Augsburg - Besuch in der schwäbischen Fuggerstadt

- Ein Reisebericht -

Augsburg

Im Juni 2009 entschieden meine Freundin und ich uns, einen Kurzurlaub im eigenen Land zu verbringen. Denn schließlich kennt man oft von der eigenen Heimat die wenigsten Ecken. Eine Stadt im Süden von Deutschland, welche uns beide faszinierte, ist Augsburg. Ich habe zwar sogar Verwandte in der Nähe, doch hatte ich mir Augsburg selbst niemals richtig angesehen.

Bis eben zu diesen wunderschönen Frühsommertagen, die wir beide als die ideale Reisezeit einstufen konnten. Es war eine kleine, günstige Pension, in die wir uns einmieteten für drei Tage - Urlaub muss wahrlich nicht teuer sein.

Am ersten Tag kamen wir in Augsburg an und hatten dort nur den Abend noch, um etwas zu unternehmen. Wir entschieden uns für einen Ausflug durch das bekannte Handwerkerviertel, da dieses im Abendlicht besonders schön sein soll.

Ehrlich gesagt: Uns war nicht zu viel versprochen worden. Das Handwerkerviertel mit seinen vielen kleinen Kanälen verbreitet einen ganz eigentümlichen, romantischen Charme, der eigentlich nicht zu beschreiben, vielmehr zu erleben ist.

Am nächsten Tag brachen wir dann schon früh auf, denn unser Ziel war der Augsburger Zoo, der als einer der schönsten, kleinen Zoos in ganz Deutschland gilt. Meine Freundin als Biologin war davon natürlich besonders begeistert - doch ich muss sagen, dass der Zoo wirklich sehr schön ist. Und auf dem Rückweg entdeckten wir noch einen kleinen versteckten Weiher, an dem es sich einfach herrlich entspannen ließ.

Am nächsten Tag sollte für uns die Augsburger Innenstadt auf dem Programm stehen. Man kennt Augsburg ja als die Stadt der Fugger - und so war die Fuggerei natürlich Pflichtprogramm. Es ist beeindruckend, was diese reiche Augsburger Kaufmannsfamilie als Sozialsiedlung des Mittelalters aufgebaut hat. Besonders gut kann man die Fuggerei gegen Abend besuchen, wenn die meisten Besuchermassen schon gegangen sind.

Augsburg gilt aber auch als eine Stadt der Reformation. So existieren dort katholische und protestantische Kirchen direkt nebeneinander - und das war schon im 16. Jahrhundert dank des Augsburger Religionsfriedens dort möglich. Faszinierend ist es, die Kirchen beider Konfessionen nacheinander zu besuchen - die Unterschiede in der Gestaltung sind mehr als offensichtlich und doch kann man einen gemeinsamen Glauben dahinter erkennen.

Ebenfalls nicht verpassen darf man bei einem Augsburg Besuch die Augsburger Puppenkiste. Dort verbrachten wir unseren letzten Tag in der Stadt. Bei Jim Knopf und Co. werden auch Erwachsene wieder zu Kindern. Ein Geheimtipp zum Schluss: Ein Spaziergang entlang der Augsburger Stadtmauer ist ein herrliches und romantisches Erlebnis vor allem im Sommer.

Anonym

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