstalter Thomas Cook wiederaufgenommen wurden und auch zu einer Einigung führten. Dies geht einher mit der im letzten Monat von Thomas Cook getätigten Aussage, man plane in Deutschland einen dreistelligen Millionenbetrag in Übernahmen zu investieren (siehe Artikel Thomas Cook will in Deutschland zukaufen). Im Laufe der Verhandlungen konnte man sich diesmal, so Öger, auch über den Kaufpreis und andere bedeutende strategische Punkte einigen. Zuvor hatten die Diskrepanzen in den Vorstellungen zum Abbruch der Verhandlungen geführt.

Laut Aussage Vural Ögers sollen 100 Prozent seiner Anteile an die Thomas Cook Group gehen. Diese Entscheidung sei zusammen mit seiner Tochter Nina Öger getroffen worden, der auch in Zukunft in Kooperation mit ihrem Vater die Geschäfte in der Türkei obliegt. Öger sagte außerdem, dass es sich bei dem Verkauf seiner Anteile um eine gut durchdachte Entscheidung handle, die dazu beitrage, sein Lebenswerk fortzuführen. Darüber hinaus zählt zum Ergebnis der Verhandlungen auch, dass Vural Öger als Mitglied des Aufsichtsrates nach wie vor an wichtigen Entscheidungen beteiligt sein wird und somit die Zügel nicht gänzlich aus der Hand gibt. Auch die Konzernzentrale in Hamburg soll erhalten bleiben.

Ziel der Übernahme ist demnach, die Angebotsvielfalt und Qualität im Segment Türkei-Reisen als Teil von Thomas Cook erfolgreich zu erweitern. Grundlage dafür ist, dass der Reiseveranstalter durch den Aufkauf von Öger Tours von nun auf einem soliden und gut ausgebauten Netzwerk in der Türkei aufbauen kann. Nicht von der Übernahme betroffen ist die Öger Türk Tur GmbH und die in der Türkei ansässige Incoming-Gesellschaft Holiday Plan. Um die Übernahme von Öger Tours endgültig abschließen zu können, fehlt jetzt nur noch die Zustimmung des Bundeskartellamtes. Die Beteiligten gehen davon aus, dass der endgültige Vertragsabschluss dann bis zum September diesen Jahres erfolgen wird.

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