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Biei, Hokkaido, Japan

- Ein Reisebericht -

Die Insel Hokkaido im Norden von Japan ist in der westlichen Welt eher unbekannt, hat aber ganz eigene Reize, wenn auch ganz anderer Art als Megastädte wie Tokio oder Osaka. Hokkaido ist die am wenigsten urbanisierte Hauptinsel Japans und weite Teile sind von dichten Wäldern, bepflanzten Hügeln und Ackerbau gekennzeichnet. Ziemlich genau in der Mitte der ein wenig an einen Steinbrocken erinnernden Insel befindet sich die Kleinstadt Biei, in der ich mich im Rahmen eines selbstorganisierten Urlaubs für einige Wochen aufhielt. (Geodaten: Biei) Etwa 11.000 Einwohner leben in einer ungemein reizvollen Umgebung, die mit sanften Hügelläufen und im Sommer bunt bepflanzten Feldern jedes Jahr Tausende von Besuchern aus ganz Japan anzieht. Der kleine Bahnhof, an dem man ankommt, gehört angeblich zu den schönsten in ganz Japan und man mag angesichts des charmanten Steingebäudes daran nicht zweifeln. Verlässt man die Vorhalle, breitet sich vor einem nahezu der gesamte Innenstadtbereich aus. Groß ist dieser wahrlich nicht, aber mit einem Touristeninformationszentrum, einer Post, mehreren Banken, kleineren Geschäften sowie einigen Souvenirläden findet man alles, was man für ein paar Tage braucht. Wer shoppen gehen möchte, nimmt am besten den Zug in die etwa 30 Kilometer entfernt liegende Großstadt Asahikawa.

In den Monaten Juli und August blüht der Lavender und wer mit Mietauto oder Fahrrad unterwegs ist, kommt schnell zu den wichtigsten Aussichtspunkten. Diese haben bunte Namen wie "San ai no oka", zu Deutsch "Hügel der drei Lieben" oder "Seven Star Baum", eine Referenz zu einer in Japan bekannten Zigarettenmarke, die einst einen Werbeclip mit besagtem Baum drehen ließ.

Wer gerne Ski fährt, kann ab Oktober auf dichte Schneedecken hoffen. Viele der Pensionen in der Gegend haben sich auf Wintersport spezialisiert und verleihen an ihre Gäste die entsprechende Ausrüstung. Warme Kleidung sollte man allerdings unbedingt dabei haben, minus 20° Celsius sind keine Seltenheit. Die letzten Schneefälle gibt es noch im März.

Von einer einfachen Pension, genannt Minshuku, für ca. 4000 Yen die Nacht bis zum exklusiven Hotel für deutlich über 20.000 Yen / Nacht findet man ein weites Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten. In der Regel wird in Japan Vollpension angeboten, auf Wunsch kann aber meistens auch ohne Mahlzeiten gebucht werden. Wer kein Japanisch spricht, sollter allerdings vorher sicher stellen, dass das Personal der gewählten Herberge etwas Englisch spricht, was in Japan im Allgemeinen und in der Provinz im Speziellen leider nicht vorausgesetzt werden kann.

Die örtlichen Restaurants bieten zumeist einfache, aber leckere japanische Gerichte wie Ramen (eine japanische Nudelsuppe, die mit den Instantprodukten, wie sie es auch in Deutschland gibt, wenig mehr als den Namen gemein hat) oder Katsudon, eine Art japanisches Schnitzel auf Eierreis, an. Natürlich findet man auch Sushi und wer etwas ganz Spezielles probieren möchte, kann lebenden Tintenfisch probieren.

Anonym

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