Das Gaming-Erlebnis im Herzen Schwedens

- Ein Reisebericht -

Es ist November und das heißt, es ist Zeit für die größte LAN der Welt, die DreamHack Winter 2011 in Schweden. Das hieß auch für mich den Weg in die schwedische Provinz, nach Jönköping aufzunehmen. Klingt allerdings einfacher als es ist, denn eine Reise nach Jönköping ist nicht so einfach, wie man denken könnte.

Zwar besitzt Jönköping einen Flughafen, angeflogen wird dieser allerdings kaum, sodass ich mich entschied nach Borås zu einer provinziellen Straße, auf der man jedoch erstaunlich schnell fahren durfte.

Absolutes Highlight auf der Hinfahrt waren aber die "Parkplätze" neben der "Autobahn". Direkt an der Fahrbahn hielt man in etwas wie einer Haltebucht und wurde immer wieder von viel zu schnellen Autos oder LKWs überrascht. Gerade noch so lebend waren wir dann nach knapp 2 Stunden in Jönköping angekommen und machten uns auf die Suche nach dem Stadtzentrum, in dem sich unser Hotel befand. Allerdings war auch das nicht ganz so einfach, denn das "Centrum" war an ungefähr jeder Ausfahrt angeschrieben.

Irgendwann endlich angekommen, hatte ich nicht gerade den besten Eindruck von der Stadt, die an einen der größten Seen Nordeuropas grenzt. Von den schönen schwedischen Holzhäusern war überhaupt nichts zu sehen, einzig triste graue Häuser prägten das Stadtbild. Die Hoffnung auf Besserung in anderen Teilen der Stadt schönere Gegenden zu finden, verfolgt dann auch recht schnell und man fühlte sich eher an Botrop erinnert, als an eine Stadt Mitten in Schweden.

Nun ja, ich war ja nicht in Schweden, um die schöne Landschaft zu sehen, sondern wegen der DreamHack Winter 2011, auf die es dann am nächsten Tag ging. Im riesigen Elmia-Gelände angekommen ging es erst mal weiter mit der Suche nach dem richtigen Eingang, denn neben den Bezeichnungen Nord, Ost, Süd und West, gab es auch noch verschiedene Untereingänge - richtig war von diesen allerdings keiner, sodass die Suche uns erneut mehr als eine Stunde kostete.

Als wir dann endlich in der Area angekommen waren, waren alle negativen Gedanken jedoch sofort wieder verflogen, denn eine tolle Stimmung, sowie eine unglaublich gute Organisation entschädigten gegen alle Strapazen der bisherigen Organisation.

Das absolute Highlight der Reise war dann aber der Sonntag, an dem die Finalspiele der eSport-Turniere in der naheliegenden Eishockey-Arena ausgetragen wurde. Über 4.000 Zuschauer feierten in einer unglaublichen Atmosphäre mit den Spielern mit und auch wenn das Spektakel erst um 03:00 Uhr Nachts vorbei ist, war es ein einmaliges Erlebnis.

Nach einigen schönen Tagen in Schweden, hieß es dann am Montag die Heimreise anzutreten - eigentlich zumindest, denn das Wetter hatte etwas dagegen. Nach einigen Stunden Wartezeit hieß es, dass heute keine Flugzeuge mehr den Flughafen verlassen würden. Was für mich folgte waren weitere Stunden, die ich mit Smartphone oder Zeitschriften verbrachte, bis ich dann endlich einen Hotel- und Essensgutschein für Göteborg bekam.

Nach einer kurzen Nacht in einem ausgesprochen guten Hotel hieß es dann am nächsten Morgen um 04:00 Uhr aufzustehen und wieder nach Deutschland zurückzukehren.

Alles in allem war die selbstorganisierte Reise nach Schweden zwar mehr als anstrengend, die tollen Erlebnisse konnten allerdings für alles entschädigen und ich möchte dieses Land jedem ans Herz legen!

anonym

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