Das Ferienhaus auf Ærø

- Ein Reisebericht -

Ich bin nicht der König von Mallorca, wäre aber gern die Inselkönigin von Ærø.

Kennen Sie das, man fühlt sich zu bestimmten Orten immer wieder magisch angezogen.

Mein erster Besuch der Insel war einem wunderbaren Herbst. Die Fähre fuhr damals noch von Mommark nach Søby ab. Damals hatten wir uns für ein gelbes Stadthaus in der märchenhaften Stadt Ærøskøbing entschieden.

Ein schmales altes Haus mit steiler Treppe wartete in der Vestergade auf uns. Unten die gemütliche Küche, darüber das Wohnzimmer, noch weiter oben das Schlafzimmer mit Bad und fast im Himmel das Kinderzimmer. Bei unserer Ankunft streikte zuerst die Heizung, aber nach der Reparatur war es mollig warm.

Im Haus befanden sich sehr viele persönliche Dinge, die uns neugierig machten. Den meisten Spaß hatten wir mit Musikkassetten, die irgendwer selbst eingespielt und besungen hatte. Wir sind damals echte Fans von dem unbekannten Interpreten geworden und von der Insel Ærø.

Außerhalb des Tourismus-Rummels, fühlt jeder genau, wie eine Stadt tickt.

In dem malerischen Stadthaus fühlten wir uns fast den Einwohnern zugehörig. Morgens ging es zur Bageri, wo es die leckeren dänische Brötchen gibt. In der Søndergade, der Hauptgeschäftsstraße, gibt es Läden für Kunst, Keramik, Spielwaren, Bücher, Blumen und schicke Klamotten.

Die Krönung ist ein Essen in dem kleinen Restaurant Mum. Außerhalb der Saison wird nur auf Vorbestellung geöffnet. Wir waren damals die einzigen Gäste, die auf das Vortrefflichste bekocht und bewirtet wurden. Noch heute erinnere ich mich an die kleinen, goldenen Kronen über jeder Tür und der leisen dänische Musik im Hintergrund.

Aber: Aufgepasst auf dem Heimweg und nicht stolpern, alle Straßen und Gassen haben uriges Kopfsteinpflaster.

Bei dem Bummel durch die Stadt kann man sich kaum sattsehen. Seit Generationen bewahrt, pflegt und erhält man die charmanten Häuser mit ihren alten Türen. Sie erzählen die Geschichte der letzten Jahrhunderte. Die Türen faszinieren durch in ihre unterschiedlichen Farben, Formen, Beschlägen und zeigen handwerkliche Meisterwerke. Der Marktplatz zählt zu Recht zu den schönsten in ganz Dänemark. Gleich daneben schmiegt sich die Kirche an, mit vier schönen Kirchenschiffen. Vom Rathausmarkt führt die Brogade direkt zum Hafen, unterwegs kommt man Dukkethuset vorbei. Das Puppenhaus ist das kleinste und am meisten fotografierte Haus der Stadt. Heute kann man sich kaum vorstellen, dass dort eine Familie mit acht Kindern gewohnt hat. Verpassen sollte man auf keinen Fall das weltbekannte Flaschenmuseum von Peter Jacobsen. Er fuhr zur See und baute in seinen Freiwachen an Bord unglaubliche 1 700 Schiffsmodelle, alle in Flaschen. Am Hafen angekommen, liegen dort heute Yachten und kleine Fischerboote. Das war nur ein kleiner Streifzug und macht Lust auf mehr.

Bei unserer Abreise warteten wir mit dem Auto an der Fähre. Ein Mann deutete immer mit dem Finger auf unsere Autoreifen. Endlich ausgestiegen stellten wir fest: Wir hatten einen "Platten". So oder ähnliche Pannen haben wir jedes Mal.

Unsere Erklärung dafür, Ærø hat uns auch ins Herz geschlossen!

Dänemark

Anonym

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