Camping in Schottland - ausgewählte Ziele einer Rundreise

- Ein Reisebericht -

Das sagenumwobene, rauhe Schottland wollten wir naturnah auf einer Rundreise mit dem Zelt kennenlernen. Steinerne Burgen, rauhe Wälder und Hügel, nebelumwitterte Lochs und romantische Fischerdörfer. Das Land bietet viele Überraschungen, die wir nach und nach zu entdecken vermochten.

Wir gelangten über Nacht von Amsterdam aus mit der Fähre nach Newcastle, dessen Hafen wir bei einer Tasse Capucchino von der Fähre aus bewundern konnten. In Großbritannien angelangt, passierten wir bald den legendären Hadrianswall, der noch heute England symbolisch von Schottland trennt und die römischen Truppen vor den wilden Pikten schützen sollte.

Nach einer stürmischen Nacht am Fuße des Lochgoilhead, führte uns unsere Reise in die spärlich besiedelte Region Argyll mit Oban als größter Stadt. Die Gegend bildet den Übergang von den Lowlands zu den Highlands. Hier findet man eines der bezauberndsten Waldgebiete des Landes. Teppiche violetter Glockenblumen überziehen die Lichtungen, friedliche Täler wechseln sich ab mit satten Hügeln und an den Ufern der zahlreichen Lochs liegen verschlafene Fischerdörfer.

Unvergesslich bleibt der Besuch des West-Highland-Dorfes Auchindrain. Heute ist es ein Freilichtmuseum, in dem die Lebensweise der Einwohner dargestellt wird. Die letzte Familie verließ den Ort, in dem sie ohne Strom und fließendes Wasser lebte, im Jahr 1963.

In Kilmartin, dem nächsten Ziel auf unserer Rundreise, besuchten wir einen wunderschönen Friedhof mit mittelalterlichen, reich verzierten Grabsteinen und den typisch keltischen Steinkreuzen. Um den Ort selbst herum befinden sich über 150 prähistorische Stätten.

Auf dem Weg in den Norden besichtigten wir das vor der Insel Skye gelegene Eilean Donan Castle, das vor allem als Schauplatz der Highlander-Filme bekannt ist. Nur über einen schmalen Damm gelangt man zu der Wasserburg, die auf einer Felseninsel steht. Sie ist die am besten erhaltene Burg Schottlands und wurde, nachdem sie im frühen 18. Jahrhundert zerstört worden war, im Zuge der Mittelalter- und Schottland-Schwärmerei wieder aufgebaut. Bei einer Besichtigung im Inneren erlebt man anschaulich, wie die Bewohner einst gehaust haben. Die Insel Skye beeindruckte uns vor allem wegen ihrer vielen Wikingerfunde und obwohl sie oft vollständig im Nebel liegt und das Wetter etwas unbeständig ist, konnten wir viele ausgedehnte Wanderungen unternehmen, die uns immer wieder an den freundlichen, wolligen Schafen vorbei führten.

Zum Abschluss unserer Rundreise besuchten wir das im Osten gelegene Aberdeen und natürlich den Falkland Palace und seine Gärten. Aberdeen, "The Silver City by the Sea", wirkt verschlafen mit seiner mit Kopfsteinen gepflasterten Altstadt und tatsächlich glänzten die vielzähligen, grauen Granitgebäude silbern im Schein der Morgensonne. Falkland Palace dagegen überraschte uns mit dem ältesten Tennisplatz Großbritanniens, aber auch das Jagdschloss selbst und seine wild blühenden Gärten sind einen Besuch wert.

Falkland

Anonym

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