Abschlussfahrt Bibione

- Ein Reisebericht -

Das Ziel der meisten Abschlussfahrten sind Orte, wie Calella oder Lloret de Mar, wo man gut feiern kann. Genau solche Urlaubsgebiete wollte unsere Klasse meiden. Deshalb organisierten wir die Reise selbst - und entschieden uns für Bibione als Ziel. Direkt nach den Abschlussprüfungen ging es also Anfang Juni für eine Woche nach Italien. Insgesamt nahmen 10 Personen zwischen 19 und 24 Jahren an der Fahrt teil. Für eine Woche mieteten wir zwei Ferienwohnungen in der Anlage Villagio I Girasoli und fuhren mit zwei privaten Pkw an.

Bei der Hinfahrt entschieden wir uns für die kurvenreichen Passstraßen. Bei der Rückfahrt nutzten wir die Mautpflichtigen Autobahnen, auf denen wir wesentlich schneller vorankamen.

Die Anlage, für die wir uns entschieden haben, ist sehr zu empfehlen. Urlauber dort sind hauptsächlich Familien aus Deutschland und Italien; zum Zeitpunkt unserer Reise war die Anlage jedoch relativ unbelegt. Etwas außerhalb von Bibione gelegen befindet sich die Ferienanlage Villagio I Girasoli; Strand und Einkaufsmöglichkeiten sind nur 5-10 Gehminuten entfernt. Die Ferienwohnungen sind in U-Form angelegt, ein schöner und sauberer Pool befindet sich in der Mitte des Grundstücks. Die Wohnungen, die über zwei Etagen gehen, sind jeweils für 3-5 Personen ausgerichtet, wobei zwei auf der etwas unbequemen, ausziehbaren Doppelbettcouch schlafen mussten. Ansonsten waren die Unterkünfte modern und zweckmäßig ausgestattet.

Aufgrund der Strandnähe, verbrachten wir unsere Nachmittage vorzugsweise dort. Glücklicherweise waren wir noch nicht in der Hauptsaison in Bibione, sodass der Stand noch nicht allzu überfüllt war. Das Wasser war schön warm; Quallen eine Seltenheit (nur von Krebsen wurden wir einige Male attackiert). Egal ob Strandspaziergang oder Tretboot fahren - für jeden war etwas dabei. An einem Tag nahmen wir uns vor mit gemieteten Fahrrädern (10 € pro Fahrrad) nach Caorle zu radeln. Da wir aber keine Karte hatten und uns nur am Strand orientieren konnten, ist uns dies leider nicht gelungen... Stattdessen haben wir Bibione mit den Rädern erkundet, was auch nicht schlecht war.

In den Ferienwohnungen konnte selbst gekocht werden, was bei 10 Jugendlichen immer lustig war. Nur das Geschirr wollte niemand freiwillig spülen. Die Küche war gut ausgestattet; Kühlschrank, Herd und Kaffeemaschine machten es möglich, einfache Gerichte zu zaubern. Einmal die Woche konnte auf einem Markt Fisch, frisches Gemüse und vieles mehr gekauft werden. Zweimal in der Woche entschieden wir, Essen zu gehen. Also ging es an zwei Tagen am Abend in eine Pizzeria nicht weit von der Ferienanlage. Die Pizzen waren günstig und genauso lecker, wie man es von italienischer Pizza gewohnt ist.

Obwohl es von einer Gruppe Jugendlicher wohl eher nicht erwartet wird, verbrachten wir die Abende meist in der Anlage bei lustigen Spielen und netten Gesprächen. Nur am letzten Abend entschlossen wir uns, eine Disco im Ort aufzusuchen, die an diesem Tag jedoch leider geschlossen hatte. So wurde es wieder ein gemütlicher Abend in einem Eiscafé, wobei gesagt werden muss, dass es im Zentrum von Bibione recht teuer ist.

Diese etwas unkonventionelle Abschlussfahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt. Insgesamt habe ich nur 170 € ausgegeben - so billig war ein Urlaub für mich noch nie. Dem Ansturm an Touristen sind wir zuvorgekommen und konnten so eine entspannte Woche in Italien erleben.

R. Walser

Caorle

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