Einheitliche Hotel-Klassifizierung in Europa

Europa ist um Einigkeit und Transparenz bemüht, jedoch gibt es in puncto Hotelklassifizierung deutliche Unterschiede. Mehrere europäische Länder haben kürzlich jedoch einen einheitlichen Standard vereinbart.

Einheitliche Hotel Klassifizierung in EuropaDer Urlaub gilt ja bekanntermaßen als die schönste Zeit des Jahres, schade ist es nur, wenn die Erwartungen, die man an eine Unterkunft stellt, nicht erfüllt werden. Denn in Europa sind, zumindest was die Klassifizierung von Hotels betrifft, keine einheitlichen Regelungen vorhanden. Ein deutsches Vier-Sterne-Hotel zählt zur First Class; Bademantel, Hausschuhe und Internetzugang im Hotelzimmer sind Voraussetzung, ebenso wie ein À-la-carte-Restaurant. Vor allem in Südeuropa sind die zu erfüllenden Auflagen um vier Sterne zu erhalten wesentlich geringer. Um den europäischen Sternedschungel zu lichten haben sich einige Länder Europas dazu entschlossen gemeinsame Richtlinien zu entwickeln. Bisher haben sich die zehn europäischen Staaten Deutschland, Niederlande, Österreich, Schweiz, Estland, Lettland, Litauen, Tschechien, Ungarn und Schweden auf einheitliche Maßstäbe geeinigt. Derzeit liegen 270 Kriterien vor, auf denen die Klassifizierung einer Unterkunft in diesen Ländern basiert. Darin enthalten sind die so genannten Mindestkriterien, die ein Hotel für eine bestimmte Einstufung erfüllen muss. Die Zimmergröße ist hier nicht mehr so entscheidend, wichtiger ist der Service im Hotel und die Ausstattung der Unterkunft. Ferner können die Hotels Pluspunkte sammeln, indem sie beispielsweise besonders große Betten anbieten. Auch das Beschwerde- und Qualitätsmanagement fließen in die Bewertung ein.

Deutschlandweit nehmen etwa 8000 Hotels an der neuen Klassifizierung teil, das entspricht etwa 40 Prozent aller Häuser. In Europa sind es insgesamt circa 18000 Hotels. Verbraucherschützer begrüßen zwar eine europaweit einheitliche Hotelklassifizierung, blicken aber aufgrund der Durchsetzung in der Praxis und der Vergleichbarkeit skeptisch in die Zukunft.

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