Córdoba und La Noche Blanca del Flamenco - die weiße Nacht des Flamencos

- Ein Reisebericht -

Während meines dreimonatigen Praktikums an der Costa del Sol im Jahre 2011, verbrachte ich die Wochenenden damit, die großen geschichtsträchtigen Städte Andalusiens zu bereisen. An einem Wochenende im Juni stand nun Córdoba auf meinem Plan, sodass ich mir diesen Kurzurlaub vorher schon selbst organisierte.

Samstag frühs, um 10:15 Uhr, fuhr ich mit dem Bus für €2,88 von Vélez-Málaga nach Málaga. Da ich aber in der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz den Anschlussbus verpasst hatte, ging ich neben dem Busbahnhof zum Zugbahnhof und kaufte für etwa €23 ein Ticket. Dafür sparte ich wenigstens zwei Stunden Fahrt gegenüber einer Busfahrt. Nach einer guten Stunde erreichte ich die Stadt Córdoba, im Herzen Andalusiens.

Córdoba war heiß, sehr heiß. Die öffentlichen Temperaturanzeigen deuteten auf Wüsten-Stimmung – 39°C konnte man ablesen. Ich suchte mein Hotel auf, checkte ein und war sehr über den Komfort einer Klimaanlage erfreut. So waren es draußen beinahe 40 Grad und im Zimmer angenehm kühle 15 Grad.

Ich ruhte mich eine Weile aus und startete dann meinen Stadtrundgang durch enge verlassene Gässchen, vorbei an Kathedralen, belebten Plätzen und erreichte schließlich das Highlight Córdobas – die Mezquita. Dies ist ein Sakralbau, welcher zugleich von Christen und Muslime benutz wird – einmalig. Zwar kostete der Besuch der mit unzähligen Säulenbögen protzenden Moschee und Kathedrale €8, dennoch hat sich dieser Preis wahrlich gelohnt.

Vorbei am Romanischen Tor, ging es weiter über die Romanische Brücke, in Richtung Torre de la Calahorra und wieder zurück. Überall wurden natürlich fleißig Fotos geschossen. Ich lief entlang der Alcazar und durchquerte die Gassen der Judería, dem jüischen Viertel. Aufgrund der stechend heißen Sonne kehrte ich zu meinem Hotel zurück, um für den Abend Energie zu tanken.

Zufällig war am selben Tag ein Flamenco-Festival, welches ich selbstverständlich nich verpassen durfte. Überall in der Stadt verteilt, waren Bühnen aufgebaut und man konnte der Musik lauschen und den Tänzen der Männer und Frauen zuschauen.Tausende von Menschen waren auf den Straßen, nachts von 22Uhr bis 5 Uhr frühs. Und immer noch waren es 34 Grad.

Junge Leute, Familien, alte Rentner, Touristen, Einheimische und Polizisten – alle waren unterwegs, alles war friedlich und die Stimmung war bombastisch. Ich zog der Masse nach, machte hier und da Rast, trank Bier, schaute der Performance zu und gegen 01:00 Uhr nachts ging ich zurück aufs Hotelzimmer. Am nächsten Tag wachte ich gegen 10:00 Uhr auf, frühstückte und checkte letztendlich aus. Am Bahnhof, welcher gerade mal acht Gehminuten vom Hotel entfernt war, kaufte ich ein Rückfahrticket und kehrte gegen Nachmittag wieder zurück nach Málaga.

Zwar gab es ein Paar kleine Komplikationen, dennoch war dieser selbstorganisierte Kurzurlaub ein tolles Erlebnis, das ich jedem empfehlen kann. Córdoba ist eine wunderbare und charmante Stadt, mit atemberaubenden Gebäuden und es gibt viel mehr zu entdecken, als man denkt.

Anonym

Córdoba

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