Amsterdam - eine Stadt voller Eindrücke

- Ein Reisebericht -

Amsterdam – seit Jahren sprechen meine Freunde und ich davon, einmal einige Tage in dieser Stadt zu verbringen, und endlich ist es so weit. Unser selbstorganisierter Urlaub in Amsterdam kann beginnen.

Wir sind aus verschiedenen Städten mit Flugzeug und Bahn angereist, und treffen uns am Hauptbahnhof, um zum nahegelegenen Hotel zu laufen. Leider wurde uns nicht gesagt, dass zwischen uns und dem Hotel eine riesige Baustelle liegt, wo ein neuer U-Bahn-Tunnel geplant ist. Nachdem wir uns jedoch an Kränen, Baggern und Straßenbahnen vorbei über den Bahnhofsvorplatz gekämpft haben, erliegen wir sofort dem Charme der Stadt. Einer von uns sind vor allem die winzigen Frittenbuden sympathisch, wo man nach Einwurf von Münzen Fleischkroketten aus einem Automaten ziehen kann.

Nach einem Spaziergang nahe den Grachten und winzigen, schiefen Häusern finden wir unser Hotel, wo wir schnell unsere Sachen abladen und sofort die Innenstadt erkunden gehen, wo wir bekannte Geschäfte und Restaurants finden. Leider werden die Shoppingsüchtigen an diesem Tag enttäuscht, denn am Sonnabend werden Läden bereits um 18:00 Uhr geschlossen. Also lieber ein ausgedehnter Besuch in einem indonesischen Restaurant, wo wir uns an einer der berühmten „Rijsttafels“ (bis zu 40 verschiedene Gerichte) gütlich tun.

In unserer Woche in Amsterdam entdecken wir immer Neues, und jeder hat bald seinen eigenen Lieblingsort erkoren. Ob im Rotlichtviertel (die Frauen dürfen nicht fotografiert werden) oder auf dem Tulpenmarkt, beim Besuch der im 17. Jahrhundert gegründeten East Indian Trading Company, oder als wir neugierig und kichernd unsere Nase in einen Koffieshop stecken, für jeden ist etwas dabei. Natürlich besuchen wir auch das Anne-Frank-Haus und das Reichsmuseum, die sich beide im Laufabstand von der Innenstadt befinden.

Amsterdam ist voller Touristen, doch die Holländer scheinen diese gelassen hinzunehmen. Alle sind hilfsbereit und sprechen vorzügliches Englisch oder meist auch Deutsch, und viele sind so stolz auf ihre Stadt, dass sie gerne auch Anekdoten mit uns teilen. So lernen wir, dass jedes Jahr etwa 20.000 Fahrräder aus den Grachten gefischt werden (es scheint ein Nationalsport zu sein, das Fahrrad eines Kumpels auf diesem Wege zu „verstecken“). Auch wird uns endlich erklärt, weshalb die Häuser so schief erscheinen. Anscheinend sind die meisten Häuser in Amsterdam so schmal, dass Möbel nicht durch den Treppenflur passen. Daher wird der Hausgiebel schief gebaut und ein Haken daran befestigt, mit dessen Hilfe Möbel durch die Fenster hindurch in und aus dem Haus gebracht werden können.

Amsterdam ist voll von solchen kleinen Geschichten, und wer sich abends gemütlich in eine Bar setzt und den Einwohnern lauscht, wird bestens unterhalten.

Wer gerne zu Fuß eine Stadt erkunden möchte, sich nicht von Fahrrädern und Straßenbahnen abschrecken lässt, und wer gerne in kurzer Zeit so viele Eindrücke wie möglich gewinnen möchte, dem ist ein Ausflug nach Amsterdam gewiss anzuraten.

Anonym

Amsterdam

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