Citytrip Stockholm- Natur und Großstadt dicht beieinander

- Ein Reisebericht -

Vaxholms Kommun

Nachdem ich als Austauschstudentin in Stockholm war, war es um mich geschehen. Bis heute glaube ich, dass es die schönste Stadt der Welt ist, ich versuche mich häufig vom Gegenteil zu überzeugen, doch bisher hat es noch nicht geklappt.

Im Sommer 2009 beschloss ich mit meiner Schwester einen Städtetrip in die Hauptstadt Schwedens zu unternehmen um ihr die Perle an der Ostsee zu zeigen und um alte Freunde aus der Studienzeit zu treffen. Wir übernachteten in einer kleinen Pension in Norrviken, da die Verkehrsanbindungen dorthin immer noch gut sind und die Preise für Stockholmer Verhältnisse in Ordnung, wenn man Wert auf ein Doppelzimmer mit Bad legte, so wie wir. Zum Frühstück lag Brot und Müsli bereit, welches sich jeder Gast nehmen konnte. In einer gemütlichen Küche konnte man sich eigene, kleine Mahlzeiten zubereiten, so dass auch der kleine Geldbeutel geschont wurde, weil man nicht jeden Abend auswärts Essen musste.

Die Fahrt ins Zentrum dauerte mit dem Pendelzug circa 25 Minuten und mit einer Wochenkarte konnte man zusätzlich die Tunnelbana, die Busse und die Fähren zwischen Gamla Stan, der Altstadtinsel und Djurgården benutzen. Djurgården ist eine weitere Insel, auf der sich unter anderem viele Museen befinden wie das Vasamuseet. Die Vasa war ein Kriegsschiff, das schon bei seiner Jungfernfahrt sank. Das uralte Schiff ist gut erhalten und durch die zusätzliche Ausstellung bekommt man einen Eindruck vom Leben im 17ten Jahrhundert.

Da wir nur ein paar Tage Zeit hatten und ich meiner Schwester viele schöne Dinge zeigen wollte, beschlossen wir, dass ein Museum genügen musste und ich zeigte ihr am nächsten Tag die Stadt und eine Shoppingtour durch die zahlreichen Länden war angesagt. Besonders auf Södermalm den Trendstadtteil Stockholms kann man ausgefallene Stücke finden.

Auch wenn wir zwei gerne Klamotten kaufen, darf ein Ausflug ins Grüne nicht fehlen und so beschlossen wir, das schöne Wetter unseres letzten Tages zu nutzen und eine Bootstour durch die Schären zu machen. Die Schären sind die tausende kleinen Inseln, die der Stadt vorgelagert sind. Einige sind gerade so groß, dass ein Häuschen darauf Platz finden. Manchmal schaut auch nur ein kleiner, karger Felsen aus dem Wasser heraus. Recht billig kann man eine Bootstour nach Vaxholm machen, in dem man eine der zahlreichen Fähren des Waxholmsbolaget benutzt, die auch die einheimische Bevölkerung benutzt um nach Hause oder in ihre Feriendomizile zu kommen.

Vaxholm selbst ist ein beschauliches Örtchen und mit einem Eis in der Hand lässt es sich gemütlich am Hafen entlang schlendern. Mein absoluter Geheimtipp ist jedoch das „Vaxholms Hembygdsgårds Café“, dass allein schon durch seine idyllische Lage besticht. Etwas versteckt in einem Wohngebiet, liegt es direkt am Meer. Bei einem typischen Smörrgåsbröd, wie das schwedische belegte Brot oder Brötchen heißt, kann man im Garten des Cafés die Boote vorbeifahren sehen.

Nachdem wir genügend relaxt haben, machten wir uns auf den Heimweg. Da wir ein Wochenticket für den öffentlichen Nahverkehr hatten, konnten wir den Bus zurück in die Stadt ohne zusätzliche Kosten nutzen. Auf der Fahr berichtete ich meiner Schwester von all den schönen Stellen, die wir leider nicht mehr erkunden konnten, wie das Schloss Drottningholm, wo die königliche Familie wohnt oder Skansen, das historische Freilichtmuseum, in dem man allerlei Häuser jeder Epoche des Landes sehen kann. Wir beschließen, dass das nicht unsere letzte Stockholmreise gewesen sein soll und nächstes Mal soll es eine Winterreise werden, denn auch in schneegepackt, wenn die Weihnachtslicher blinken ist Stockholm sehenswert. Ich dachte sehnsüchtig zurück an die Zeit , als ich dort studierte und schlief bei dem Gedanken an die Erinnerungen und dem leisen ruckeln des Busses ein. Ich wachte erst wieder auf, als mich meine Schwester an der Endstation unsanft weckte.

anonym

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