Aktuelle Reisehinweise - Deutschland: Verbot touristischer Übernachtungen bis 20. Dezember 2020

Allein in Peking

- Ein Reisebericht -

Viele Touristen entscheiden sich für eine vom Reiseveranstalter geführte Reise durch China. Die Gefahr, in einer so fremden Kultur mit den Gepflogenheiten nicht zurecht zukommen, schreckt noch immer viele Reisende ab, sich selbst an die Reiseplanung zu setzen. Doch ein selbstorganisierter Urlaub in Peking ermöglicht jedem Reisenden Einblicke in die fernöstliche Kultur, die einem bei einem von Morgens bis Abends durchgeplanten Urlaub vorenthalten bleiben. Die Hauptstadt der Volksrepublik besticht durch die Kombination aus Geschichte und Moderne. Peking ist sowohl die kulturelle Hochburg Chinas, eine Stadt in der die 5000 Jahre alte Kultur der chinesischen Zivilisation noch immer spürbar und sichtbar ist, als auch Zentrum einer rapide wachsenden und modernisierten wirtschaftlichen Großmacht. Diese erfrischende Kombination steckt in der Architektur, dem Essen und den Menschen selbst.

Tiananmen-Platz, Verbotene Stadt, Sommerpalast des Kaisers und Chinesische Mauer sind ein Muss, aber noch lange nicht Alles. Haben Sie schon einmal von dem Yonghegong Lama Tempel gehört? Das ist der größte lamaistische Tempel außerhalb Tibets und mitten in der Innenstadt Pekings gelegen. Mehrere Hallen, die der Reihenfolge nach größer werden und angelegte Gärten sind Anziehungspunkt für Buddhisten aus ganz China.

Der Trommelturm "Gulou" und der Glockenturm "Zhonglou" stehen sich gegenüber und haben den Stadtbewohner früher durch Trommelschlag und Glockengebimmel den Tag und Abend eingeleitet. Noch immer kann mal als Besucher die Türme besteigen, sie werden heutzutage aber nicht mehr geschlagen.

Das Sightseeing und der Trubel Pekings können den abgehärtesten Reisenden fertig machen. Erholung kann man sich in einem der unzähligen Teehäuser oder Massagesalons holen. Wer eine kostenlose Alternative und Natur bevorzugt, sollte sich nach einem der vielen Parks in Peking umschauen. Zwei empfehlenswerte Grünflächen liegen sich auf der Ost-West-Achse Pekings direkt gegenüber: Im Westen liegt der Mondaltar-Park, im Osten der Sonnenaltar-Park. Hier kann man schnell und ohne Aufwand der wuselnden Millionenmetropole entfliehen und sich eine Auszeit gönnen. In den Abendstunden sieht man Musiker und Tanzgruppen - mitmachen gewünscht. Auch der Besuch chinesischer Universitäten hat seinen Reiz. Die wichtigsten Universitäten Pekings, die Tsinghua und die Peking Universität, haben eine über hundertjährige Geschichte. Der innere Campus mit dem alten Hauptgebäude der Tsinghua-Universität ist einen Besuch wert. Der Einfluss westlicher Imperialmächte ist hier noch immer sichtbar.

Fallen die Worte "Peking" und "Essen" ist die erste Assoziation "Peking Ente". Und das hat seinen Grund: Die Jahrhunderte alte Tradition der Aufzucht und Zubereitung dieser Tiere ist noch immer ein Geheimnis einiger weniger Chinesen. In den einschlägigen Restaurants Pekings findet man Besucherfotos von Gerhard Schröder, über George Bush bis hin zu Stars wie Jackie Chan. Mit etwas Glück lässt sich in den anliegenden Hutongs, den Altstadtvierteln Pekings, ein kleiner Familienbetrieb finden, der jeder für sich sein ganz spezielles Geheimrezept hat.

Anonym

Peking