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Auf den Spuren von Jean D'Arc und Tin Tin

- Ein Reisebericht -

Auf den Spuren von Jean D'Arc und Tin Tin

Mein Aufenthalt in Frankreich beginnt in einem Vorort von Orléans, in Fleury les Aubrais, ca. eine Viertelstunde Straßenbahnfahrt vom Centrum Orléans entfernt. Hier mietete ich mich im relativ günstigen Best Western Hotel ein, denn mein Ansinnen war, Informationen für einen Schüleraustausch zu erkunden und die Gegend und Umgebung kennen zu lernen. Fleury les Aubrais ist ein typischer französischer Vorort mit einer Kirche , einer höheren Schule, einem Rathaus, angenehmen Wohnstraßen, einigen Mietskasernen und einem riesigen Straßenflohmarkt, der jeden Sonntag die Gemeinde aus ihren Häusern zusammentrommelt. Hier wird viel über Streiks, Landwirtschaft, den Bürgermeister und Atomkraftwerke gesprochen. Orléans ist eigentlich umzingelt von drei Atomkraftwerken und nach der Japankatastrophe ist das Problem Gesprächsthema Nummer 1 in der Region.

Fleury bietet keine besonderen Attraktionen oder Restaurants und so führte mich gleich der erste Morgen ins Centrum von Orléans. Hier findet man eine schöne kleine Stadt mit bunten Einkaufsmöglichkeiten in gemütlicher Atmosphäre und vielen kleinen netten Bars und Cafes, in denen Trinkgeld sehr willkommen ist und man wirklich besonders höflich behandelt wird, wenn es angemessen ausfällt.

Orléans ist geprägt von der Legende um Jean D’Arc, die tatsächlich nur einmal kurz in der Stadt gewesen sein soll.

Architektonische Attraktion ist die Kathedrale Sainte-Croix, die im gotischen Stil erbaut wurde und viel vom Hugenottenkrieg erzählt. Vermittelt wird ein Großteil der Geschichte der Stadt durch Johanna von Orléans, die sich durch die Stadt zieht wie ein roter Faden. Nach zwei Tagen hat man die Stadt erkundet und die Umgebung lädt zu ausgiebigen Loire-Spaziergängen ein.

Der Standort bietet viele interessante Möglichkeiten zu Tages- oder Halbtagesausflügen an. Drei besonders erwähnenswerte Ausflugziele sind das Schloss Chambord, das größte Loireschloss in der Nähe von Blois, Chartre und Cheverny.

Chambord ist in seiner Pracht fast unbeschreiblich, hier denkt man nicht an Märchen sondern an Herrschertum und prunkvolle Jagdgesellschaften Die legendäre Flüstertreppe im Schloss führt einen gedanklich zu frivolen Spielen, wie sie in alten Zeiten von der feudalen Gesellschaft zum Zeitvertreib begangen worden sind. Die Kathedrale von Chartre, etwa 90 Minuten mit dem Auto von Orléans entfernt, zählt zu einer der wichtigsten Kathedralen in Frankreich. Hier gibt es viele kirchliche Schätze zu bewundern, zum Beispiel das Leinenhemd, das Maria bei der Geburt Jesu getragen haben soll. Hier wird an Pilger erinnert und hier sieht man das Chartreblau, dass in den wohl berühmtesten Bleimalereien an Kirchenfenstern fast wie ein Wunder wirkt. Auch der kleine Ort Chartre bietet angenehme kleine Gassen in den man sich einfach wohlfühlen muss und lädt zu einem gemütlichen Einkaufsbummel und hervorragenden Quiches ein.

Weiteres Highlight in der Nähe ist das Jagdschloss Cheverny. Hier lebt noch ein Hausherr mit einer Hundemeute die längst zur Touristenattraktion geworden ist. Das Schloss wird in alter Familientradition geführt und gleicht einem modernen Unternehmen. Wem Cheverny irgendwie bekannt vorkommt irrt sich nicht. Das Schloss wird immer wieder in Tim und Struppi (französisch Tin Tin) gezeigt. Überall gibt es Bilder und Postkarten der Comichelden vielfältiger Art in kleinen Souvenirshops und Galerien in der ganzen Region zu kaufen. Man fährt nach Hause und möchte ein ganzes Haus damit dekorieren.

Orléans und seine Umgebung bieten vielfältige Möglichkeiten französische Geschichte zu entdecken und wunderschöne Schlösser zu erkunden. In kleinen Dörfern steht französische Lebensart bereit und man kann hier ein ganz einfaches Leben genießen.

Orléans

Anonym

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